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Dell P2714T im Test

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Seite 4: Bildqualität: Subjektive Einschätzung und Messergebnisse

In die Bewertung der Bildqualität des Dell P2714T möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige Messwerte einfließen lassen.

Subjektive Einschätzung

In den Standardeinstellungen liefert der P2714T ein solides Bild, das mit dem bloßen Auge nicht sonderlich von dem anderer IPS-Monitore abweicht. Nach genauerem Hinsehen fällt jedoch die etwas ungleichmäßige Ausleuchtung auf, wobei vor allem die Ränder etwas dunkler ausfallen. Die Full-HD-Auflösung reicht unserer Auffassung nach für einen 27 Zoll großen Multimedia-Monitor aus. Nicht selten hört man jedoch, dass sich einige Nutzer bei Monitoren dieser Größenordnung etwas mehr Pixel wünschen. Letztlich ist die Frage, wieviele Pixel benötigt werden, aber Sache des Einsatzgebietes. Im professionelleren Segment sind mehr als 1920 x 1080 Bildpunkte sicher von Vorteil, während man im Multimedia-Bereich meist mit Full-HD bereits gut bedient ist.

Der Touchscreen reagiert auf die Eingaben prompt. Die Zehn-Punkt-Unterstützung ermöglicht das Benutzen aller zehn Finger gleichzeitig, was insbesondere beim schnellen Tippen auf der Bildschirmtastatur von Vorteil ist. Die Multitouch-Gesten, die Dell integriert, gestalten die Bedienung sehr einfach und ermöglichen so das schnelle Navigieren durch Inhalte.

MultiTouch-Gesten des P2714T

Messergebnisse

Die nachfolgenden Messergebnisse wurden mit der X-Rite-Software „i1 Profiler" und dem Kolorimeter „i1 Display Pro" gewonnen. Alle Messungen wurden im sRGB-Bildmodus nach erfolgter Kalibrierung durchgeführt.

Helligkeit und Ausleuchtung:

In den Spezifikationen zum P2714T gibt Dell eine maximale Leuchtdichte von 270 cd/m² an. Wie unsere Feldmessung zeigte, erreicht unser Testsample in der Bildschirmmitte sogar 275 cd/m². Deutlich schlechter als um die maximale Helligkeit steht es aber um die Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung. So schwanken die von uns gemessenen Helligkeitswerte in den neun Feldern stark, sodass teilweise eine Helligkeitsdifferenz von bis zu -66 cd/m² vorliegt. Dass das Bild zum Rand hin immer dunkler wird, kann man bereits mit bloßem Auge erkennen. Das untenstehende Diagramm zur Feldmessung bei 100 Prozent Helligkeit zeigt diesen Umstand sehr deutlich.

Schraubt man die Helligkeit im OSD auf 50 Prozent herunter, so beträgt die Helligkeit in der Bildmitte noch gute 124 cd/m². Die Helligkeitsschwankungen befinden sich hier in einem Bereich von bis zu -28 cd/m² gegenüber dem Referenzwert im mittleren Feld. Bei einer Helligkeitseinstellung von null Prozent im OSD liegt die Leuchtdichte im mittleren Messfeld bei 35 cd/m², sodass die Helligkeit für das Arbeiten in abgedunkelten Räumen ausreichend reduziert werden kann.

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 100 Prozent

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 50 Prozent

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 0 Prozent

3D-Ansicht: Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung

Im Vergleich: Maximale Leuchtdichte

Weißpunkt und Kontrast:

Im Idealfall sollte der Weißpunkt bei einer Farbtemperatur von 6500 Kelvin liegen. Unser Testsample verfehlte diesen Wert um knapp 100 Kelvin, was jedoch nicht allzu tragisch ist. Weniger gut gefallen hat uns stattdessen erneut die Gleichförmigkeit. So ist die Farbtemperatur im rechten Drittel des Panels deutlich zu hoch, sodass hier sogar Werte von 7366 Kelvin erreicht werden. Das 3D-Diagramm zeigt diese Ungleichmäßigkeit sehr gut.

Feldmessung: Weißpunkt

3D-Ansicht: Weißpunkt - Angaben in Kelvin

Im Vergleich: Weißpunkt - Angaben in Kelvin

Kritik gibt es auch beim Kontrast zu üben. Während Dell von einem Kontrastverhältnis von 1.000:1 spricht, konnten wir nur ein Verhältnis von 388:1 messen, was deutlich zu gering ist.

Im Vergleich: Kontrast - Angaben in x:1

Farbreproduktion:

Das IPS-Panel des P2714T leistet bei der Farbreproduktion ganze Arbeit. Maximale Farbdifferenzen von 1,653 dE machen den 27-Zöller zu einem guten Bildschirm für (semi-)professionelle Anwender, die Bildmaterial farbneutral bearbeiten möchten. Andere von uns getestete Monitor, die explizit für den Profi-Einsatz konzipiert wurden, wiesen hier schon schlechtere Ergebnisse auf.

