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Test: ViewSonic VP2770-LED - Gemacht für Profis

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Seite 5: Fazit

Der VP2770-LED wird von ViewSonic als Monitor für das professionelle Segment vertrieben. Wie sich in unserem Test bestätigte, deckt der Bildschirm auch nahezu alle wesentlichen Merkmale eines Profi-Gerätes ab. Allerdings zeichneten sich auch einige Schwächen ab, die im Folgenden noch einmal zusammen mit den positiven Aspekten übersichtlich aufgelistet sind.

ViewSonic spricht für den VP2770-LED eine unverbindliche Preisempfehlung von 749 Euro aus. Für diesen Preis erhalten Kunden einen 27-Zöller mit WQHD-Auflösung (2560 x 1440 Bildpunkte), der mit einem 10-Bit-IPS-Panel aufwartet. Dieses zeichnet sich verantwortlich für einen Blickwinkel von 178 Grad sowie der Darstellung von 1,07 Milliarden Farben. Zusätzlich integriert ViewSonic in den VP2770-LED aber noch einige weitere Features, die beim Arbeiten mit dem Bildschirm von hoher Bedeutung sind. Insbesondere das umfassende Portfolio an Einstellungsmöglichkeiten für eine gute Ergonomie am Arbeitsplatz sollten Nutzer, die mehrere Stunden am Tag vor dem Bildschirm verbringen, schnell schätzen lernen.

Aber auch die USB-Ports an der Unterseite sowie der rechten Außenseite ersparen den ein oder anderen Griff unter den Schreibtisch, um entsprechende USB-Geräte mit dem Computer zu verbinden. Erfreulich ist dabei vor allem der Einsatz von USB 3.0, sodass auch von schnellen Speichermedien Gebrauch gemacht werden kann. Das Anschluss-Sortiment für die Bildübertragung vom PC zum Monitor gestaltet sich erfreulich umfangreich. Neben HDMI, DVI und DisplayPort findet sich für ältere Systeme auch ein VGA-Port.

Im Thema Bildqualität konnte der ViewSonic VP2770-LED in unserem Test ebenfalls für Überzeugung sorgen. So erreichte unser Testsample die in den Spezifikationen angegebene Leuchtdichte von 300 cd/m² ohne weiteres und konnte diese über die gesamte Bildschirmfläche ohne gravierende Schwankungen halten. Ebenfalls gefiel uns die Farbwiedergabe des Monitors. Mit Farbabweichungen in einem Bereich von 0,319 dE bis 2,561 dE kann ein neutrales Bild nahezu ohne Zweifel garantiert werden. Lediglich bei Cyan hat unsere Testsoftware angeschlagen und eine Farbdifferenz von 8,286 dE gemessen. Etwas enttäuschend erscheint uns jedoch die Tatsache, dass ViewSonic keine 6-Achsen-Farbkontrolle für den High-End-Monitor vorsieht. Diese dürften insbesondere Profi-Anwender vermissen, die selbst Hand an die Farbdarstellung des Monitors anlegen möchten.

Positive Aspekte des ViewSonic VP2770-LED:

  • klassisches Design, solide Verarbeitung
  • Lieferumfang mit allen nötigen Kabeln
  • zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für eine gute Ergonomie (Höhenverstellung; Neige-, Rotations- und Pivotfunktion) 
  • USB-Hub mit zwei USB-2.0- und zwei USB-3.0-Ports
  • umfangreiches Anschlussportfolio für Bildübertragung von PC zu Monitor
  • keine Reflexionen durch mattes Gehäuse + Panel
  • hohe Gleichförmigkeit, gute Farbwiedergabe (größtenteils < 3,0 dE)
  • übersichtliches OSD


Negative Eigenschaften des ViewSonic VP2770-LED:

  • Keine 6-Achsen-Farbkontrolle

Derzeit ist der ViewSonic VP2770-LED lediglich in Großbritannien für einen Preis von rund 710 Euro erhältlich. Professionelle Nutzer, die auf der Suche nach einem Monitor mit solider Verarbeitung, zahlreichen Features und guter Bilddarstellung sind, sollten auf jeden Fall einen Blick auf das High-End-Gerät aus dem Hause des US-amerikanischen Herstellers werfen. Aber auch die Konkurrenz wie ASUS mit dem PA248Q ProArt führt Profi-Monitore im Portfolio, die ebenfalls ein genaueres Betrachten wert sind. 

 

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Kommentare (7)

#1
customavatars/avatar117617_1.gif
Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Netter Test.

