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MSI Z97 GAMING 9 AC im Test

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Seite 2: Features und Layout (1)

Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: Der M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Jede Spule wird von zwei MOSFETs begleitet.

In der Summe kümmern sich zwölf "Super Ferrite Chokes" darum, der CPU die 1,8 Volt zukommen zu lassen. Auf dem Bild lässt sich sehr gut erkennen, dass jede Spule von zwei MOSFETs angetrieben wird. Diese stammen von NIKOS und tragen die Modellbezeichnung "PK616BA" und "PK632BA". Generell kommen hochwertige und effiziente "HI-C Caps" und langlebige "Dark Caps"-Kondensatoren zum Einsatz, die zusammen mit den Spulen zu den "Military Class 4 Components" gehören.

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Der PWM-Controller kommt von Intersil.

Genau zwischen den beiden MOSFET-Gruppen wurde der Intersil ISL6388 platziert. Bei ihm handelt es sich um einen digitalen Green-PWM-Controller, der sich maximal sechs Phasen annehmen kann. Genau an dieser Stelle wird schnell klar, dass der PWM-Controller dringend Unterstützung benötigt.

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Sechs Phasedriver sind für die Integration der 12 Spulen unverzichtbar.

Auf der PCB-Rückseite befinden sich eben zur Unterstützung insgesamt sechs MOSFET-Driver des Typs Intersil ISL6611ACRZ. Jeder von ihnen schnappt sich zwei Phasen, sodass die 12 Spulen auch wirklich gesteuert werden können.

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Zwei USB-3.0-Header, Spannungsmesspunkte und Onboard-Komfort.

Die vier DIMM-Slots laden zum Speicherausbau bis 32 GB ein. Dabei können laut MSI Module mit einer maximalen, effektiven Taktfrequenz von 3300 MHz betrieben werden. Links neben dem Hauptstromanschluss zeigen zwei USB-3.0-Header ihre Bereitschaft, einer in vertikaler Ausrichtung und der andere um 90 Grad angewinkelt. Die vier daraus resultierenden USB-3.0-Ports arbeiten nativ mit dem Z97-Chipsatz zusammen. Rechts vom Stromanschluss aus hat MSI die V-Checkpoints untergebracht. Mit einem Multimeter können die folgenden Spannungen direkt ausgelesen werden: VCCIN, DDR, CORE, GFX, RING und C_SA. Des weiteren befinden sich rechts davon drei Buttons: Power-, Reset- und OC-Genie-Button. Letzterer aktiviert den automatischen Overclocking-Modus.

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2-Way-SLI bzw. 3-Way-CrossFireX wird unterstützt.

Hier haben wir drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots vor uns, die auch gern bereit sind, zwei NVIDIA- oder zwei bzw. drei AMD-Grafikkarten aufzunehmen. Da beim Z97 GAMING 9 kein PLX-Chip vorzufinden ist, müssen die wenigen 16 Lanes von der CPU im Falle von Multi-GPU auf die drei Steckplätze verteilt werden. Im Single-GPU-Betrieb werden alle 16 Lanes an den obersten PCIe-3.0-x16-Slot weitergeleitet. Werden zwei Grafikkarten in den oberen und mittleren Slot installiert, egal ob nun von NVIDIA oder AMD, bekommen beide Karten demnach noch jeweils acht Lanes zugesprochen. Ferner unterstützt das Board auch ein Multi-GPU-Gespann mit drei AMD-Grafikkarten. In diesem Fall erhält die erste, oberste Karte acht Lanes und die anderen beiden nur noch vier Lanes. Zwischen den großen Steckplätzen halten sich jedoch auch noch insgesamt drei PCIe-2.0-x1-Slots bereit.

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Acht SATA-6G-Ports und ein M.2-Slot gehören zum Storage-Bereich.

MSI hat sich auf acht SATA-6G-Anschlüsse beschränkt. Die ersten sechs Stück, von rechts aus gesehen, wurden nativ an den Z97-Chipsatz angebunden. Die beiden restlichen arbeiten hingegen über den weit verbreiteten ASMedia ASM1061. Weiter oben auf dem Bild ist zudem der M.2-Slot zu erkennen, der ebenfalls eng an den Intel-Chipsatz gekoppelt ist und somit auf theoretische 10 GBit/s kommt. Er muss sich seine Anbindung jedoch mit zwei SATA-Ports (Port 5 und 6) teilen. M.2-Karten mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm und 8 cm können dort Platz nehmen. In dieser Preisklasse hätten wir gern auch eine SATA-Express-Schnittstelle gesehen, die die Ausstattung vervollständigt hätte - allerdings ist das Fehlen zu verschmerzen, da es noch keine entsprechenden Geräte gibt.