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Gigabyte GA-X99-UD7 WIFI im Test

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Seite 2: Features und Layout (1)

Der X99-Chipsatz wurde auf den technischen Stand des aktuellen Z97-PCHs gebracht, bringt allerdings vier weitere native SATA-6G-Ports mit. Identisch ist dagegen die Bereitstellung von sechs USB-3.0-Schnittstellen. Auch bietet die Southbridge weiterhin maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Das CPU-VRM besteht aus acht Phasen und hochwertigen MOSFETs.

Aufgrund des Quad-Channel-Speicherinterfaces gibt es beim X99 kaum eine bessere Position, als die acht Server-Level-Phasen von Cooper Bussmann und die dazugehörigen acht MOSFETs über den Sockel LGA2011-v3 und damit zwischen den acht DDR4-DIMM-Speicherbänken zu platzieren, mit denen ein Speicherausbau bis 64 GB möglich ist. Die Taiwaner legen beim GA-X99-UD7 WIFI großen Wert auf hochwertige PowIRstage-MOSFETs, die von International Rectifier stammen und 3556M genannt werden. Gleichzeitig wurden von Gigabyte auf dem gesamten PCB hochwertige und langlebige "Durable Black Solid Caps" verlötet. Sie selbst sollen eine Laufzeit von mindestens 10.000 Stunden problemlos standhalten.

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Die PWM-Controller für die acht CPU-Phasen kommt ebenfalls von International Rectifier...

Der IR3580 ist ein digitaler Multi-Phase-Controller und kann maximal acht Phasen unter einen Hut bringen. Er ist demnach eine exzellente Wahl, damit Gigabyte auf zusätzliche Phase-Doubler verzichten kann.

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...aber auch die Phasen der jeweils vier DIMM-Slots werden von einem eigenen PWM-Controller betreut.

In diesem Fall ist es der IR3570A und kommt ebenfalls aus dem Hause International Rectifier. Auch er ist natürlich digitaler Natur, verlötet wurden direkt zwei Stück, für jede Vierer-DIMM-Gruppe einen.

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Je nach CPU-Wahl können bis zu vier Grafikkarten auf die Gigabyte-Platine geschnallt werden.

Als Erweiterungsslots halten sich insgesamt vier mechanische PCIe-3.0-x16- und drei PCIe-2.0-x1-Steckplätze bereit. Sofern beim Anwender für das Thema Multi-GPU eine weitaus höhere Priorität eingeräumt wird, werden je nach Ausbau zumindest zwei der kleinen x1-Steckplätze unbrauchbar. Dafür lassen sich, zumindest in Verbindung mit dem Core i7-5930K und dem Core i7-5960X, im Höchstfall vier NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten installieren. Der Core i7-5820K erlaubt mit seinen 28 PCIe-3.0-Lanes dagegen "nur" ein 3-Wege-Multi-GPU-Gespann. Wie bei den bisherigen Tests zu X99-Platinen, haben wir natürlich auch dieses Mal wieder zwei Tabellen angefertigt, auf denen die Lane-Verteilung je nach CPU eingesehen werden kann.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5820K (28 Lanes)
  PCIe-Slot 1 PCIe-Slot 3 PCIe-Slot 5 PCIe-Slot 7
Single-GPU-Betrieb x16 - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way SLI/CrossFireX-Verbund x16 - x8 -
Drei Grafikkarten im 3-Way SLI/CrossFireX-Verbund x8 x8 x8 -

 

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5930K und Core i7-5960X (40 Lanes)
  PCIe-Slot 1 PCIe-Slot 3 PCIe-Slot 5 PCIe-Slot 7
Single-GPU-Betrieb x16 - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way SLI/CrossFireX-Verbund x16 - x16 -
Drei Grafikkarten im 3-Way SLI/CrossFireX-Verbund x16 - x16 x8
Vier Grafikkarten im 4-Way SLI/CrossFireX-Verbund x8 x8 x16 x8

Wir können nicht ganz nachvollziehen, aus welchem Grund Gigabyte beim 4-Way-Multi-GPU-Setup alle 40 Lanes aufbraucht. So hätten man auch alle vier Grafikkarten mit je acht Lanes ausstatten können, sodass noch acht Lanes übrig bleiben. Vier von den freien Lanes hätten die Taiwaner stattdessen auf den freien M.2-Slot weiterleiten oder zumindest als Shared-Konfiguration implementieren können. Der M.2-Steckplatz ist nämlich mit "nur" 10 GBit/s an den Chipsatz angebunden. Jedoch auch bei der 3-Wege-Multi-GPU-Konfiguration werden mit dem Core i7-5930K und dem Core i7-5960X alle 40 Lanes verwendet. Beim Core i7-5820K bleiben bei beiden SLI/CrossFireX-Modi sogar vier Lanes ungenutzt liegen, die dem M.2-Slot hätten zugeführt werden können.

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Bis auf eine Ausnahme wurde die Storage-Auswahl von Gigabyte optimal gewählt.

Der Käufer findet mit acht SATA-6G-Ports und einer SATAe-Schnittstelle mit 10 GBit/s-Anbindung genügend Platz für jede Menge Laufwerke. Alle Anschlüsse sind zudem nativ an den X99-Chipsatz angebunden. Im Hintergrund ist der freie M.2-Slot zu sehen. Mit seiner Anbindung von lediglich 10 GBit/s, kann er mit einigen bereits erhältlichen SSDs nicht die volle Leistung anbieten. Gigabyte hat sich ersichtlich dagegen entschieden, den M.2-Slot mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU anzubinden, womit der Slot eine theoretische Bandbreite von 32 GBit/s zu bieten gehabt hätte. Im noch kommenden M.2-Performancetest sind somit geringere Werte zu erwarten als bei manchen Konkurrenz-Boards. Rechts von den SATA-Ports ist auch noch ein SATA-Power-Anschluss verlötet worden, der beim Einsatz einer Multi-GPU-Konfiguration zur elektronischen Stabilität behilflich ist.