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Display FAQ - Alles was man zu Monitoren wissen muss

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Seite 4: Alles rund um die Darstellung

In Kooperation mit LG

Die richtige Diagonale finden

War über einen langen Zeitraum bei 24 Zoll Schluss, gibt es heute auch deutlich größere Monitore.

Wichtig ist es vor dem Kauf eines Monitors, den Gesamtbezug herzustellen. Hier die wichtigsten Fragen:

  • Wo soll das Display aufgestellt werden?
  • Was soll mit dem Display gemacht werden (siehe Seite 2)
  • Welches Budget ist vorhanden
  • Wie lange soll das Display betrieben werden

Natürlich ist ein großer Monitor zunächst einmal beeindruckend und macht auf dem Schreibtisch nicht nur einiges her, auch objektiv betrachtet spricht zunächst einmal viel für einen großen Monitor. Riesige Monitore bieten eine größere Bildfeldabdeckung, was bei Spielen oder der Multimedia-Wiedergabe zu einer besseren Immersion führt. Wer hingegen in erster Linie Office-Arbeiten erledigt, den kann ein zu großes Display womöglich sogar stören, nicht selten wird dann angeführt, dass der Kopf bewegt werden muss, um alles sehen zu können. In diesem Segment stehen aber besonders breite Geräte zusehends im Fokus, um ein Multi-Monitor-Setup zu ersetzen, beispielsweise der 29 Zoll große LG UB67-B

Anwender, die heute auf der Suche nach einem neuen Monitor sind, sollten heute nur noch in Sonderfällen, beispielsweise bei einem sehr kleinen Sitzabstand zu Geräten mit einer kleineren Diagonale als 24-Zoll greifen. In den letzten Jahren hat sich das frühere High-End-Format als Mainstream etabliert und auch 27-Zöller bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Darüber haben sich zuletzt deutlich größere Displays angesiedelt, denn sowohl 34 als auch 35 Zoll sind in der Zwischenzeit nicht länger allzu exotischen Größen auf den Schreibtischen. Gerade dann sollte aber darauf geachtet werden, dass der Sitzabstand nicht allzu klein ist und der Schreibtisch genügend Platz bietet. Noch 2016 werden auch 38-Zoll-Monitore auf den Markt kommen.

Das Wachstum erfolgt in die Breite

Zusammen mit der Vergrößerung der Diagonalen ist aber auch zu einer Verschiebung bei den Seitenverhältnissen gekommen. Auf die längst vergessenden 4:3-Monitore folgten in vielen Bereichen 16:10-Displays. Dieses Seitenverhältnis ist noch nicht gänzlich verschwunden, gerade im Consumer-Umfeld bis zu einer Diagonale von 27 Zoll konnte sich aus Kostengründen aber das 16:9-Format durchsetzen. Wächst die Diagonale weiter, geht das Display mit 21:9 noch stärker in die Breite, was erneut mit dem menschlichen Sichtfeld zu tun hat. 29-Zöller wie der LG 29UM58 sind die kleineren Modelle der Widescreen-Fraktion und könnten vereinfacht gesagt als breite 24-Zoll-Displays angesehen werden, während 34-Zöller, wie der LG 34UC98-W an 27er angelehnt sind – wenn jeweils die Display-Höhe als Bezugspunkt gewertet wird. Entsprechende Superbreitwand-Monitore sind natürlich prädestiniert für Film- und Game-Fans, können aber noch einen ganz anderen Vorteil bieten: Wer früher zwei Monitore nebeneinander genutzt hat, kann nun mit einem Monitor auskommen und gleichzeitig auf die störenden Ränder in der Mitte verzichten.

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Das 21:9-Format erfreut sich gerade bei großen Monitoren einer immer größeren Beliebtheit und sorgt für eine gute Sichtfeldabdeckung.

Neben der Diagonale ist die Auflösung natürlich die zweite entscheidende Größe eines jeden Monitors. Gerade im Bereich von Smartphones und Tablets ist innerhalb von kurzer Zeit ein regelrechtes Wettrennen um die Pixeldichte (Pixel pro Inch / PPI) entstanden und es wird sogar die 4K-Auflösung auf ein Display mit 5,5 Zoll gebannt. Da die kleinen Displays von Smartphones mit einem kürzeren Betrachtungsabstand genutzt werden, ist es sinnvoll, dass mobile Geräte vergleichsweise hohe PPI-Werte bieten. Als Faustregel gilt, dass das menschliche Auge bei 300 PPI limitiert, weshalb sich dies auch als Standard im Druck entwickelt hat.

