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MSI Z170A Gaming M7 im Test

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Seite 3: Features und Layout (2)

Weiter gehts mit dem I/O-Panel:

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Das I/O-Panel beim MSI Z170A Gaming M7.

Die Anschlüsse von oben nach unten und von links nach rechts:

  • PS/2, 2x USB 2.0 (oben: Hotkey-Anschluss)
  • CMOS-Clear-Button
  • USB 2.0 (USB Flashback+)
  • DisplayPort, HDMI
  • HDMI
  • Gigabit-LAN (Killer E2400) USB 3.0 (Intel Z170)
  • 2x USB 3.1 (Typ A und Typ C, ASMedia ASM1142)
  • und die analogen Audioanschlüsse sowie ein optischer Digitalausgang (Toslink)

Am I/O-Panel findet der Anwender alle aktuellen Anschlüsse, die wir als wichtig erachten. Dazu gehören drei USB-2.0-. zwei USB-3.0, zwei USB-3.1-Schnittstellen (jeweils einmal Typ A und Typ C), zwei HDMI-Anschlüsse, ein DisplayPort-Grafikausgang. zusätzlich halten sich ein Gigabit-LAN-Port, fünf 3,5-mm-Audiojacks, einmal Toslink und sogar ein CMOS-Clear-Button bereit. Auch ist eine ältere PS/2-Schnittstelle mit dabei.

Über dem I/O-Panel ist von Werk aus ein I/O-Panel-Cover angebracht, das MSI "Drachenschutz" getauft hat und vor elektromagnetischen Interferenzen schützen soll. Es ist jedoch auch kein Problem, den "Drachenschutz" abzunehmen und das Mainboard ohne in Betrieb zu nehmen.

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Das Audio-Boost-3- und Gaming-LAN-Feature melden sich zur Stelle.

Rechts sehen wir den EMI-Shield mit der Aufschrift "Audio Boost 3". Darunter befindet sich der Realtek-ALC1150-Audiocodec, welcher kräftige Unterstützung von 13 Nippon-Audiokondensatoren und zwei OPA1652-Kopfhörerverstärkern von Texas Instruments bekommt. Durch letztere können selbst Kopfhörer mit einer hohen Impedanz von 600 Ohm adäquat angesprochen werden. Weiter rechts am Rand des PCBs (Unterseite) ist auch eine Diagnostic-LED zu sehen, die zu jeder Zeit den Status des Systems in Codes anzeigt.

Links vom Audio-Bereich ist der Gaming-LAN-EMI-Shield sichtbar. Unter ihm hat der Killer-E2400-Netzwerkcontroller seinen Platz gefunden, der seine Priorität auf die Online-Gaming-Netzwerkpakete gelegt hat und auf bis zu 1 GBit/s kommt.

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Der NCT6793D-M fungiert als SuperI/O-Chip.

Als SuperI/O-Chip wurde der Nuvoton NCT6793D-M vorgesehen, der die Spannungen, Temperaturen und die Lüftergeschwindigkeiten überwacht. Auch lassen sich durch ihn die Lüfterdrehzahlen manuell beeinflussen.

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USB 3.1 wurde durch den ASM1142 realisiert.

Der ASMedias ASM1142 wird auf den meisten aktuellen Mainboards eingesetzt. Er kann gleich zwei schnelle USB-3.1-Schnittstellen ansprechen und erhält seinen Input in diesem Fall von zwei PCIe-3.0-Lanes vom Z170-PCH, wie es das Blockdiagramm im Handbuch offenlegt.

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Die beiden HDMI-Grafikausgänge werden von zwei TMDS-Level-Shifter betreut.

Hierbei wird der oft gewählte PTN3360DBS in doppelter Ausführung für die beiden HDMI-Grafikausgänge verwendet. Er kommt aus dem Hause NXP und ist für die Regulierung von 5 Volt auf 3,3 Volt verantwortlich. Dank HDMI1.4b-Unterstützung ist er mit aktuellen Medien in der 4K-Auflösung und mit 3D-Inhalten vollständig kompatibel.

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Unten rechts auf dem PCB wurde weiterer Onboard-Komfort verbaut.

