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Test: Razer Banshee - Headset für Starcraft-Fans

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Seite 3: Das Razer Banshee im Detail (2) + Klangcheck

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An regelmäßige LAN-Party-Gänger hat Razer aber leider nicht wirklich gedacht. Das Banshee lässt sich weder zerlegen, noch zusammenfalten und auch einen Transportbeutel oder eine Transportbox gibt es nicht. Mit Hinblick auf den Preis und die offensichtliche Ausrichtung des Banshee hätten wir uns hier doch ein klein wenig mehr erhofft.

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Anschluss an den Rechner findet das Banshee über ein zwei Meter langes Kabel mit einer Textilummantelung, das darüber hinaus recht dick ausfällt und somit alles in allem einen sehr hochwertigen Eindruck hinterlässt. Leider bringt dieses massive Auftreten aber auch Nachteile mit sich, denn das Kabel ist nicht sonderlich flexibel.

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Während andere Headsets mit einer Kabelfernbedienung daherkommen, hat sich Razer dazu entschlossen, alle Bedienelemente direkt in die Ohrmuscheln zu integrieren. Das hinterlässt einen sehr aufgeräumten Eindruck, bringt aber nicht nur Vorteile mit sich, denn die blinde Bedienung ist anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig. Gerade in hektischen Gefechten wäre eine normale Kabelfernbedienung sicherlich die bessere Wahl gewesen.

Razer liefert einen vierfach gegliederten Treiber mit, der einen übersichtlichen und strukturierten Aufbau bietet und so eine schnelle Orientierung erlaubt. Während auf der ersten Seite lediglich die normalen Features wie die Lautstärke und die Balance aufgerufen werden können, versteckt sich auf der nächsten Seite ein vollwertiger 10-Band-Equalizer, der es erlaubt, den Klang auf den eigenen Geschmack abzustimmen. Für eine einfache Bedienung können Anwender zudem auf eine ganze Reihe an Presets zurückgreifen. Während auf der dritten Seite die rudimentären Mikrofon-Voreinstellungen zu finden sind, kann auf der vierten Seite die Beleuchtung justiert werden – beispielsweise können die Farben dem eigenen Geschmack angepasst werden. Darüber hinaus können auch hier Farb-Codes aktiviert werden, sodass die Beleuchtung beispielsweise die Farbe ändert, wenn das eigene Lager angegriffen wird – was bei der Tastatur noch durchaus seinen Sinn hatte, ist beim Headset als fragwürdig zu beurteilen, schließlich sieht man die Änderungen kaum, wenn das Headset getragen wird. Zudem kann die Beleuchtung je nach "actions per minute" geändert werden, sodass die Optik dramatischer wird, wenn es einmal hoch her geht.

Der Klangcheck:

Besonders interessant ist nun aber natürlich, wie das Razer Banshee denn nun eigentlich klingt – das sollte schließlich noch immer das Schlüsselmerkmal eines Audio-Geräts sein.

Bereits nach den ersten Tönen wird deutlich, dass das Banshee eine recht spektakuläre Abstimmung besitzt – Bässe und Höhen wurden in der klassischen „Badewannen“-Form angehoben, sodass genau genommen eine Absenkung des Mitteltonbereichs entsteht. Das mag zwar nach HiFi-Kriterien nicht unbedingt die optimale Lösung sein, da der Klang natürlich gegenüber einer neutralen Studio-Abmischung verfälscht wird, ist für den Einsatzbereich des Banshees hingegen durchaus vorteilhaft. Egal ob es ein Gefecht oder aber ein Film ist, alles klingt mit dem Banshee ungemein spektakulär und macht richtig Laune. Dabei ist es Razer gelungen, einen präzisen, knochentrockenen und wuchtigen Bass mit einem präsenten und luftigen Hochtonbereich zu kombinieren, der bei großen Lautstärken jedoch etwas zu aufdringlich wird. Gerade bei Action geladenen Games entsteht so der „Mitten drin statt nur dabei“-Effekt par excellence.

Mit reinrassigem HiFi-Material konfrontiert, steht das Banshee hingegen nicht ganz so gut dar. Der Bass wirkt auf einmal ein klein wenig zu dick aufgetragen. Als noch eklatanter offenbart sich hingegen die Mittenton-Schwäche, denn das Razer Headset verschluckt die Mitten nur allzu gerne und übertüncht so die feinen Details, die einer Live-Aufnahme beispielsweise ihren unvergleichlichen Charme verleihen. Die Bühnenabbildung hingegen gelingt unserem Testkandidaten recht gut. Instrumente und Stimmen werden klar verortet und verharren während der Aufnahme wie festgenagelt auf ihrem Platz. Diese Eigenschaft ist natürlich auch bei Games von großem Vorteil, da sich die Bewegungen der Gegner in Shootern natürlich noch besser zuordnen lassen.