Jedoch hat der Monitor das mit den 3 de nicht eingehalten und das sollte somit negativ gewertet werden.

Auch wenn es nur eine Farbe ist.

Nicht eingehalten ist nicht eingehalten.
#2
Registriert seit: 22.12.2008

Stabsgefreiter
Beiträge: 354
Die Auflösung ist ja mal Spitze, da kommt so manche Graka ins Schwitzen ;)
Zitat
"12560x1440 Bildpunkte"
(Tabelle Seite 1)
#3
Registriert seit: 25.01.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2897
Zitat
Bei Cyan (Color 23) schießt der Monitor aber etwas über das Ziel hinaus: ganze 8,286 dE liegen deutlich über der versprochenen maximalen Farbabweichung von unter 3,0 dE.

Zitat
Jedoch hat der Monitor das mit den 3 de nicht eingehalten und das sollte somit negativ gewertet werden.

Auch wenn es nur eine Farbe ist.

Nein, das ist völlig normal und widerspricht auch nicht den Angaben von ViewSonic. Mit dem Color Checker Target der X-Rite Validierungsfunktion testet ihr absolute Farbwerte (vorliegend in Lab), die dann unter Berücksichtigung des Monitorprofils (relativ farbmetrisch) in Bildschirm-RGB transformiert werden. Der konkrete Cyan-Tonwert liegt außerhalb des Farbumfangs des Bildschirms und kann deshalb vom Farbrechner der Software nur näherungsweise auf seine Farbraumgrenze abgebildet werden*. Erst Bildschirme mit erweitertem Farbraum (WCG-CCFL, RGB-LED, GB-r-LED blu) können das besser darstellen.

Die dE[U]94[/U]-Angabe (mit bunten Farben als Referenz ohnehin nicht mit dem einfachen dE Abstandsmaß vergleichbar) von ViewSonic bezieht sich auf den fixen sRGB-Modus des Gerätes. Ein entsprechender Test würde in diesem Fall ohne Farbtransformationen durchgeführt und dann mit der sRGB-Referenz verglichen.

*
Das grundsätzliche Problem kann man hier ganz gut in den ersten beiden Darstellungen (schwarzes Gitter: ISO Coated v2) nachvollziehen.
#4
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@rv73566: Danke für den Hinweis, wir haben das korrigiert.
#5
customavatars/avatar99554_1.gif
Registriert seit: 28.09.2008

Flottillenadmiral
Beiträge: 4484
Zitat rv73566;19789049
Die Auflösung ist ja mal Spitze, da kommt so manche Graka ins Schwitzen ;)
(Tabelle Seite 1)

Eckelhaftes 16:9. *kotz*
Wie wärs mit 2560x1600 (16:10) :/


PS: Ja, die Auflösung von dem Monitor ist an sich natürlich nicht so schlecht, aber wie so üblich muss man über dieses 16:9 Verhältnis meckern :/
#6
Registriert seit: 01.02.2010

Matrose
Beiträge: 4
@ Redaktion

1. Bei dem, in diesem Monitor verbauten, Panel (z.d. Flüssigkristallanzeige) handelt es sich um LTM270DL02 von Samsung (auch in deren hauseigenen Monitoren wie: S27A850 & S27B970D zu finden) und das ist keine IPS, sondern von Samsung eigens entwickelte PLS-Technik.

2. Es ist kein 10-Bit-, sondern ein nativer 8-Bit-Panel plus seitens ViewSonic implementierte FRC-Funktion. Wenn dieser Monitor schon als "für Profis" beworben wird, dann ist die exakte Angabe sehr wichtig. ;)

3. Denglische Prägung eurer Artikel ist manchmal unerträglich! Ich bitte euch zumindest darüber nachzudenken. Danke.

Allgemein zu euren Monitortests:

Könnt ihr eure Testexemplare vielleicht auch auf das Vorhandensein (oder auch nicht) und Frequenz der (in so manchen Fällen störenden bis hin zu gesundheitsschädlichen - beim längeren Arbeiten: Kopfschmerzen, Müdigkeit usw.) Pulsweitenmodulation (sog. "Backlight-Flimmern") der LED-Hintergrundbeleuchtungen testen?
#7
customavatars/avatar109667_1.gif
Registriert seit: 03.03.2009

[online]-Redakteur
Beiträge: 2508
@Eloha
Vielen Dank für dein Feedback.
ViewSonic selbst verwendet für das Panel die Bezeichnung "SuperClear-IPS", die auch wir in unserem Test aufgreifen. In der Tabelle habe ich eine entsprechende Ergänzung hinzugefügt.
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