Neben dem Power- und Reset-Button und dem Slow-Mode-Switch hat sich MSI etwas Neues einfallen lassen. Der sogenannte "Game Boost Knob". Es handelt sich nicht um einen Button, den der Anwender drücken muss, sondern um einen Drehschalter. Dieser ersetzt das ehemalige OC-Genie-Feature. Zur Auswahl stehen Level 0, 1, 2, 4, 6, 8, 10 und 11. Level 0 entspricht den Default-Werten. Mit Level 11 wird die CPU dagegen ordentlich übertaktet, sofern sie mitspielt. Die Auswahl des Levels erfolgt im ausgeschalteten Zustand des PCs. Wichtig ist, dass im BIOS die Hardware-Übertaktung aktiviert ist. Neben dem Drehschalter signalisiert jeweils eine LED, ob der Hardware- (rot) oder Softwaremodus (grün) aktiv ist. Beim darauffolgenden Start legt das Board dann vordefinierte Profile fest und wir haben sie selbst einmal ausprobiert und alle Einstellungen festgehalten.

MSI Game Boost Feature
Game-Boost-LevelCPU-TaktRAM-TaktCPU-VCoreVDIMM
0 (Default) 3,5 GHz 2.133 MHz 1,160 Volt 1,2 Volt
1 4,0 GHz 2.133 MHz 1,240 Volt 1,2 Volt
2 4,1 GHz 2.133 MHz 1,240 Volt 1,2 Volt
4 4,28 GHz 2.176 MHz 1,264 Volt 1,344 Volt
6 4,38 GHz 2.176 MHz 1,288 Volt 1,344 Volt
8 4,5 GHz 2.133 MHz 1,360 Volt

1,2 Volt

10 4,6 GHz 2.133 MHz 1,392 Volt 1,2 Volt
11 4,7 GHz 2.606 MHz 1,440 Volt 1,344 Volt

Man sieht bereits jetzt, dass das Game-Boost-Feature mit Vorsicht genutzt werden sollte. Während die ersten Level weniger problematisch sind, wird die CPU-Spannung ab Level 8 mit 1,360 Volt bis Level 11 mit 1,440 Volt drastisch erhöht. Daher ist es besonders bei höheren Ziel-Taktraten ratsam, manuelle Werte einzugeben und die Minimalspannung mit Prime95 auszuloten.

USB Flashback+

MSI hat nun auch eine neue Alternative zur BIOS-Aktualisierung implementiert, die sich "USB Flashback+" nennen darf. Sie ähnelt sehr dem USB-BIOS-Flashback-Feature von ASUS. Am I/O-Panel dient der hochkantige USB-2.0-Anschluss als Schnittstelle für dieses Feature. Das passende, heruntergeladene BIOS muss laut MSI in "MSI.ROM" umbenannt und auf einen im FAT32 formatierten USB-Stick ins Hauptverzeichnis kopiert und im Anschluss in den bereits genannten USB-2.0-Anschluss gesteckt werden. Nun folgt noch ein Tastendruck auf die USB-Flashback+-Taste auf dem Mainboard rechts neben den beiden USB-2.0-Header und die BIOS-Aktualisierung wird durchgeführt.

Der Vorteil hierbei ist, dass keine CPU, kein Arbeitsspeicher und auch keine Grafikkarte installiert sein muss, damit der Vorgang funktioniert. Lediglich das Mainboard selbst mit installierten Stromsteckern vom Netzteil genügt. Das Ganze ist selbst mit dem bereits erläuterten Hotkey-Feature möglich. Der Unterschied ist nur, dass nach der Aktivierung des Features die Tastenkombination "Druck und F4" gedrückt werden muss, damit das Update startet. Nachdem das BIOS aktualisiert wurde, hört die angebrachte BIOS-Flash-LED auf zu leuchten.

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Das MSI Z170A Gaming M7 nochmal in der Übersicht.

MSI hat den Platz auf der ATX-Platine gut genutzt und das Board ordentlich befüllt. Trotz allem hat uns das Layout sehr gut gefallen. An den üblichen Positionen wurden insgesamt fünf 4-Pin-FAN-Header verlötet, die sich auch allesamt steuern lassen. Dazu muss im UEFI der "Smart FAN Mode" aktiviert werden. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Doch selbst die Standard-Settings arbeiten bereits zufriedenstellend ruhig. Liegt die CPU-Temperatur unter der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 Prozent der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 Grad und 70 Grad Celsius festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 Prozent respektive 62,5 Prozent beschleunigt werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl. Für uns hinterlässt die Lüftersteuerung einen positiven Eindruck.

MSI hat auch bei den neuen 100-Series-Mainboards das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in fünf Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen).