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ASRock X99 WS-E (/10G) mit 64 PCIe-3.0-Lanes im Test

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Seite 1: ASRock X99 WS-E (/10G) mit 64 PCIe-3.0-Lanes im Test

IMG 4 logoBei den X99-Platinen kann sich ASRock gleich zwei Rekorde sichern. Im Produkt-Portfolio befindet sich der aktuell günstigste und auch teuerste Sockel LGA2011-v3-Unterbau. Pünktlich zu Heiligabend des Jahres 2014 haben wir das ASRock X99 Extreme3 durchleuchtet, das günstigste Modell. Doch dieses Mal werden wir uns einer besonderen Platine widmen, nämlich dem teuersten Modell, das eine klassische Workstation-Platine ist. Zuletzt hatten wir bereits das X99-E WS von ASUS in der Mangel, die ASRock-Platine schlägt in dieselbe Kerbe. Das ASRock X99 WS-E/10G ist ebenso ein Board der Luxusklasse - zu einem Preis von bis zu 700 Euro.

Genau wie ASUS bietet auch ASRock zwei verschiedene Mainboards für das Workstation-Segment mit Intels Sockel LGA2011v3 an. Neben dem X99 WS-E gibt es auch noch das X99 WS-E/10G. Bis auf einen  feinen Unterschied sind beide Platinen absolut identisch aufgebaut. Letzteres bietet dafür allerdings noch zwei 10-GBit/s-LAN-Anschlüsse, die mal eben das zehnfache der Leistung gegenüber üblichen Gigabit-LAN-Ports bieten und für den einen oder anderen Enthusiasten nützlich sein könnten. Zwar gibt es auch gesonderte Erweiterungskarten mit 10-GBit/s-LAN-Ports, doch ASRock emfand es als eine gute Idee, dieses Feature gleich Onboard zur Verfügung zu stellen. Wir werden uns daher anschauen, wie ASRock die Umsetzung durchgeführt hat und vergleichen am Ende, ob sich der Aufpreis zum normalen X99 WS-E lohnt.

Zunächst aber erst einmal ein Überblick, was beide Platinen gemeinsam haben. Dazu gehören gleich sieben mechanische PCIe-x16-Steckplätze der dritten Generation, acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, zehn SATA-6GBit/s-Ports, eine SATA-Express-Schnittstelle sowie ein M.2-Slot. Hinzu kommen noch jeweils acht USB-3.0- und USB-2.0-Anschlüsse und auch ein eSATA-6GBit/s-Port. Die absoluten Highlights bei beiden Modellen sind aber ganz klar die beiden PLX PEX8747-Gen3-Switches, die die PCIe-3.0-Lanes um viele weitere erweitern. Da lohnt sich definitiv ein genauerer Blick.

img_5.jpg
Das ASRock X99 WS-E (/10G) in der Übersicht.

Das Unternehmen hält bei der X99-Serie an der Optik fest, die wir bereits von der Z97-Serie aus dem letzten Jahr her kennen. Ein schwarzes PCB und überwiegend blaue Kühlkörper sind zu erkennen. Aufgrund der großen Ausstattung setzt ASRock in diesem Fall auf ein PCB im E-ATX-Format. Die sieben Erweiterungssteckplätze sind ebenfalls schwarz gehalten, die DDR4-Speicherbänke mischt man in schwarzer und blauer Farbe. Von den grauen Storage-Anschlüssen abgesehen, sind die vier DIMM-Slots und die Kühlkörper mit der blauen Farbe das optisch auffälligste Element des Boards. 

Die Spezifikationen

So sehen die technischen Eigenschaften aus.

Die Daten des ASRock X99 WS-E (/10G) in der Übersicht
Mainboard-Format E-ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
X99 WS-E (/10G)
CPU-Sockel LGA2011-v3
Straßenpreis ca. 490 Euro (X99 WS-E)
ca. 700 Euro (X99 WS-E/10G)
Homepage http://www.asrock.com/index.de.asp
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X99 Express Chipsatz + 2x PLX PEX8747
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel), reg ECC Support
Speicherausbau max. 128 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (4-Way), CrossFireX (4-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

7x PCIe 3.0 x16 (-/-/-/-/-/-/x16, -/-/x16/-/-/-/x16, -/-/x16/-/x16/-/x16,
x16/-/x16/-/x16/-/x16)

