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Sabertooth Z97 Mark I im Dauertest (Update 3)

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Seite 4: Das Board - Features und Layout (2)

Schauen wir uns nun das I/O-Panel des Mainboards an:

Das I/O Panel des Sabertooth Z97 Mark I
Mit zwei Gigabit-LAN-Ports und vier USB3.0 ist alles vorhanden, was man benötigt.

Folgende Ports sind vorhanden:

  • 4x USB 2.0
  • CMOS-Clear-Button
  • DisplayPort, HDMI
  • Gigabit-LAN, 2x USB 3.0 (USB BIOS-Flashback-Funktion auf dem unteren USB-3.0-Port)
  • Gigabit-LAN, 2x USB 3.0
  • und die analogen Audioanschlüsse sowie ein optischer Digitalausgang

Obwohl ASUS Platz für einen 35 mm-Lüfter freilassen musste, sind eine Menge Anschlussmöglichkeiten vorhanden. Insgesamt acht USB-Schnittstellen, davon vier Mal USB 3.0, ein optischer Digitalausgang und sogar jeweils ein HDMI- und DisplayPort-Grafikausgang. Eine Besonderheit stellt der USB BIOS-Flashback-Button dar. Sollte eine BIOS-Aktualisierung beispielsweise scheitern, hat man die eine Möglichkeit, mithilfe eines USB-Sticks das BIOS problemlos zurückzusetzen.

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Zwei weitere USB3.0-Ports müssen über einen Zusatzchip realisiert werden.

Aufgrund der Tatsache, dass der Z97-Chipsatz lediglich sechs USB-3.0-Schnittstellen allein bewältigen kann, wird dringend Verstärkung benötigt. Zum Einsatz kommt der bereits weit verbreitete ASM1042AE-USB-3.0-Controller von ASMedia. Dieser wurde im Vergleich zum Vorgänger (ASM1042, USB-3.0-Hub) noch einmal in Details verbessert. 

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Auch bei den SATA-Ports muss ein Zusatzchip nachhelfen.

Auch für weitere SATA-Ports ist ein Zusatzchip notwendig. Hier setzt ASUS wie beim Vorgänger-Board auf den ASM1061 von ASMedia, wobei allerdings der zweite Zusatzchip des Z87 Sabertooth nicht mehr vorhanden ist. Dieser kümmerte sich um eSATA-Ports, die nun nicht mehr vorhanden sind. Der ASMedia-Chip ist mit PCIe-x1-Geschwindigkeit angebunden, sollte also erst nach den Z97-Ports zur Anbindung von SSDs gewählt werden. Optische Laufwerke können bei ihm nicht eingesetzt werden, sodass er für die eine oder andere Festplatte zur Verfügung stehen würde.

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Für den Onboard-Sound hat ASUS den modernen Realtek ALC1150 gewählt.

Auch den Sound hat ASUS verbessert, statt des bisher genutzten ALC892, der auch von Realtek stammt, ist es der modernere ALC1150 geworden. Beim letzten Test hatten wir den etwas angestaubten Sound noch kritisiert, nun setzt ASUS auch beim Sabertooth Z97 Mark I auf das aktuelle Topmodell. Der 8-Kanal-HDA-Audio-Controller unterstützt alle aktuellen Features inklusive Blu-ray-Audio und ein Signal-to-Noise-Ratio (SNR) von bis zu 115 dB.

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Hardwaremonitoring Extreme: Mehrere Chips sorgen bei ASUS für die Überwachung.

Für die Super I/O-Fähigkeiten des Boards und die Überwachung der Spannungen und Temperaturen sorgen bei dem Mark I eine ganze Reihe von Chips. Zum einen kommt ein Nuvoton NCT6791D zum Einsatz, zum anderen die von ASUS üblichen Digi+-, TUF- und TPU-Chips, die neben der Spannungs- und Temperaturüberwachung auch Overclocking-Funktionen wahrnehmen.

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Wenn die in die CPU integrierte Grafiklösung verwendet wird, sind auch 4K-Videos möglich.

Der ASMedia ASM1442K ist zwischen iGPU und dem HDMI-Grafikausgang zu finden, durch ihn wird die Wiedergabe von 4K-Medien erst möglich, welche ja immer mehr zum Trend werden. Für die meisten unserer Leser ist er mit einer dedizierten Grafikkarte aber nicht in Verwendung.

