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Auzentech X-Fi Hometheater HD - Was lange währt ...

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Seite 10: Fazit

„Was lange währt …“
Wirklich zustimmen können wir dieser Floskel nicht, denn die Auzentech X-Fi Hometheater HD hat zwar durchaus ihre Sonnenseiten – aber jeder weiß, wo Licht ist, da ist auch Schatten.

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Ein Blick auf die analoge Audiosektion verheißt zunächst Gutes, denn hier kann unser Testkandidat auf der ganzen Linie überzeugen und liegt auf einem Level mit der „kleinen“ Schwester, der X-Fi Forte. Nicht nur die Messwerte belegen durchweg das Ergebnis „Excellent“, auch im subjektiven Klangtest kann die Karte mit einem differenzierten und wuchtigen Klangbild auf der ganzen Linie punkten. Zudem stellt Creatives X-Fi-Chip erneut unter Beweis, dass er noch immer das Maß aller Dinge ist, wenn es um die Gaming-Leistung im Soundsegment geht. Daher ist Auzentechs Karte besonders interessant für alle Anwender, die im Heimkino auch einmal eine Runde spielen möchten.

Wechselt man allerdings zur HDMI-Sektion, verändert sich das Bild, denn hier hat die Karte noch mit zu vielen Einschränkungen zu kämpfen, um wirklich zu überzeugen – so darf die Karte noch nicht mit NVIDIA-Karten kombiniert werden, die keinen nativen HDMI-Output besitzen und auch unter dem weitverbreiteten Windows XP erlauben die Kopierschutzrestirktionen nicht die Ausgabe von HighDef-Sound. Ein zu alter Denon-Receiver darf nach Angaben von Auzentech zudem nicht mit der X-Fi Hometheater HD kombiniert werden. Es zeigt sich also, dass die X-Fi Hometheater noch kein genügsamer Geselle ist, wenn es um die Mitstreiter im Heimkino geht .Allerdings sollte die Schuld hier aber nicht bei Auzentech gesucht werden, sondern viel mehr bei der Filmindustrie, deren aktueller Kopierschutz noch lange nicht ausgereift ist. Findet sich allerdings eine Kombination, die funktioniert – sprich eine ATI-Karte oder ein NVIDIA-Modell mit nativem HDMI - kann unser Testmuster punkten, denn man kommt in den Genuss von High-Definition-Sound.

Ob Auzentechs HDMI-Soundkarte wirtschaftlich allerdings interessant ist, steht auf einem anderen Blatt. Da der Software-Player zusätzlich für rund 60 Euro erworben werden muss, kostet das Gesamtpaket rund 270 Euro. Zum gleichen Preis erhält man beinahe eine neue PS3 Slim, die ebenso in der Lage ist, Bitstream-Signale auszugeben, die Funktionen einer Spielekonsole besitzt und keine weiteren Hardware-Kosten nach sich zieht, die beim Zusammenbau eines HTPCs entstehen. Wirklich interessant ist die Karte aktuell daher nur für Nutzer, die bereits einen HTPC mit einer passenden Grafikkarte besitzen und diesen nun endgültig für das hochauflösende Zeitalter flott machen möchten. Zudem sind HTPC-Fans sicherlich die ein oder andere Bastelei gewohnt.

Es bleibt also zu hoffen, dass es Auzentech gelingt, die Kombinationsschwierigkeiten mit Treiber- und Firmware-Updates in den Griff zu bekommen. Die Krux an der Situation: die Problematik ist nicht einzig auf Auzentechs Soundkarte zurückzuführen, sondern vielmehr auf den von der Industrie durchgesetzten HDCP-Stadard, der auch nach einigen Jahren der konservierten HD-Medien noch immer für zahlreiche Probleme und Kompatibilitäten sorgt.

Positive Aspekte der Auzentech X-Fi Hometheater HD:

  • Hervorragender technischer Aufbau
  • Hervorragender analoger Klang
  • Ausgabe von High-Definition-Soundmaterial (bei der Wahl der richtigen Grafikkarte)
  • Hohe Spieleleistung
  • Guter Treiber

Negative Aspekte der Auzentech X-Fi Hometheater HD

  • Wählerisch bei der Grafikkarte
  • Muss mit PowerDVD 9 kombiniert werden
  • Power DVD nicht im Lieferumfang enthalten
  • Hoher Preis des gesamten Bundles

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