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MSI X99S XPOWER AC im Test

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Seite 9: Fazit

Extreme Übertakter werden mit dem MSI X99S XPOWER sicherlich ihre Freude haben. Dadurch, dass die Taiwaner dieses Stück Hardware mit immensen Overclocking-Features überschüttet haben, wird genau diese Zielgruppe angelockt, die wirklich alles aus der CPU und dem Arbeitsspeicher herausholen will. Dabei bekommt es die eingesetzte Haswell-E-CPU mit zwölf leistungsstarken Spulen zu tun, die wiederum von zwölf DrMOS-MOSFETs angetrieben werden. Auf dem E-ATX-Mainboard hat MSI jede Menge Onboard-Buttons hinterlassen, um die Overclocking-Session so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch die zweifache Ausführung von Plus- und Minus-Taster lassen sich der BCLK, über einen zusätzlichen Switch entweder um 1 MHz oder um 0,1 MHz, und der CPU-Multiplikator verändern. Mit einem weiteren Taster kann komfortabel und ohne Umwege direkt ins BIOS gestartet werden. Als Ergänzung wurde neben einer Diganostic-LED und den V-CheckPoints an einen Discharge-, Power-, Reset- und natürlich einen OC-Genie-Button gedacht. Um das X99S XPOWER AC LN2-tauglich zu machen, hält sich zudem ein entsprechender Switch bereit, der den unverzichtbaren Slow Mode aktiviert. Mit vier DIP-Schaltern können auch vier der insgesamt fünf PCIe-3.0-x16-Slots deaktiviert werden.

Fest steht allerdings auch, dass MSI die restliche Ausstattung definitiv nicht zu kurz kommen lassen hat. Immerhin bringt die Platine satte 14 USB-3.0- und weitere sieben USB-2.0-Schnittstellen mit. Weiter oben haben wir bereits die fünf mechanischen PCIe-3.0-x16-Slots angesprochen. Demnach können bis zu vier Grafikkarten Platz nehmen. Zwischen Slot 4 und 6 kann der Käufer auch noch einen PCIe-2.0-x1-Steckplatz belegen und genau dieser freie Raum wurde für den M.2-Slot genutzt, der mit 32 GBit/s an die CPU angebunden ist. Das Layout der Erweiterungssteckplätze ist positiv hervorzuheben, denn unterhalb des oberen PCIe-3.0-x16-Slots wurde kein weiterer Slot untergebracht, sodass im Falle von einer einzigen Dual-Slot-Grafikkarte alle weiteren Steckplätze weiterhin genutzt werden können. Für übergroße CPU-Kühler könnte die Position des ersten PCIe-3.0-x16-Steckplatzes allerdings zum Verhängnis werden.

img_5.jpg

Vom bereits erwähnten M.2-Slot abgesehen wurden die nativen Anschlussmöglichkeiten für den Storage-Bereich vom X99-Chipsatz mit acht SATA-6G-Ports und einer SATAe-Schnittstelle vollständig abgedeckt. Die freie Auswahl hat der Anwender in Sachen Netzwerkverbindung. Wird die kabelgebundene Lösung bevorzugt, stehen gleich zwei Gigabit-LAN-Ports über zwei Intel-Netzwerkcontroller parat. Mit dem bereits vormontierten WLAN/Bluetooth-4.0-Modul und den mitgelieferten Antennen lassen sich die Netzwerkpakete auch kabellos übertragen. Durch den WLAN 802.11ac-Standard reicht die Netto-Übertragungsrate bis 867 MBit/s. Bei der ganzen Ausstattung geht das hochwertige Audio-Boost-Feature mit Realteks ALC1150 samt zwei leistungsstarken Verstärkern schon fast unter.

Als Steuerzentrale wurde natürlich MSIs bekannte UEFI-Oberfläche vorgesehen. Sie hat erneut einen positiven Eindruck hinterlassen. Das Navigieren per Maus und Tastatur fiel sehr angenehm und komfortabel aus und sämtliche Einstellungen wurden erwartungsgemäß konsequent umgesetzt. Einen kleinen Patzer erlaubt sich das X99S XPOWER AC allerdings bei der Leistungsaufnahme, speziell im Leerlauf. Wurde das System mit Cinebench R11.5 oder Prime95 belastet, konnte sich das Mainboard sehr knapp von der Konkurrenz absetzen.

Das MSI X99S XPOWER AC ist in unserem Preisvergleich ab 331 Euro gelistet. Das ist für das Gebotene unserer Meinung nach nicht zu hoch angesetzt. Immerhin gibt es auch eine gewaltige Menge Zubehör mit auf den Weg, wo alles dabei ist, was sich der Interessent wünschen könnte. Kurzum: Das MSI X99S XPOWER AC ist ein Overclocking-Mainboard mit Vollausstattung.