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Zwei Onboard-LAN-Chips sind verbaut, einmal von Intel, einmal von Realtek.

Im Vergleich zum Vorgängerboard sind nun zwei Netzwerkschnittstellen vorhanden. Einmal setzt Intel auf den verbreiteten Realtek 8111GR, zum anderen auf Intels I218-V. Beides sind Gigabit-Ethernet-Controller, wobei der Intel-Chip direkt an den Z97 angebunden ist. Beide Chips sind selbstverständlich auch abwärtskompatibel zu älteren Geschwindigkeiten (z.B. 100 mbit/s).

 

DSC00294
Viele Onboard-Chips erzwingen auch hier einen PCIe-Switch von ASMedia.

Leider notwendig ist auf dem ASUS-Board ein PCIe-Switch von ASMedia, der ASM1844e. Es handelt sich dabei um einen PCIe-2.0-Switch, der eine Lane des Z97-Chipsatzes verwendet und vier PCIe-2.0-Lanes bereitstellt. Der Z97-Chipsatz liefert insgesamt acht PCIe-2.0-Lanes, doch das Board benötigt eine größere Ausstattung: Ein PCIe-x4-Slot (der die Lanes im x4-Betrieb mit dem zusätzlichen USB-Controller teilt und einen x1-Slot deaktiviert) sowie zwei weitere x1-Slots verwenden schon insgesamt sechs Lanes. Somit bleiben für den Realtek-LAN, den Intel LAN und den ASMedia SATA-Chip zwei Lanes über - für drei Geräte. Der Switch ist also notwendig.

Am ASM1844e hängen der Realtek-Gigabit-LAN, der ASMedia-SATA-6G-Controller und die beiden PCIe-x1-Slots. Sind alle diese Slots und Controller in Verwendung, sinkt also der zur Verfügung stehende Datentransfer in ähnlichem Umfang.

Wer eine größere Anzahl an Lüftern eingeplant hat, kommt beim Sabertooth Z97 Mark I ganz auf seine Kosten. Insgesamt sind neun FAN-Header aufgelötet worden, wovon drei für die beiden integrierten 35-mm- bzw. 40-mm-Lüfter und einen "Assist-Fan" gedacht sind. Bei allen anderen Headern handelt es sich um 4-Pin-PWM-Header. Mit den voreingestellten Settings arbeiten die beiden 35 mm-Lüfter etwas zu aufdringlich und erzeugen, subjektiv betrachtet, einen störenden Geräuschpegel. Glücklicherweise regelt das Board sie aber auch selbständig nach unten.

 

Praktisch sind auch Details: Für Overclocker ist ein Jumper vorhanden, um höhere Spannungen auf die CPU geben zu können. Für die leichte Systemdiagnose bei einem nicht startenden System sind LEDs auf dem Board angebracht, die in rot oder grün signalisieren, wo der Fehler statt gefunden hat. Hierbei handelt es sich quasi um eine rudimentäre, optische Debug-LED. Und natürlich können auch noch die drei Temperaturfühler angebracht werden, um an beliebigen Stellen im System die Temperatur zu messen (z.B. Grafikkarte, Festplatten, Netzteil).

An dem gesamten Mainboard-Layout gibt es nichts zu beanstanden. Alles findet dort seinen Platz, wo man es erwartet. Besonders gut gefallen hat uns, dass ASUS unter dem ersten großen PCI-Express-Slot keinen weiteren Erweiterungsslot untergebracht hat. Somit geht bei den üblichen doppelt hohen Grafikkarten kein Slot verloren. Genügend Platz ist ebenso auf dem Mainboard für den CPU-Kühlkörper, und an die Dimm-Slots kommt man auch heran, wenn eine Grafikkarte eingebaut ist. 

 

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Kommentare (24)

#15
Registriert seit: 01.12.2013

Matrose
Beiträge: 4
Sehr interessantes Projekt. Bin mal gespannt wie sich das System macht, wenn es mal deutlich länger läuft und die GPU auch wieder übertaktet ist.

Stimmten die Angaben von >6000 rpm bei assistant fan 2 und 3?
Das System dürfte relativ "laut" sein oder?
Wird es eine Lautstärkemessung geben?

Gruß
darkblade90
#16
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30929
Zitat darkblade90;22397049
Bei mir läuft das System noch (23:49). Aktualisiere mal die Seite, dann wird das Bild auch neu geladen.
Mir ist aufgefallen, dass die CPU Temperatur ab und an von 70°C langsam auf 80°C steigt und dann wieder auf 70 °C absinkt. Wegen der Lüfter/Pumpensteuerung?