Farbreproduktion - Angaben in dE (weniger ist besser)

Inputlag:

Der Inputlag beschreibt die Zeitspanne zwischen der Ausgabe des Bildsignals am Computer und der Darstellung am Monitor. Fällt diese Zeitspanne zu lange aus, so kann es in schnellen Gefechten während eines Games zu störenden Verzögerungen kommen. Mit dem Dell P2714T sind Gamer gegen diese Gefahr jedoch gewappnet. So benötigt der Monitor rund zehn Millisekunden für die Verrechnung des Bildsignals und die Ausgabe des Bildes, was etwas über dem Durchschnitt für Monitore dieser Art liegt. Zu beachten ist, dass es sich bei diesem Wert lediglich um einen groben Richtwert handelt, da die uns zur Verfügung stehenden Messmethoden keine absolute Genauigkeit liefern können.

Inputlag - Angaben in Millisekunden

Stromverbrauch:

Bei der Messung des Stromverbrauches entpuppte sich der P2714T als wahrer Energiesparer. Bei einer Helligkeit von 150 cd/m² verbraucht der Monitor gerade einmal 18,9 Watt, was in Anbetracht der 27 Zoll großen Bilddiagonale ein gutes Ergebnis ist. Rechnet man diesen Wert auf den Verbrauch pro Quadratzoll herunter, so erhält man 0,061 Watt – zusammen mit dem Verbrauch des Samsung S27C750P-LED (ebenfalls 27 Zoll) das bisher beste Ergebnis, das wir bei den von uns getesteten Monitoren feststellen konnten.

Gesamtstromverbrauch - Angaben in Watt

Stromverbrauch pro Quadratzoll - Angaben in Watt

 

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 04.12.2013

Matrose
Beiträge: 8
Mal wieder ein Review zum Sonntag- Klasse Sache Jungs !
Einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich allerdings, gerade wenn es um Monitore geht:
Einen PWM Test.
Das Flackern von TFT Monitoren ist eine Zumutung und eigentlich auch nicht mehr zeitgemäß!
#2
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6777
Solange, bist du eine einfachere und kostengünstigere Möglichkeit gefunden hast, die Helligkeit von LED zu steueren, wird das wohl zeitgemäß bleiben ;)
#3
Registriert seit: 04.12.2013

Matrose
Beiträge: 8
Ich bin absolut kein Freund von Verschwörungstheorien, bitte nicht falsch verstehen.
Aber ich kann mir nicht vorstellen dass eine flimmerfreie Lösung so viel teurer ist, dass es sich den Kunden nicht vermitteln ließe.
Es gibt ja Monitore in fast allen Preisklassen die flimmerfrei sind und auch einige Neuerscheinungen im höheren Preissegment, die immernoch auf PWM setzen.
Außerdem wollte ich vielmehr darauf hinweisen, dass Monitor Testberichte einen solchen Check beinhalten sollten und nicht primär auf die Hersteller schimpfen.
#4
Registriert seit: 29.10.2005

Obergefreiter
Beiträge: 112
Ich glaube das Problem mit der Flimmerfreiheit ist, dass wenn man einen Kondensator einbaut,man nachher nicht mehr so schnell die Helligkeit verändern kann. Das wird doch gerne gemacht um fiktiv den Kontrast zu erhöhen. Darum stehen ja dann bei vielen TN-Panel solche Werte wie 5 millionen zu 1.
Also müsste man die Schaltrate des PWMs erhöhen. Dann könnte es aber wieder unangenehme Geräusche geben, da EMV vielleicht ins USB Kabel einstreut und dann die Onboard Soundkarte komische Geräusche ausgibt.
Und natürlich der Hauptgrund: Der Preis. 5 Cent mehr ist beim Preiskampf schon ne Hausnummer ...
#5
Registriert seit: 04.12.2013

Matrose
Beiträge: 8
ok, liest sich so als wärst du vom Fach.
Für mich als Endverbraucher erstaunlich dass das technisch offenbar so schwierig ist die Helligkeit zu regulieren.
Ich finde es aber eigentlich auch nicht schlimm dass es solche niederfrequenten PWM Modelle gibt, nur wird den potentiellen Kunden ja immer suggeriert, es gäbe eine breite Palette an verschiedensten Monitoren für jeden Geschmack. Und dann haben die meisten der Dinger am Ende doch wieder 240Hz.
Was ich mir einfach wünsche ist, dass man da mit offenen Karten spielt und das ganze z.B. im Datenblatt auftaucht.
Was wird nicht alles an Geld und Zeit investiert um in kürzester Zeit beispielsweise die Auflösung mal wieder zu erhöhen.
Von FullHD auf 4K bei einem 24 Zoll Monitor!
Aber die Dinger augenfreundlich zu machen ist nicht drin ?
Heutzutage spricht man ja sogar (Achtung, kleiner Seitenhieb) von einer "familienfreundlichen Bundeswehr" :mad:
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