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Test: Wavemaster Moody

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Seite 3: Wavemaster Moody - Klangcheck

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 x 3,50 m, bei einer Deckenhöhe von 2,50 m. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen uns ein paar Adam A5X Studio-Monitore, ein AKG K701 sowie ein Beyerdynamic Custom One Pro angeschlossen an eine ASUS Xonar Phoebus.

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Klanglich ist die Abstimmung des Moody zumindest nach dem ersten Hereinhören recht gefällig. Ähnlich wie viele andere kleine 2.1-Systeme mit Breitbändern erscheint der Hochton relativ ungleichmäßig stark ausgeprägt, während die Mitten zumindest im oberen und mittleren Bereich vornehmlich in den Vordergrund treten. Dadurch klingen die Höhen etwa bei Alex Clares - Too Close teilweise unausbalanciert. Bei einigen Titeln stehen die Gesangstimmen im Vordergrund, bei anderen bleiben sie erstaunlich zurückhaltend. All dies lässt auf einen Frequenzgang schließen, welcher alles andere als geradlinig verläuft, was besonders im Vergleich zu unseren Referenz-Monitoren auffällt, wenngleich diese ebenfalls nicht herausragend neutral klingen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass beim Moody das Verhältnis von Hoch- und Mittelton zu schlecht austariert ist. Etwa das kürzlich getestete Microlab B77 bewegte sich trotz geringen Preises in einer anderen Liga.

Besser gefällt uns der Subwoofer des Moody, welcher im Rahmen seiner Möglichkeiten überraschend präzise zu Werke geht, was ihn selbst in Konkurrenz zu höherklassigen Modellen bringt. Dennoch merkt man natürlich, dass er aufgrund seiner geringen Größe in Bezug auf Tiefgang und Maximalpegel recht schnell an seine Grenzen stößt. Trotzdem schlägt er sich ganz gut für seine Preisklasse.

Die Bühnendarstellung gelingt dem Moody recht vernünftig: Die Stimme von Michael Buble steht klar im Mittelpunkt, darum gesellen sich die einzelnen Instrumente. Das Auflösungsvermögen bewegt sich im Mittelmaß und damit etwa auf Höhe ähnlich teurer Microlab- und Edifier-Systeme, was subjektiv aber durch die teilweise doch recht ausgeprägte Anhebung im Hochton zurückzuführen ist.

In unserem Referenz-Film Transformers wird dem Moody noch einmal bei der Multimedia-Anwendung alles abverlangt. Ob fetzige Explosionen, oder anspruchsvoller orchestraler Hintergrundmusik, Transformers deckt hierbei ein breites Spektrum ab. Das Moody gibt sich hier mit recht durchschnittlicher Güte. Der respektable Subwoofer verleiht Actionszenen genügend Druck im Bassbereich und überzeugt wie schon im Musiktest, eher als die mitgelieferten Satelliten, welche zwar weniger schwach als im Musiktest erscheinen, aber dennoch eindeutige Defizite besitzen. Gerade in hektischen Situationen mit Sprecheinsätzen, wirkt die Wiedergabe auf uns an einigen Stellen etwas überfordert, ja fast angestrengt.