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ASRock X99 Extreme3 im Test

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Seite 6: Stromverbrauch

Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock X99 Extreme3 hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf zeigte sich das ASRock X99 Extreme3 zusammen mit dem Restsystem mit 44,6 Watt sehr genügsam und schlägt damit verständlicherweise die drei anderen, besser ausgestatteten Mainboards.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Der große Vorsprung schwindet beim Cinebench-Lauf dahin, auch wenn das X99 Extreme3 mit 162,9 Watt noch hauchdünn die Liste anführt. Das MSI X99S SLI PLUS sowie das ASRock X99 OC Formula ist der günstigen ASRock-Platine mit 163,7 Watt respektive 163,8 Watt dicht auf den Fersen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich verlief es mit Prime95 unter voller Auslastung. An dieser Stelle musste sich das ASRock X99 Extreme3 der MSI-Platine geschlagen geben, liegt jedoch mit 184,4 Watt noch gut im Rahmen.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Vom ASUS Rampage V Extreme einmal ausgenommen, legten die restlichen drei Mainboards standardmäßig eine VCore von 1,067 Volt an.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Wo es nichts abzuschalten gibt, gibt es auch keine Unterschiede in der Leistungsaufnahme. Deswegen ändern sich auch die Werte nicht.

Ganz klar trumpft das ASRock X99 Extreme3 im Leerlauf ordentlich auf und geht sparsam mit dem Strom um. Wenn es dann ans Werk geht, schwindet der Vorteil dahin, was jedoch bei der Enthusiasten-Plattform zu verschmerzen und verständlich ist. Für Haswell-E-Verhältnisse liefert das Board somit gute Werte ab.