> > > > Test: Adam A5X

Test: Adam A5X

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Adam A5X - Praxistest

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 m x 6 m, bei einer Deckenhöhe von 2,20 m. Die Wände der kürzeren Seiten bestehen aus Dachschrägen , welche bis knapp 30 cm an den Boden reichen. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität.

k-IMGP2376

Der X-ART Hochtöner der Adam A5X beweist schon nach dem Hören einiger weniger Teststücke, dass er in seiner Preisklasse, die im Studio-Bereich definitiv noch zum Einstiegssegment zählt, sehr viel bietet. Der Hochton ist leicht betont, zeigt sich aber trotzdem noch relativ angenehm und wird fast nie nervig. Ähnlich verhält es sich mit dem sich anschließendem Präsenzbereich. Insgesamt erzeugen die A5X ein sehr transparentes Klangbild, welches besonders in kleineren Heim-Studios helfen dürfte Fehler in der Aufnahme zu entlarven. Dieser transparente und fein auflösende Eindruck macht jedoch auch beim Musikhören ungemein Spaß. Zum Beispiel bei den Dire Straits - Your Latest Trick überzeugte uns dieser Hang zur Detailverliebtheit und Transparenz, sodass immer wieder hintergründig spielende Instrumente schön differenziert wiedergegeben werden.

Aufgrund der relativ starken Hochtonpräsenz erscheinen die Mitten allerdings etwas zurückhaltender. Zum einen steigert dies zwar den Eindruck der guten Durchhörbarkeit, allerdings erscheint das Klangbild dafür immer eher kühl und distanziert. Bei eher ruhigeren Interpreten wie Jack Johnson oder Xavier Naidoo könnte unserer Meinung nach deshalb der Grundton noch eine Spur üppiger ausfallen, obwohl dies sicher Kritik auf hohem Niveau ist.

Trotz der eher kompakten Ausmaße der einzelnen Lautsprecher beziehungsweise der Tieftöner schafft es die A5X einen erstaunlich voluminösen Bass abzuliefern - hier wurden wir durchaus positiv überrascht. Verständlich sollte aber sein, dass der Tiefgang sich eher in Grenzen hält und insbesondere bei basslastiger Elektro-Musik die Aufstellung eines zusätzlichen Subwoofers in Erwägung gezogen werden sollte. Die größeren Geschwister A7X/A8X dürften sich in dieser Disziplin besser schlagen, liegen aber auch wieder in einer anderen Preisklasse.

Die Bühnenabbildung ist für unseren Geschmack gelungen. In Katie Meluas - Secret Symphony vermittelt unser Test-Exemplar eine sehr breite Bühne, auf der die einzelnen Instrumente sehr schön räumlich angeordnet werden. Einige Instrumente erscheinen zum Greifen nahe, andere erklingen aus der Ferne - es stimmt also auch die Tiefenstaffelung.

k-IMGP2378

Im Multimedia-Einsatz präsentiert sich unser Kandidat natürlich ganz anders als übliche Soundsysteme, während 2.1 Systeme mit mehr Bassgewalt auf sich aufmerksam machen, verblüfft Adams A5X viel mehr extrem facettenreich und detailliert. In unserem Referenz-Film Transformers wurden Feinheiten sehr authentisch wiedergegeben: Jeder herabfallende Steinbrocken, egal wie klein er war, wurde auch akustisch dargestellt. Vor allem die Räumlichkeit konnte hier überzeugen, welche eine ungemein dichte Atmosphäre ermöglichte, obwohl wir den Test-Film bereits unzählige Male zuvor gesehen hatten.

Das nötige Fundament für Explosionen kann man unserem Probanden nur bedingt zusprechen. Hier hängt es ganz davon ab, was der jeweilige Käufer von seinem Neuerwerb erwartet. Im Vergleich zu einem ausgewachsenen Standlautsprecher oder gar einem dediziertem Subwoofer muss sich die A5X ganz klar hintenanstellen. Bombast-Sound will diese gar nicht versprechen, schließlich gehört unser Lautsprecherpaar aus dem Hause Adam eher ins Tonstudio, wo es gilt möglichst ausgeglichen zu klingen. Andererseits bietet die A5X gemessen an ihrer Größe und somit auch an der Grenze zum physikalisch machbaren, ein erstaunliches Bassvolumen.

Im Spieleinsatz bei Counter-Strike: Source zeichnete sich unser Test-Kandidat mit der guten Bühnenabbildung aus - insbesondere gewöhnlichen Satelliten-Subwoofer-Kombinationen ist er deutlich voraus. So gelang es uns stets Gegner gut zu orten und Entfernungen abzuschätzen. Die rückwärtige Ortung ist mit einem 2.0 System natürlich kaum bis nicht möglich.

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (84)

#75
customavatars/avatar150456_1.gif
Registriert seit: 18.02.2011
Bitburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4708
Na wenn das mal keinen Ärger mit Apple gibts bzgl. des Namen "A5X" .... :vrizz:
#76
Registriert seit: 27.02.2012

Gefreiter
Beiträge: 55
@MaxMan

Ich glaube zwar, dass du auf Antwort von icebeer wartest, aber ich geb jetzt einfach meinen Senf dazu, weil ich nicht glaube, dass du da auf eine technische Antwort hoffen brauchst...
Es gibt mehrere Möglichkeiten, unser Gehör dahingehend zu manipulieren. Reflexionen sind - wie du selbst erkannt hast - eine davon. Nur weil die besprochenen LS Nahfelder sind, heißt das nicht, dass man nicht auch aus 3m Abstand hören darf! Sie können zwar etwas, was größere LS nicht können - eben im Nahfeld gut funktionieren - trotzdem kann man sie natürlich "normal" einsetzen; das macht genauso Sinn, wenn auf das letzte Quäntchen Pegelfestigkeit verzichten kann.
Wichtiger aber als die Reflexionen, die helfen, die "Bühne" zu verbreitern, ist unser Gehirn. Unser Hörsinn arbeitet mit ständiger Fehlerkorrektur und Rekonstruktion fehlender Frequenzanteile (Residuum) (siehe meine DSP-Anspielung). Je weniger Fehler der LS macht, desto mehr "Rechenkapazität" bleibt übrig zur Erschaffung der Illusion. Forschungsberichte belegen, dass beim konzentrierten Hören eine beachtliche "Auslastung" festzustellen ist, was die These stützen würde!
Eine weitere Möglichkeit, eine bewusste Ortsmanipulation herbeizuführen, ist die Verarbeitung des Signals mit der Außenohrübertragungsfunktion. Das ist bei diesen LS zwar kein Thema, wird aber bei manchen Soundbars gemacht - eben bei denen, die nicht auf das Reflexionsprinzip zur Erzeugung der Surroundeffekte setzen...
Gut umgesetzt können solche LS ein Schallereignis erzeugen, was sogar von hinten zu kommen scheint! Allerdings hat jeder Mensch eine individuelle Außenohrübertragungsfunktion, sodass solchen Massenproduktionen natürliche Grenzen in der Genauigkeit gesetzt sind!
#77
customavatars/avatar48807_1.gif
Registriert seit: 06.10.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2406
Bei mir stimmt was nicht. Der zweite (linke) Lautsprecher ist per Stereolink am ersten angeschlossen. Wenn ich lauter/leiser mache, kann es vorkommen, dass der linke Lautsprecher deutlich lauter als der rechte ist. Ist das normal?
#78
Registriert seit: 06.04.2011

Admiral
Beiträge: 9637
M also bei nahe am 0 Punkt sind meine auch net ganz gleich, aber relativ schenll sind se gleich . No nach 2,5 Strichen :D :D Seht die andere Box auf mittlerer Schlaterstellung ?
#79
customavatars/avatar48807_1.gif
Registriert seit: 06.10.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2406
Jo, der linke ist neutral. Es tritt eher selten auf und man kann damit leben. Ich habe nur keine Lust, dass nach Ablauf der Garantiezeit die Boxen plötzlich kaputt gehen. Das hatte ich jetzt schon zu oft bei günstigeren Varianten von Tevion und Logitech.
#80
Registriert seit: 06.04.2011

Admiral
Beiträge: 9637
Hab grad n anderes Prob m it meinen A3X die eine rauscht seit 2 Tagen und zwar schon nervig auch ohne Quelle.Und vor 3 Tagen hab ich die hälfte Verpackung weggeschmissen um den Kasten zufalten, in der Hoffnung ihn net einschicken zumüssen :(Da denkste dir dann auch WTF. Hoff das is kein Problem weil ich hab die gebraucht gekauft ... Werd Adam mal schreiben :D
#81
customavatars/avatar172534_1.gif
Registriert seit: 04.04.2012

Obergefreiter
Beiträge: 92
Zitat derredbaron;19140452
Wenn ich lauter/leiser mache, kann es vorkommen, dass der linke Lautsprecher deutlich lauter als der rechte ist. Ist das normal?


