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Auzentech X-Fi Hometheater HD - Was lange währt ...

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Seite 8: HDMI und HDCP (1)

Bereits aus mehreren HTPC-Bauanleitungen und vom ersten Test der ASUS Xonar HDAV wissen wir – ein Setup mit einer funktionierenden HDCP-Kette aufzubauen ist nicht immer ein Kinderspiel und kann auch so manch erfahrenem Hardware-Tester den letzten Nerv rauben. Entsprechend gespannt gingen wir an unseren Heimkino-Praxistest mit der X-Fi HTHD heran – wird alles klappen und zahlt sich die enorm lange Entwicklungszeit aus?

Die Sache mit der Software:

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Aktuell haben HTPC-Nutzer das Problem, dass sie sich aufgrund des Protected Audio Path mit dem Kauf einer Soundkarte auf eine entsprechende Abspielsoftware festlegen. Im Falle von ASUS ist das TotalMediaTheater von Arcsoft, Auzentech hat sich dazu entschieden mit Cyberlink zu kooperieren und entsprechend das bekannte PowerDVD in der Version 9 zu unterstützen. Anders als ASUS legt Auzentech die Software aber nicht im Bundle bei, sodass diese zusätzlich bezogen werden muss.  Da zur Wiedergabe von Blu-ray-Discs jedoch die teure Ultra-Version genutzt werden muss, macht dies die X-Fi Hometheater HD nominell noch einmal rund 60 Euro teurer, was natürlich eine ganze Menge ist.

In unseren Praxistests konnte PowerDVD 9 Ultra durchaus gefallen, hatte aber auch seine Schwachstellen. Zwar besitzt das Programm einen großen Funktionsumfang und eine gute Bedienung, allerdings konnten wir das Programm nicht immer dazu überreden, uns unkomprimierten Sound über den HDMI-Port auszugeben. In der Regel konnte dieses Problem gelöst werden, indem wir zunächst ein anderes Ausgabe-Format wählten und im Anschluss die unkomprimierte Ausgabe von HD-Sound aktivierten. Jedes mal gelang dies aber nicht. Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Probleme an der Abspielsoftware und nicht an der Auzentech-Karte liegen.

Einschränkungen gibt es auch bei der Wahl des Betriebssystems. Während wir bei Windows Vista und Windows 7 bei PowerDVD HDMI als Tonoutput auswählen konnten, war dies beim etwas in die Jahre gekommenen Windows XP nicht möglich. Da aber viele HTPCs noch immer auf dem ressourcenschonenden Betriebssystem aufsetzen, kann hier mit weiteren Einschränkungen gerechnet werden. Mithilfe einiger Bastelarbeit und dem Schmökern in diversen Internetforen soll sich dieses Problem jedoch beheben lassen – „out of the box“ geht es aber nicht, was jedoch am genau genommen "veralteten" Betriebssystem liegt.

Die Wahl der richtigen Komponenten:

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Mit einem HDCP-Workflow ist das so eine Sache – ein Treiber, eine falsche Komponente, ab und an sogar nur ein einziges falsches Kabel und schon liegt die ganze Kette brach. Um Probleme ausschließen zu können, haben wir uns zunächst dazu entschlossen, auf eine erprobte HDCP-Kette, bestehend aus einer GeForce 8800 GTX, einem Denon AVR-2310 und einem ASUS VW222H zu setzen.

Nach der Installation der Karte verkabelten wir unser Setup korrekt und gingen vom DVI-Anschluss der Grafikkarte mittels eines Adapter-Kabels in den HDMI-Eingang der Soundkarte, von deren HDMI-Ausgang in einen HDMI-Eingang unseres Receivers und von dort wieder an unseren Monitor – man sieht: kommt es zu Störungen, bedeutet dies einiges an Bastelarbeit im Ausschluss. Unsere Hoffnungen, bereits von Anbeginn an mit einem funktionierenden Workflow arbeiten zu können zerschlugen sich bereits nach den ersten Sekunden mit dem Erscheinen eines Feldes, das uns einen HDCP-Error belegte. Nach zahlreichen Umbauarbeiten stellte sich unsere Auzentech-Karte als vermeintlicher Störenfried heraus.

Durch Rücksprache mit dem deutschen Distributor konnten wir das Problem jedoch auf die Grafikkarte zurückführen. Noch arbeitet die X-Fi HTHD nicht mit NVIDIA-Grafikkarten zusammen, wenn das Bildsignal über den DVI-Ausgang ausgegeben wird. Verfügen die Karten jedoch über einen nativen HDMI-Output, soll die HDCP-Kette arbeiten. Auch mit einer ATI-Karte soll die Auzentech X-Fi HTHD problemlos zusammenarbeiten. Getestet haben wir diese Theorie mit einer Radeon HD-4890 sowie MSIs GeForce GTX275 Lightning – Probleme gab es mit diesen beiden Karten keine. Wer also über eine ATI-Karte respektive ein NVIDIA-Modell mit HDMI-Ausgang verfügt, kommt ohne Probleme in den Genuss von High-Defintion-Audio, wer jedoch eine GeForce besitzt, die lediglich DVI-Ports aufweist, schaut noch in die Röhre – oder eben einen schwarzen LCD-TV.