Steht der Monitor nun aber ein gutes Stück weiter vom Anwender entfernt, kann dieser einzelne Pixel natürlich deutlich schlechter erkennen, die Auflösung muss also nicht ganz so hoch ausfallen. Der LG 31MU97Z-B beispielsweise bietet 149 ppi, was aktuell ein Spitzenwert ist und zu einer gestochen scharfen Auflösung führt.

Prinzipiell gilt: Wer im Größenbereich von 24-Zoll einkaufen möchte, der fährt mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten gut, 27-Zöller sollten mindestens 2.560 x 1.440 Bildpunkte aufweisen. Bei Geräten mit 34-Zoll haben sich 3.440 x 1.440 Bildpunkte etabliert. Etwas mit Vorsicht zu genießen sind 35-Zoll-Panels, die mit 2.560 x 1.080 Bildpunkten auflösen. Das führt einerseits zu einer recht niedrigen Bildschärfe, andererseits zu wenig Platz auf dem Desktop. Es wird physikalisch nicht mehr dargestellt als auf 27-Zoll-Monitoren.

Deutlich über den bislang genannten Auflösungen liegen die noch recht jungen Auflösungen 4K und 5K, erstere bietet die vierfache Pixel-Anzahl von FullHD, letzteres vervierfacht die Pixel von WQHD. Während sich 4K zuletzt immer weiter durchsetzen konnte, ist 5K noch immer ein absoluter Exot. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass entsprechende Panels noch immer aus zwei zusammengesetzten kleineren Panels bestehen, sondern auch mit der Ansteuerung. Erst mit der durchgehenden Verbreitung von DisplayPort 1.3/1.4 wird es möglich sein, entsprechende Monitore mit nur noch einem Kabel zu versorgen. Durch die größeren Auflösungen wird eine erheblich gesteigerte Bildschärfe geboten, gleichzeitig aber auch die Grafikkarte deutlich stärker belastet. Während der erstere Aspekt gerade für Fotofans durchaus relevant ist, kann letzterer für Gamer zu einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor werden, denn die Grafikkarte muss deutlich häufiger getauscht werden.

Auch das Betriebssystem muss seinen Beitrag leisten

Im Zusammenhang mit den weiter steigenden Auflösungen rückt ein anderer Aspekt in den Mittelpunkt: Die Skalierung des Betriebssystems. Während die über viele Jahre etablierten Auflösungen erfahrungsgemäß eine für den Betrachter angenehme Darstellungsgröße bieten, kann es bei deutlich höheren Auflösungen dazu kommen, dass zwar mehr Platz auf dem Desktop geboten wird, gleichzeitig die Augen aber deutlich stärker beansprucht werden, was mit der Zeit unangenehm wird. Ist letzteres der Fall, muss über eine Skalierung nachgedacht werden. Am besten funktioniert das bei einer einfachen Vervierfachung der Pixel. Soll ein 4K-Display nicht mehr darstellen, als sein FullHD-Pendant, können jedem „FullHD-Pixel“ vier Pixel (zwei in der Breite, zwei in der Höhe) auf dem 4K-Display zugeordnet werden. Da es hier zu einer glatten Umrechnung kommt, ist die Skalierung entsprechend einfach und führt zu einer gestochen scharfen Darstellung.

win10 skalierung
Windows 10 bietet zahlreiche Skalierung-Funktionen

Anders sieht es aus, wenn Zwischenwerte gewählt werden sollen, wenn also beispielsweise die native 4K-Auflösung als zu klein empfunden wird, die geviertelte Auflösung aber als zu grob. Dann können die Pixel nicht länger sauber zugeordnet werden, was zu einer verwaschen wirkenden Darstellung führen kann. Wie gut ein Monitor skaliert, hängt neben dem Panel in erster Linie vom verbauten Scaler ab.

Soll eine Skalierung genutzt werden, kommt aber noch eine andere Komponente zum Tragen: Das Betriebssystem. Je nach Güte der Implementierung kann es zu erheblichen Störnissen im Alltag kommen, beispielsweise dann, wenn wieder einmal ein Menü oder ein kleines Pop-up-Fenster nicht skaliert wird, sondern mit der nativen Auflösung dargestellt wird. Bei Microsoft klappt dies erst seit Windows 10 zufriedenstellend, während Apples MacOS X an dieser Stelle erfahrungsgemäß weniger Probleme hat.

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