Positive Eigenschaften des MSI X99S XPOWER AC:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer sehr leistungsstarken CPU-Spannungsversorgung und immensen Overclocking-Funktionen
  • umfangreiche Ausstattung, u.a. 14 USB-3.0-Anschlüsse, acht SATA-6G-Ports und eine SATAe-Schnittstelle
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an fünf PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität
  • M.2-Slot mit 32 GBit/s
  • WLAN 802.11ac und Bluetooth 4.0
  • Audio-Boost
  • umfangreiches Zubehör

Negative Eigenschaften des MSI X99S XPOWER AC:

  • erhöhte Leistungsaufnahme im Idle

MSIs X99S XPOWER AC ist für extreme Overclocking-Anwender konzipiert und wurde davon abgesehen mit einer sehr guten Ausstattung versehen, die im Verhältnis für einen guten Preis zu erwerben gibt. Als einzige Schwäche ist uns die etwas erhöhte Leistungsaufnahme aufgefallen, die für die Zielgruppe allerdings nicht ins Gewicht fallen wird.

EH MSI X99S XPOWER AC

Alternativen? Um bei Mainboards mit Extreme-Overclocking-Aspekten zu bleiben, könnte das Gigabyte GA-X99-SOC Force eine geeignete Alternative sein. Wer zudem noch Gaming-Features mitnehmen möchte, könnte sich auch das ASUS Rampage V Extreme anschauen.

 

Persönliche Meinung

Ein beeindruckendes Stück Hardware, vor allem eben für Anwender mit Extreme-Overclocking-Absichten. Ich bin überrascht, dass der Preis für das X99S XPOWER AC nicht allzu hoch ausgefallen ist. Die restliche Ausstattung kann man jedenfalls als vervollständigt bezeichnen, wenn ich alleine an die 14 USB-3.0-Anschlüsse denke. Mit dieser Platine wird der LN2-Übertakter sicherlich seine Freude haben. (Marcel Niederste-Berg)

 

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12096
Wozu ist bitte der 5. PCIe 3.0 x16 Slot gut, wenn der bei keiner Konfiguration über eine x0 Anbindung hinaus kommt? Das ist doch totale Verarsche und wird nur uninformierte Kunden ärgern, die dort eine Karte einstecken und annehmen diese wäre kaputt oder eben der Slot wäre kaputt.
#2
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Registriert seit: 31.01.2006
Jena / Thüringen
Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11734
Warum sollte der 5. Slot nicht funktioniert? :hmm:
Wenn du in jedem Slot eine X4 Karte oder was auch immer einbaust, ist doch alles gut!
Du sollst doch nicht 5 x16 Karten da einbauen... das versteht sich wohl von selbst, oder?
#3
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28793
Zitat Holt;22651718
Wozu ist bitte der 5. PCIe 3.0 x16 Slot gut, wenn der bei keiner Konfiguration über eine x0 Anbindung hinaus kommt?

Der fünfte PEG ist mit bis zu 8 Lanes angebunden, je nach Konfiguration. Das steht so auch in den Spezifikationen (und im Test).
#4
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Registriert seit: 14.02.2008
In der Firewall
Flottillenadmiral
Beiträge: 5713
Schönes und vor allem ein leistungsfähiges Board. Mit meinem -noch in der Auslieferung befindlichen- Asrock X99X-Killer durchaus auf Augenhöhe.
#5
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12096
Zitat loopy83;22653423
Warum sollte der 5. Slot nicht funktioniert? :hmm:
Vielleicht weil in keiner der genannten Konfigurationen da eine PCIe Lane anliegen dürfte? Damit kann er dann nur Strom liefern, aber keine Signale.

Zitat emissary42;22653544
Der fünfte PEG ist mit bis zu 8 Lanes angebunden, je nach Konfiguration. Das steht so auch in den Spezifikationen (und im Test).
Ja, das ist ja auch normal, aber einen Slot zu verbauen der in keiner Konfiguration einen PCIe Lane erhält, finde ich etwas seltsam. Zumal mit dem CPUs mit 40 Lanes der daneben ja noch 16 Lanes hat, also 8 abgeben könnte, oder kann der Controller nur 4 Geräte ansprechen? Ich dachte x8/x8/x8/x8/x8 würde generell auch gehen, nur eben mit diesem Board nicht.
#6
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28793
Zitat Holt;22654591
Ja, das ist ja auch normal, aber einen Slot zu verbauen der in keiner Konfiguration einen PCIe Lane erhält, finde ich etwas seltsam.

Ich glaube du meinst einen anderen als den 5. PEG, kann das sein?

Falls du den dritten meinst, laut Handbuch teilt der sich die x8 Anbindung mit dem zweiten PEG. Vermutlich um damit ein paar Dreislotgrafikkarten und eine zusätzliche Erweiterungskarte im untersten Slot verwendet zu können.
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