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MSI X99S SLI Krait Edition im Test

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Seite 4: Features und Layout (3)

Darüber hinaus hat MSI auch noch einige Onboard-Funktionen hinterlassen, die wir uns nun anschauen werden.

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Das X99-Modell hat einige Onboard-Features erhalten.

Beim Z97S SLI Krait Edition muss der Käufer auf jeglichen Onboard-Komfort verzichten, doch beim X99S SLI Krait Edition nicht. An der Unterseite wurde nicht nur ein Power- und Reset-Button untergebracht, sondern auch der bekannte OC-Genie-Taster, mit dem eine leichte Auto-Übertaktung vorgenommen werden kann. Mittels des OC_SW1-Switches kann zwischen Gear 1 und 2 umgeschaltet werden. Im ersten Gear wird der Prozessor ein wenig mit automatischen Settings übertaktet, Gear 2 übertaktet den Prozessor noch weiter und hebt gleichzeitig den BCLK etwas an. Eine blaue und rote LED zeigen den aktuell aktiven Gear an.

Direkt rechts daneben hält sich auch der FastB1-Knopf bereit, durch dessen Betätigung ein schneller Startvorgang ins BIOS erfolgt. Auch an der Stelle der Buttons wurden zwei Lötpunkte hinterlassen, die für einen Plus- und Minus-Taster zum Erhöhen oder Reduzierung der Base-Clock-Frequenz gedacht wären. MSI hat sie jedoch nicht mit verbaut.

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Gigabit-LAN wird durch einen Intel-Netzwerkcontroller ermöglicht.

Der Netzwerk-Chip: Zwar ist es kein Intel-I218-V-PHY, doch der Intel-I210-AT erfüllt auch seinen Zweck. Auch er kommt mit einer maximalen Datenübertragung von 1 GBit/s zurecht, also umgerechnet etwa 125 MB/s.

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Zwei USB-3.0-Anschlüsse arbeiten über einen Hostcontroller von ASMedia.

Für die USB-3.0-Erweiterung ist kein geringerer als der ASM1042AE verantwortlich, der allein zwei USB-3.0-Schnittstellen managen kann. An genau dieser Stelle sitzt beim MSI X99A SLI Krait Edition der ASM1142, der USB-3.1-Hostcontroller. Da der Chip pinkompatibel ist, war es für MSI einfach, ihn auszutauschen. 

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Einigen BIOS-Komfort gibt es noch obendrauf.

Ganz unten ist die SATA-Express-Schnittstelle nochmal zu sehen. Oberhalb davon halten sich jedoch auch zwei Schalter auf. Mit dem Rechten kann der Anwender von BIOS A auf BIOS B umschalten. Oben links ist noch ein Schalter mit der Aufschrift "SLOW_1", der den Slow Mode aktiviert. Demnach ist das X99S SLI Krait Edition selbst für den Einsatz einer LN2-Kühlung vorbereitet.

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Das MSI X99S SLI Krait Edition nochmal in der Übersicht.

Im Grunde haben die Taiwaner das gesamte Layout gut durchdacht, wenn wir von dem obersten PCIe-3.0-x16-Steckplatz absehen, der bei großen Luftkühlern im Weg sein könnte. An alle anderen Stellen sind wir außerdem sehr gut herangekommen. Zur Effektivität der Lüftersteuerung können wir nur wenig berichten. Als CPU-Kühler setzten wir erneut den NZXT KRAKEN X40 ein.

Trotz allem bietet das UEFI eine ordentliche Anpassung der Lüfter an. Immerhin lassen sich beachtliche sieben Lüfter anklemmen. Dafür sorgen sieben 4-polige FAN-Header. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Doch selbst die Standard-Settings arbeiten bereits zufriedenstellend ruhig. Liegt die CPU-Temperatur unterhalb der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 Prozent der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 Grad und 70 Grad Celsius festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 Prozent respektive 62,5 Prozent beschleunigt werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl.

MSI hat auch bei den neuen Haswell-E-Mainboards das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in sechs Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen), ECO Power (Energieeinsparung durch Deaktivierung nicht benötigter Onboard-Chips).