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Test: Teufel Concept B20 - guter Klang zum kleinen Preis - Das Teufel Concept B20 im Details (2) + Klangeindruck

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Seite 3: Das Teufel Concept B20 im Details (2) + Klangeindruck


 

Roccat Kulo Verpackung

Auf eine Kabelfernbedienung oder gar eine Funkfernbedienung verzichtet Teufel aus Kostengründen. Stattdessen befinden sich die Einstellelemente an der rechten Seite der rechten Box (die übrigens auch die Endstufe beherbergt). Ist der Schreibtisch nicht allzu groß, sind die beiden gummierten Drehregler jederzeit gut zu erreichen und lassen sich gut fassen. Das Boxenset wird ausgeschaltet, in dem der Lautstärkeregler über den leisesten Punkt hinaus gedreht wird. Neben dem Volume-Regler kann auch der „Tone“ justiert werden über den das Verhältnis von Hochton- zu Tieftonbereich eingestellt werden kann – hier könnte die Mittelstellung allerdings noch ein wenig besser gerastert sein. In Zeiten, in denen aber beinahe jedes Keyboard integrierte Multimedia-Tasten vorweisen kann, wird eine zusätzliche Kabelfernbedienung bei einem Stereo-System sicherlich nur selten wirklich benötigt - wir zumindest haben sie nicht vermisst. Für ein wenig Verwirrung könnte zunächst der Mikrofon-Eingang neben den Bedienelementen sorgen. Da das Concept B20 keine integrierte USB-Soundkarte vorweisen kann, wird dieser aber lediglich auf die Rückseite des Gehäuses weitergeleitet.

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Wie bereits erwähnt, wurde das Verstärker-Modul klassisch in der rechten Box verbaut. Entsprechend befindet sich auf der Rückseite der Stromanschluss für das externe Netzteil. Die Auslagerung bietet sich an, da auf diese Weise Störstrahlung von den akustisch relevanten Bauteilen abgekoppelt werden kann. Auch der linke Lautsprecher wird entsprechend mit der rechten Box verbunden und findet seinen Anschluss über ein verpolungssicheres Kabel mit einem proprietären Anschluss. So kann das Kabel zwar nicht verlängert werden, da es aber mit 1,8 Metern ohnehin ausreichend lang dimensioniert wurde, gibt es hier keine Abstriche. Störender ist da schon, dass Teufel besagtes Kabel fix mit der linken Box verbindet – ein einfaches Austauschen bei einem Kabelbruch wird so noch schwerer. Eingangsseitig besitzt das Concept B20 einen Klinke-Port, zusätzlich kann hier besagter Kopfhörer-Anschluss durchgeschleift werden.

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Das Herzstück des Teufel Concept B20 ist im Grunde genommen die genutzte Verstärkereinheit, die die Chassis im Bi-Amping antreibt. Den Hoch- als auch den Tieftönern stehen somit also je ein dedizierter Verstärker zur Verfügung, was sich noch einmal positiv auf den Klang auswirken soll. Insgesamt besitzt das Concept B20 eine Leistung von 10 Watt für die beiden Hochtöner und 30 Watt für die Tiefton-Chassis. Mit Hinblick auf den fehlenden Subwoofer – und der Tieftöner benötigt bekanntlich die meiste Leistung – sollte das Gebotene auf jeden Fall ausreichen, um auch mittelgroße Räume anständig zu beschallen.

Klangcheck:

Nach so viel „Vorgeplänkel“ kommen wir nun aber endlich zum Wichtigsten: Der Klangtest steht an. Beweisen muss sich Teufels 2-Kanal-Set dabei in verschiedenen Szenarien. Während wir den Fokus bei einem 2.0-Set ohne Frage auf die Musikwiedergabe legen, müssen sich die beiden Satelliten zusätzlich aber noch im Film- und Game-Betrieb beweisen.

Zeigen, was es kann, muss Teufels Stereo-Set zunächst bei unserem Referenzsong „Forgiven not forgotten“ der „Corrs“, der uns nun schon viele Jahre begleitet, sodass wir auf verschiedensten Boxensystemen Erfahrungen mit der Unplugged-Aufnahme machen konnten. Dabei erweist sich bereits der erste Höreindruck als äußerst positiv. Dem anfänglichen Geigensolo fehlt jegliche unangenehme Schärfe, was aber nicht bedeuten soll, dass es der Wiedergabe an der nötigen Präzision mangelt. Der Klang der Geige breitet sich voluminös aus, und erzeugt so eine angenehm räumliche Wirkung. Mit Einsetzen des Klangs beweisen die beiden Lautsprecher aber, dass durchaus auch Bass in ihnen steckt – auch wenn das Unplugged-Szenario unseren Songs der 2.0-Konfiguration natürlich entgegenkommt. Die Drums werden aber dennoch präzise und vergleichsweise druckvoll in den Raum gedrückt. Abstriche müssen auch bei der Stimmwiedergabe nicht in Kauf genommen werden, denn gerade hier macht sich die neutrale Abstimmung des Stereo-Sets erneut positiv bemerkbar – gleiches gilt auch für die Bühnenabbildung, denn auch dann, wenn das gesamte Orchester spielt, lassen sich alle Instrumente klar verorten.

Kommt hingegen basslastigeres Material zum Einsatz, wie etwa „Human“ von „The Killers“ zeigt sich, dass das Concept B20 zwar einen ansprechenden Oberbass präsentieren kann, der keinesfalls den Mitteltonbereich „zukleistert“, sondern präzise zu Werke geht, der Tiefbassbereich aber kaum ausgeprägt ist – hier macht sich die fehlende Membranfläche bzw. der fehlende Subwoofer natürlich bemerkbar.

Auch wenn das Concept B20 sicherlich nicht auf den Film-Einsatz ausgelegt ist, so musste sich das Set doch auch in diesem Bereich beweisen. Ein klarer Pluspunkt ist erneut die gute Bühnenstaffelung und die natürliche Wiedergabe. Für den nötigen Aha-Effekt beim Film fehlt aber der dedizierte Subwoofer – zudem sollten Anwender, die ihren PC für den regelmäßigen Filmbetrieb nutzen, ein Surround-Set ins Visier nehmen – und dann lieber ein wenig mehr investieren.