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Test: Steelseries 7H - Zerlegbares Headset für Gamer

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Seite 3: Das Steelseries 7H im Detail (2) + Klangcheck

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Das Steelseries 7H ist genau genommen nicht zusammenfaltbar, aber dennoch bestens für den LAN-Party-Einsatz geeignet. Der Trick besteht darin, dass das Headset in drei Teile zerlegt werden kann: in die beiden Ohrmuscheln und den Tragebügel. So kann das 7H platzsparend verstaut werden. Leider befindet sich aber keine Tasche im Lieferumfang – bei einem Premium-Headset hätte man dies eigentlich erwarten dürfen.

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Das Verbindungskabel ist abnehmbar und kann mittels eines Micro-USB-Anschlusses mit dem Headset verbunden werden. Das direkte Anschlusskabel besitzt eine Länge von 100 cm und kann mit einer Textilummantelung aufwarten, die dem 7H nochmals einen sehr hochwertigen Touch verleiht. Zudem hat Steelseries eine rudimentäre Kabelfernbedienung integriert, die das Stummschalten des Mikrofons und die Justage der Laufstärke ermöglicht.

Praxiseinsatz

In der Praxis muss sich unser Testkandidat in Kombination mit einer ASUS Xonar Essence STX beweisen. Als Material konfrontieren wir das Set mit einer bunten Mischung. Besonders interessant sind natürlich aktuelle Games, aber an aktuellem Musikmaterial aller Richtungen muss sich das Headset messen lassen.

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Zunächst einmal wählten wir die gut abdichtenden Kunstleder-Ohrmuscheln. Diese erfüllen ihre Aufgabe hervorragend, die Umwelteinflüsse sind selbst ohne Ton kaum noch wahrnehmbar, spätestens dann aber, wenn es mitten rein ins Getümmel geht, gelingt es bestens, alles um sich herum auszublenden und sich mitten in das Geschehen zu versetzen. Das Headset sitzt stramm, wird aber auch bei längerem Tragen nicht unangenehm. Anwender mit einem größeren Kopfumfang könnten allerdings Probleme bekommen – hier ist ausführlichen Testen empfehlenswert. Die Ohrmuscheln fallen darüber hinaus nur durchschnittlich groß aus. Nutzer mit größeren Ohren könnten hier gerade mit den abdichtenden Schalen Probleme bekommen.

Wie es in der Natur der Sache liegt, sitzen die Stoffmuscheln nicht ganz so straff. So ermöglichen diese nochmals einen gesteigerten Tragekomfort – nun fällt das 7H beim Tragen nicht mehr auf. Wie von Steelseries gewünscht, ist es problemlos möglich, beim Tragen mit der Umwelt zu kommunizieren – es verläuft also alles nach Plan.

Der Klang des Headsets kann als sehr ausgeglichen beschrieben werden. Den 50-mm-Treibern gelingt es, Material fein aufzulösen und auch kleine Nuancen bestens wiederzugeben. Bei hektischen Spielen fällt dies weniger ins Gewicht, gerade bei Live-Aufnahmen wie unserem Refrenz-Song „Forgiven not Forgotten“ der Corrs macht sich dies positiv bemerkbar. Die Ortung ist zudem Headset-typisch hervorragend, was bei Spielen einen nicht unerheblichen Vorteil darstellt.

Leider fehlt es dem Headset im Hochtonbereich ein wenig an der letzten Brillanz, um Stimmen die gewünschte Natürlichkeit zu verleihen – so wirkt die Darstellung häufig ein klein wenig müde. Gerade in der Hektik des Gefechts kann dies aber durchaus von Vorteil sein und das Trommelfell durchaus schützen. Der Oberbass wird prägnant und recht präzise wiedergeben. Leider gelingt es den 50-mm-Treibern aber nicht, einen echten Tiefbass zu generieren.

Das Mikrofon besitzt eine klare und gut verständliche Sprachqualität, sodass sowohl bei Spielen als auch bei VOIP-Telefonaten keine Probleme entstehen. Wer den Sound des Headsets zu weit aufdreht, der kann das Problem haben, dass der Gegenüber den Ton des Kopfhörers mithören kann – das kommt natürlich gerade dann vor, wenn die durchlässigen Muscheln gewählt werden.