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Dell E2014T im Test

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Seite 4: Bildqualität: Subjektive Einschätzung und Messergebnisse

In die Bewertung der Bildqualität des Dell E2014T möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige Messwerte einfließen lassen.

Subjektive Einschätzung

In Zeiten, in denen Bildschirme mit Diagonalen mit 27 oder sogar 32 Zoll keine Seltenheit mehr auf dem heimischen Schreibtisch darstellen, gehen Monitore wie der E2014T mit seinem 19,5-Zoll-Panel nahezu unter. Umso ungewöhnlicher ist es, ein solch kleines Bild geboten zu bekommen. Doch gerade das kleine Bild ist es, das die einhändige Bedienung des Touchscreens sehr einfach gestaltet. So sind die Wege, die es von einem Bedienelement zum nächsten zur überwinden gilt, sehr klein. Wer trotz fehlender Zehn-Punkt-Unterstützung mit beiden Händen gleichzeitig Eingaben tätigen möchte (wie es im Betrieb ohne Maus und Tastatur üblich ist), wird jedoch schnell feststellen, dass die Eingabefläche nicht ausreicht.

Die Bildqualität macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Die Farben wirken knackig und das Bild wirkt scharf dargestellt. Auffällig ist jedoch ein kleiner Farbverlauf von unten nach oben, der für preisgünstige Bildschirme mit TN-Panel aber üblich ist. Einzelne Pixel lassen sich bei der Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten und der Diagonalen von 19,5 Zoll aus einem normalen Sitzabstand von rund 70 Zentimetern nicht erkennen. Der Touchscreen, der direkt nach dem Anstecken des USB-Kabels an einen Windows-8-Rechner in Betrieb genommen werden kann, reagiert prompt und lässt eine präzise Steuerung zu.

Messergebnisse

Die nachfolgenden Messergebnisse wurden mit der X-Rite-Software „i1 Profiler" und dem Kolorimeter „i1 Display Pro" gewonnen. Alle Messungen wurden im sRGB-Bildmodus nach erfolgter Kalibrierung durchgeführt.

Helligkeit und Ausleuchtung:

In den Spezifikationen zum E2015T gibt Dell eine maximale Leuchtdichte von 225 cd/m² an. Leider verfehlte unser Testsample diese Angabe um knappe 20 cd/m², sodass die ohnehin schon dunkle Hintergrundbeleuchtung in der Praxis noch weniger lichtstark ist. Leichte Lichthöfe, die wir allerdings noch nicht mit dem bloßen Auge erkennen konnten, bilden sich in der oberen und unteren Ecke am rechten Bildrand. Dort weicht die Leuchtdichte um 36 bzw. 33 cd/m² von dem Referenzwert in der Mitte ab und überschreitet unseren Toleranzbereich von 30 cd/m² daher nur geringfügig. Reguliert man die Helligkeit im OSD auf 50 Prozent herunter, so erreicht die Hintergrundbeleuchtung in der Bildmitte von 123 cd/m². Nutzer, die es bevorzugen, in dunklen Räumen die Helligkeit auf 0 Prozent herunter zu regeln, erreichen mit dem E2014T bei dieser Einstellung noch eine Leuchtdichte von 28 cd/m² in der Panelmitte.

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 100 Prozent

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 50 Prozent

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 0 Prozent

3D-Ansicht: Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung

Im Vergleich: Maximale Leuchtdichte


Weißpunkt und Kontrast:

Idealerweise sollte der Weißpunkt eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin betragen. Der E2014T lag mit knapp 7062 Kelvin in der Bildmitte deutlich darüber. Und nicht nur die Tatsache, dass der Weißpunkt deutlich zu kühl gewählt wurde, gibt Anlass zur Kritik. So zeigte unsere Feldmessung, dass die Farbtemperatur des Weißpunktes insbesondere am linken Rand deutlich abweicht. Um bis zu 415 Kelvin sinkt dort die Temperatur im Vergleich zum Referenzwert in der Bildmitte. Die 3D-Ansicht verdeutlich diesen Umstand grafisch.

