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Samsung S24C770T-LED im Test

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Seite 6: Fazit, Pro & Contra, Alternativen

Der Samsung S24C770T-LED liefert insgesamt ein rundes Gesamtbild ab, das nicht darauf deuten lässt, dass es sich hier um ein Gerät handelt, das noch in den Kinderschuhen steckt. Stattdessen wirkt die integrierte Technik ausgereift und zuverlässig, was den ersten durchaus positiven Eindruck, den der 24-Zöller auf uns machte, im Laufe des Tests weiter bestärkte. Einige Punkte, an denen Samsung nachbessern sollte, gibt es aber dennoch zu nennen.



Auf den ersten Blick überzeugt der Samsung S24C770T-LED vor allem durch sein ansprechendes Äußeres, das von klaren Linien und einigen Chrom-Akzenten dominiert wird. Das Gehäuse weist zudem eine hohe Verarbeitungsqualität auf und macht so einen wertigen Eindruck. Der Standfuß, der das Neigen um bis zu 55 Grad zulässt, wirkt nicht zu wuchtig, erfüllt seinen Zweck aber dennoch hervorragend. Störend machte sich in unserem Test lediglich die stark spiegelnde Oberfläche auf der Front bemerkbar, die neben zahlreichen Fingerabdrücken auch starke Lichtreflexionen hervorruft. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass es sich hierbei um einen Touch-Monitor handelt, wäre uns eine Oberfläche, die weniger anfällig für Fingerabdrücke ist, deutlich lieber gewesen. Der Touchscreen selbst funktionierte jedoch stets hervorragend und ermöglichte so eine angenehme Bedienung. Das MVA-Panel, das Samsung in den 24-Zöller integriert, weist eine hohe Farbneutralität und Kontrastrate auf – lediglich die Tatsache, dass die etwas zu dunkle Hintergrundbeleuchtung nicht gleichmäßig ausleuchtet, stört den positiven Eindruck, den wir von der Bilddarstellung gewonnen haben. Auch der relativ lange Inputlag sowie der zu hohe Stromverbrauch trüben den Gesamteindruck weiter. Für einen Preis von stolzen 570 Euro besteht in diesen Punkten sicherlich noch Nachbesserungsbedarf.

Die Frage, ob die Hersteller immer mehr Anwender für einen Touchscreen auf dem heimischen Schreibtisch begeistern können, ist alles andere als einfach zu beantworten. So kommen aktuelle Touchscreen-Geräte wie Smartphones und Tablets vor allem für alle jene in Frage, die Inhalte ‚konsumieren' wollen, statt wirklich produktiv aktiv zu werden. Geht es demnach an das Tippen längerer Texte, greifen die meisten wohl immer noch zur klassischen Kombination aus Maus und Tastatur. Ähnlich verhält sich dies auch bei Kombigeräten wie dem Lenovo IdeaPad Yoga 2 Pro, das wir vor kurzem in unserer Redaktion testeten (Lenovo IdeaPad Yoga 2 Pro im Test) . Demnach klappen Nutzer eines solchen Gerätes spätestens dann die Tastatur aus, wenn eine längere E-Mail oder ein Dokument angerfertigt werden muss. Ähnlich wird sich dies auch beim heimischen Desktop-PC verhalten. Trotz der recht großen Bildschirmtastatur werden zahlreiche Nutzer immer wieder auf die klassische Tastatur zurückgreifen und die Toucheingabe demnach als ‚Ergänzung' – um nicht zu sagen als ‚Nice-To-Have'-Feature – ansehen. Fraglich bleibt, inwiefern dieses ‚Nice-To-Have'-Feature tatsächlich als Kaufargument fungieren kann.

 

Poistive Eigenschaften des Samsung S24C770T-LED:

  • elegantes Gehäuse mit guter Verarbeitung
  • stabiler Standfuß mit Neigung von fünf bis 55 Grad
  • 2x HDMI-Anschluss
  • reaktionsschneller Touchscreen mit Zehn-Finger-Support
  • exakter Weißpunkt, gutes Kontrastverhältnis und hohe Farbneutralität


Negative Eigenschaften des Samsung S24C770T-LED:

  • spiegelnde Oberfläche sorgt für Reflexionen
  • geringe Helligkeit und mangelnde Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung
  • langer Inputlag
  • hoher Stromverbrauch

Alternativen:

Neben Samsung bieten noch einige weitere Hersteller Touch-Monitore an, die sich preislich in einem ähnlichen Segment ansiedeln. Mit dem Dell E2014T (20 Zoll) und dem P2714T (27 Zoll) haben wir in wenigen Wochen zwei Bildschirme mit Touchscreen im Test, die teilweise sogar noch günstiger als der Samsung S24C770T-LED sind. So kommt der E2014T gerade einmal auf einen Preis von knapp 200 Euro und der P2714T trotz größerer Bilddiagonale auf vergleichbare 563 Euro. Insbesondere letzteres Modell, das allerdings nur über ein IPS- statt MVA-Panel verfügt, könnte ein echter Konkurrent für den 24-Zöller von Samsung sein. Genaueres über die Qualität der beiden Touch-Bildschirme werden unsere Tests aber erst noch zeigen müssen.