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ASUS Z97-Pro Gamer im Test

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Seite 3: Features und Layout (2)

Wir setzen den Artikel mit dem Onboard-Sound fort.

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Eigentlich ein ROG-Feature: Die SupremeFX-Audiolösung.

Obwohl das Z97-Pro Gamer offiziell nicht zu der Republic-of-Gamers-Familie gehört, wurden einige der eigentlich exklusiven Features dennoch mit übernommen. Zu ihnen gehört auch das "SupremeFX"-Audio-Feature. Unter dem rot beleuchteten EMI-Shield versteckt sich der Realtek ALC1150, der problemlos acht Kanäle steuern kann und einen Front-DAC von maximal 115 dB bietet. Gut zu sehen ist zudem die Isolierung der Audiokomponenten vom Rest des PCBs, um Störgeräusche besser zu vermeiden. Zusätzlich sollen 13 ELNA-Audiokondensatoren den Klang positiv beeinflussen. Ein 300 Ohm starker Kopfhörerverstärker ist auch mit an Bord. Und auch der optische Teil wurde erfüllt, denn der separierte Audiobereich wurde durch eine künstliche Leiterbahn abgetrennt und wird in Knallrot beleuchtet. Gleiches gilt auch für den EMI-Shield.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele eher als Cheating ansehen und ebenfalls als ROG-exklusives Feature gehandelt wurde. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Unten am Rand des PCBs hält sich auch noch ein Jumper auf, mit dem das BIOS auf die Standard-Parameter zurückgesetzt werden kann.

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Ein Betrieb ohne diese beiden Chips ist undenkbar.

Links haben wir den SuperI/O-Chip "NCT6791D" von Nuvoton, der die Überwachung der Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten übernimmt, was auch für die Steuerung der Lüfter gilt. Auf der rechten Seite ist der ASM1083 von ASMedia zu sehen, bei dem es sich um einen PCIe-zu-PCI-Bridgechip handelt und der für die Kommunikation zwischen PCH und den beiden PCI-Slots zuständig ist.

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Die Netzwerkanbindung wird vom Intel-I218-V-Netzwerkcontroller gesteuert.

Genau wie bei den ROG-Platinen setzt ASUS bei Z97-Pro Gamer auf den Intel-I218V-PHY, der dazu fähig ist, die Netzwerkpakete auf 1 GBit/s zu beschleunigen. Er kommt jedoch auch mit 100 MBit/s bestens zurecht. Er bringt auch eine Wake-on-LAN-Unterstützung mit.

Als weitere ROG-Feature kommen auch noch "LANGuard" und "GameFirst II" hinzu. Das erste Feature beschreibt im Grunde bessere Kondensatoren und ein weit verbesserter Schutz vor elektrostatischer Entladung, Überspannung und gar Blitzeinschlägen während eines Gewitters. Die besseren Kondensatoren sollen vor allem für einen besseren Datendurchsatz sorgen. Mit dem "GameFirst II"-Feature werden den Online-Gaming-Netzwerkpaketen nach dessen Aktivierung eine weitaus höhere Priorität eingeräumt wird, sodass sich zumindest in der Theorie die Latenzzeit zum Spieleserver verbessern soll. ASUS hat hierbei vier Modi vorgesehen: Optimization, Game, Media Streaming und File Sharing. Für jede installierte Anwendung kann ein Modus festgelegt werden.

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Für den HDMI- und DVI-Grafikausgang wird ein TMDS-Level-Shifter benötigt.

Es ist der oft eingesetzte ASMedia ASM1442K, der sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel befindet und für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich ist. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Der ASUS-TPU-Chip ermöglicht auf Wunsch eine automatische Übertaktung von CPU und Arbeitsspeicher.

Nicht jeder möchte selbst Hand anlegen, wenn es ums Übertakten geht. Genau für diesen Zweck hat ASUS den TPU-Chip (Turbo Processing Unit) vorgesehen. Über die mitgelieferte AI Suite 3 kann sich der Anwender an den hinterlegten Overclocking-Profilen versuchen, um sein neues System zu beschleunigen. Dies gilt nicht nur für die CPU, sondern auch für den Arbeitsspeicher.

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Das ASUS Z97-Pro Gamer nochmal in der Übersicht.

An dem Gesamtlayout haben wir nichts auszusetzen. Dank der platzsparenden Anordnung der Anschlüsse und der Kühlkörper können große CPU-Luftkühler, wie unser bequiet! Dark Rock Pro C1 problemlos montiert werden. Viele haben sich bei einigen Mainboards beschwert, dass oben als erstes gleich ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz vorgesehen wurde, der primär für die dedizierte Grafikkarte gedacht ist. ASUS hat als ersten Slot einen der beiden PCIe-2.0-x1-Steckplätze vorgesehen. Der restliche Platz wurde für den M.2-Steckplatz reserviert, der genau dorthin passt. Insgesamt können vier Lüfter angeschlossen werden, von denen alle manuell gesteuert werden können. Drei der FAN-Header sind als 4-Pin-Version ausgeführt.

Im Überblick zu den Z97-Mainboards von ASUS haben wir zum ersten Mal zur neuen 5-Way-Optimization berichtet. Zu den bisherigen Features "TPU", "EPU", "Digi+" und dem ebenfalls neuen "Fan Xpert 3" kommt noch das "TurboApp"-Feature hinzu, das wir zu einem späteren Zeitpunkt genauer erklären. Auf dem PCB sind die entsprechenden Chips vertreten, die zusammen zum ASUS Dual Intelligent Processors 5-Feature gehören. Auf diese Weise erfolgen sämtliche Anpassungen in der AI Suite 3 auf der Hardware-Ebene, wodurch die Effektivität gesteigert wird. Es steht dem User frei, ob die Settings manuell ausgewählt werden oder ob nicht doch auf die automatische Optimierung vertraut werden soll.

Ob nun eine höhere Performance oder ein möglichst effizientes Auftreten im Vordergrund stehen, der Anwender hat die Wahl. Im Hintergrund sollen mögliche Störgeräusche durch die installierten Lüfter bestmöglich vermieden werden. Kurz um: Mit der AI Suite 3 und der 5-Way-Optimization kann das eigene System an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.