Nabend,

ich hab die A5X auch per Link angeschlossen,
Anfangs hatte ich das auch + derbes Knacksen bei Vol veränderung..

habe dann einfach alle Kabel mal abgesteckt
zuerst ohne mein Behringer UAC202 ans Notebook gehängt..
dann DAC dazu und Stereolink wieder..

Seitdem läuft es 'fast' problemlos

-die Knackser sind weg
-Vol Schübe sind nun alle paar Tage ein mal zurückgegangen

Vielleicht hilft es bei dir ja auch

Gruß
#82
customavatars/avatar48807_1.gif
Registriert seit: 06.10.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2406
Der Bass von meinen A5X reicht mir einfach nicht aus. Soll ich mir die A7X oder einen Sub7 zulegen?

Für die A7X sprechen meine Nachbarn :). Werden mich die A7X im Vgl. zu den A5X im Tieftonbereich befriedigen können oder ist der Unterschied zu den A5X gering?

Für einen Sub7 sprechen die geringeren Kosten und der vermutlich bessere Tieftonbereich als ihn mir die A7X bieten können. Hinzu kommt, dass nicht noch mehr Platz auf dem Tisch verloren gehen würde.
#83
Registriert seit: 10.01.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 138
Nimm den Sub7, was sonst wenn Du Bass brauchst. Hab selbst die A7X mit dem Sub 8 und den Woofer merkt man schon sehr deutlich wenn der fehlt. Mit dem Sub 7 liegst auf keinen Fall falsch!
#84
customavatars/avatar48807_1.gif
Registriert seit: 06.10.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2406
Jop, das denke ich auch. Gut ist auch die Fernbedienung zum Regeln.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Blu-ray 3D: Vom Hype auf das Abstellgleis

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BLU-RAY_3D

Man kann nicht Drumherum reden: Der große Hype um 3D ist vorbei. Als 2009 James Camerons „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ den Fokus der Aufmerksamkeit auf stereoskopisches 3D richtete, begann zunächst der große Rummel. Es blieb nicht nur bei Filmen in 3D, LG veröffentlichte sogar ein... [mehr]

Teufel Mediadeck im Test - spaßiger Klang trifft hochwertiges Gehäuse

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TEUFEL_MEDIADECK/TEUFEL_TEASER

Soundbars- und -decks haben in den Wohnzimmern dieser Welt in den letzten Jahren einen regelrechten Siegeszug angetreten. Im heimischen Büro sieht das noch etwas anders aus, denn hier dominieren nach wie vor klassische Stereo- und Surroundsetups. Geht es nach dem Berliner Direktversender Teufel... [mehr]

Riva Audio Turbo X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/RIVA_TURBOX/RIVA_TURBOX-TEASER

Riva Audio möchte mit dem Turbo X den Markt der kompakten Bluetooth-Lautsprecher aufmischen. Dafür sorgen soll die Trillium-Technologie, die dank eines raffinierten Algorithmus und drei Kanälen einen besonders voluminösen und weitläufigen Klang generieren soll. Ob das gelingt, klärt unser... [mehr]

Razer bringt kabelloses Gaming-Headset ManO’War für 199,99 Euro

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/RAZER

Razer hat ein neues Gaming-Headset mit dem martialischen Namen ManO’War angekündigt. Die Kopfhörer kommen im Mai 2016 in Deutschland auf den Markt und werden 199,99 Euro kosten. Für diesen Preis erhalten Interessierte ein kabelloses Headset mit 7.1 Virtual Surround Sound, bis zu 14 Stunden... [mehr]

Razer ManO'War im Test - Voluminös und bequem

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/RAZER_MANOWAR/RAZER_MANOWAR-TEASER_KLEIN

Sollte der Name Programm sein, hat Razer mit seinem neuesten drahtlosen Gaming-Headset einiges vor: ManO’War, das zeigt, dass das neue Headset in die Vollen gehen soll und gleichzeitig dann zur Stelle ist, wenn es einmal so richtig kracht. Wie gut das funktioniert klärt unser Test. {jphoto... [mehr]

Ultra-HD-Blu-ray mit erstem Flop: Viele Titel sind nur Upscales

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/UHD_BLU-RAY_LOGO

Mittlerweile haben Studios wie Warner Bros., 20th Century Fox und Sony erste Ultra HD Blu-ray für 2016 angekündigt. Sogar die Preise, zumindest für die USA, sind bereits bekannt. Dort können die Filme für 34,99 bis 39,99 US-Dollar vorbestellt werden. Für Deutschland sollten Early Adopter... [mehr]