Feldmessung: Weißpunkt

3D-Ansicht: Weißpunkt - Angaben in Kelvin

Im Vergleich: Weißpunkt - Angaben in Kelvin

Umso erfreulicher fiel jedoch die Messung des Kontrastverhältnisses aus. So erreichte der TN-Monitor hier das in den Spezifikationen vorgegebene Verhältnis von 1000:1 nahezu exakt.

Im Vergleich: Kontrast - Angaben in x:1


Farbreproduktion:

Obwohl der E2014T lediglich über ein TN-Panel verfügt, werden die Farben sehr natürlich dargestellt. So sind maximale Farbabweichungen von 3,935 dE (Color 07) in dieser Preiskategorie keine Selbstverständlichkeit. Professionelle Bildbearbeiter sollten aber dennoch Ausschau nach einem deutlich blickwinkelstabileren und weniger von Farbverläufen geprägten IPS-Panel Ausschau halten. In beiden Aspekten besitzt nämlich auch der E2014T die für einen TN-Monitor üblichen Schwächen.

Farbreproduktion - Angaben in dE (weniger ist besser)


Inputlag:

Aufgrund ihrer geringen Reaktionszeit werden TN-Monitore immer wieder von Spielern bevorzugt. Dell gibt an, dass der E2014T über eine Redaktionszeit von lediglich zwei Millisekunden verfüge, sodass wahrnehmbare Schlieren in hitzigen Gefechten nicht auftreten sollen. Unsere Messung des Inputlags hat ergeben, dass die Zeitspanne zwischen Signalausgabe am Computer und der eigentlichen Bilddarstellung am Computer rund sechs Millisekunden umfasst. Im Vergleich mit anderen Modellen siedelt sich dieses Ergebnis im guten Durchschnitt an. Zu beachten ist jedoch, dass es sich bei dieser Angaben lediglich um einen Richtwert handelt, da unsere Messapparaturen keine hundertprozentig genaue Messung ermöglichen.

Inputlag - Angaben in Millisekunden


Stromverbrauch:

Dank seiner geringen Größe zieht der 19,5-Zöller nur 12,4 Watt aus der Steckdose. Umgerechnet auf den Verbrauch pro Quadratzoll wird jedoch schnell deutlich, dass dies kein überragend gutes Ergebnis ist. So verbraucht der Monitor pro Quadratzoll rund 0,08 Watt, was nur durchschnittlich ist. Zur Senkung des Stromverbrauches beitragen können jedoch die zahlreichen Energiesparoptionen, die dem Nutzer im OSD zur Verfügung stehen.

Gesamtstromverbrauch - Angaben in Watt

Stromverbrauch pro Quadratzoll - Angaben in Watt

 

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Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar130775_1.gif
Registriert seit: 06.03.2010
Stuttgart
Leutnant zur See
Beiträge: 1148
Ich denke, dass der Preis nicht der maßgebliche Faktor für die Verbreitung im Desktop Markt ist. Vielmehr ist es unpraktisch, da die Bedienung langsamer und umständlicher ist als mit Maus & Tastatur, zudem stören die Fettflecken.
#2
Registriert seit: 06.06.2006
Österreich
Oberbootsmann
Beiträge: 786
Mir fehlt im privaten Rahmen der Einsatzort dafür?

Ich kauf mir doch keinen Touchscreen für den Schreibtisch, damit ich dann 1. unergonomisch und 2. ungemütlich mit den Fingern am Display herumfummeln kann. Geht doch mit Maus und Tastatur bedeutend schneller.
Finde das auch bei normalen Notebooks nicht sinnvoll.

Die Fettflecken kommen dann noch dazu...

Edit: Und der Rahmen ist ja auch mal der Hammer... und dann noch dieser "tote" Glas/Kunststoffbereich. Sieht nicht wirklich zeitgemäß aus.
#3
Registriert seit: 13.07.2011

Matrose
Beiträge: 25
durch die Neigung kann man wohl davon ausgehen, dass der Monitor eher für Kassen, Informationsstände oder zur Steuerung ausgelegt ist, wo keine Mause und Tastatur erwünscht ist. Natürlich braucht kaum jemand das zuhause oder im Büro.

Touch soll doch maus und Tastatur ersetzen nicht ergänzen
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