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

8x SATA 6G (6x mit RAID 0, 1, 5, 10) über Intel X99
1x SATA 6G (DOM, shared mit sSATA3_2)
2x SATA 6G über Marvell 88SE9172
1x eSATA 6G (shared mit sSATA3_3)
1x SATA Express über Intel X99
1x M.2 mit 20 GBit/s

USB 8x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) vier über Intel X99, vier über ASM1074
9x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header, 1x TypA DOM) über Intel X99
Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

2x 10GBit/s-LAN über Intel X540 (nur X99 WS-E/10G)
2x Intel I210-AT Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Realtek ALC1150 Audio Codec + 2x TI NE5532

Bei der Verpackung gibt es optisch keine Änderungen zum X99 Extreme3. Auch beim X99 WS-E(/10G) wird eine Mischung aus Schwarz und Gold vorgezogen. Weiterhin wird oben links das ASRock-Logo, rechts das "Super Alloy"Emblem abgebildet. Ganz unten dagegen die Modellbezeichnung und direkt oberhalb und rechts davon die besonderen Features.

Das mitgelieferte Zubehör

Abgesehen vom Mainboard selbst fanden wir noch folgendes Zubehör:

  • I/O-Blende
  • Mainboard-Handbuch inkl. Treiber- und Software-DVD
  • Software Setup Guide
  • sechs SATA-Kabel
  • 2-Way-SLI Bridge
  • 3-Way-SLI-Bridge
  • 4-Way-SLI-Bridge
  • Schraube für den M.2-Slot
img_5.jpg

Verglichen mit den hohen Anschaffungspreisen fällt das Zubehör relativ enttäuschend aus. ASRock gibt neben den Pflichtbeigaben wie der I/O-Blende, dem Handbuch und dem Datenträger noch ein Software-Setup-Guide, sechs SATA-Kabel und drei SLI-Brücken mit auf den Weg. Ansonsten darf hier kein besonderes Gadget oder sonstiger Bonus erwartet werden- doch liegt noch eine Schraube für den M.2-Steckplatz bei.

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 16.06.2005
■█▄█▀█▄█■█▄█▀█▄█■ addicted to black & white kaname chidori ftw!
SuperModerator
Bruddelsupp
Luxx Labor

Hippie
Beiträge: 23531
700 Taler für ein Workstation Board... unangenehm.
#2
Registriert seit: 01.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1858
Seid ihr von HWL bzw. ist Asrock sich da sicher mit den RDIMM? Ich hab gerade auch noch mal in die Specs auf der Asrock Webseite geschaut und die Angaben da sind aller andere als konsistent bei diesem Thema. Das wäre das erste Mal seit ewig, dass wieder RDIMM auf Plattformen mit Consumer Chipsatz funktionieren.
#3
customavatars/avatar55960_1.gif
Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13051
Wir konnten das nun nicht überprüfen und haben uns halt an die Spezifikationen gehalten. ASRock ist da aber auch nicht der einzige Hersteller. Selbst das ASUS X99-E WS unterstützt RDIMMs.
#4
Registriert seit: 17.07.2011
Dschalalkot
Kapitän zur See
Beiträge: 3450
Preis ist hart
#5
Registriert seit: 23.10.2005
Sachsen
Admiral
Beiträge: 9649
Die 10GE Karte alleine kostet 450 Taler... dann geht der Preis schon fast wieder.
#6
Registriert seit: 01.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1858
Wer den Preis scheut kann sich ja bei Supermicro umsehen. Ich glaube die haben NOCH keine X10 Boards mit 10G, aber die kommen bestimmt noch. In der X9 Serie gabs auch schon welche. Und dort war der Aufpreis für den X540 Chip ausgesprochen gering. Diese Boards unterstützen dann auch ganz sicher RDIMM, wenn man einen Xeon E5-26xx v3 verbaut, weil sie einen C612 Chipsatz nutzen.
#7
Registriert seit: 07.11.2006

Gefreiter
Beiträge: 38
Da das Board auf Multi-GPU ausgelegt ist, frage ich mich warum dieser Umstand im Test nicht berücksichtigt wird. Gerade die 7 PCIe 16x Slots fordern einen genaueren Blick. Mich würde interessieren, wie sich ein Multi-GPU System mit 7 PCIe 16x Slots verhält. Insbesondere wäre zu klären, ob z.B. eine Konfiguration mit 16x 16x 16x sich besser schlägt als eine "Standard-Konfiguration" mit 16x 8x 16x. Hmmm.
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