Gruß
darkblade90
Jupp, das liegt an unseren Servereinstellungen, die Bilder cachen, um den Traffic zu minimieren. Ein Drücken auf Strg+F5 hilft, wenn nicht schon ein einfacher Reload hilft.
Das Schwanken ist zum einen der Lüftersteuerung geschuldet, zum anderen wohl aber auch der Software. Da bin ich noch auf der Suche nach einer Ursache. Es ist in Wellen reproduzierbar.
Zitat darkblade90;22397064
Sehr interessantes Projekt. Bin mal gespannt wie sich das System macht, wenn es mal deutlich länger läuft und die GPU auch wieder übertaktet ist.

Stimmten die Angaben von >6000 rpm bei assistant fan 2 und 3?
Das System dürfte relativ "laut" sein oder?
Wird es eine Lautstärkemessung geben?

Gruß
darkblade90
Immerhin läuft die CPU jetzt mit 4,4 GHz auf der Spannung wohl recht gut, seit gestern 17:00 Uhr kein Absturz mehr (jetzt also ca. 17 Stunden). Die Frage ist, ob wir die GPU übertakten sollten - denn im Endeffekt ist der Unterschied für das Mainboard quasi nicht existent.

Den Assist Fan 2 und 3 habe ich auf das Maximum hochgedreht, weil die VCore-Temperaturen sehr hoch waren. Das System ist zwar laut, die beiden Lüfter fallen aber nicht stark ins Gewicht, denn im Endeffekt drehen fünf 120-mm-Lüfter und die Grafikkarten-Lüfter auch recht massiv.
#17
Registriert seit: 12.05.2010
@ Home
Matrose
Beiträge: 17
In der verlinkten Wunschliste/Preisvergleich ist kein Windows aufgelistet, was man ja noch verschmerzen kann. Leider fehlt auch die genannte AIO-Kühlung und der Prozessor ist ein anderer?!?
#18
Registriert seit: 01.12.2013

Matrose
Beiträge: 4
@dbode: Danke für die Infos.
Ist das bei der Board/CPU Konfig und Übertaktung (bei niedrigen 1,2 Volt CPU Spannung) normal, dass die VCore Temperaturen sehr hoch wären wenn die Zusatzlüfter nicht mit 100% laufen würden.

Letztes Bild ist von 10:54.
Ist das System abgestürzt oder wird etwa am System verändert?
#19
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30929
Das System läuft jetzt wieder (Erläuterung siehe oben) ;)

Bei dem CPU-Kühler ist das durchaus normal, denn wir verwenden ja eine Wasserkühlung, die den Bereich um den VCore-Bereich des Boards nicht belüftet.
Ich kann morgen gerne mal exemplarisch einen Lüfter über den VCore-Bereich hängen, um zu verdeutlichen, wie stark sie sinken, wenn ein "normaler" CPU-Kühler verwendet wird.

@Goodernie: Danke für den Hinweis, der Preisvergleich wurde aktualisiert.
#20
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Registriert seit: 09.05.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2968
Ohne einen Vergleich mit anderen Mainboards hat dieser Dauertest leider wenig Aussagekraft. Auch wenn es etwas direkt ist, aber für mich klingt das zu sehr nach Marketing.
#21
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30929
Sorry, aber um vielleicht fünf Systeme zu bauen, Boards herauszusuchen (wo wir dann sowieso nicht die Auswahl treffen, die jeder Leser gerne hätte), fehlt uns das Geld und die Zeit. Wobei dann die Komponente ja bereits leichte Unterschiede hinsichtlich der Übertaktung aufweisen würden, was auch nicht hilfreich und fair ist. "Hintereinander" testen ist auch nicht möglich, weil dann ein Test erst fünf Monate später erscheinen würde, wenn man sich mit jedem Board einen Monat auseinandersetzt.

Das Interesse unserer Leser scheinen wir (gemessen an den Zugriffszahlen) mit dem Dauertest aber getroffen zu haben. Also ist das Konzept in meinen Augen gut.
#22
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Registriert seit: 09.05.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2968
Hab ich vollstes Verständnis für. Bin trotzdem gespannt wie es weiter geht.
#23
Registriert seit: 01.12.2013

Matrose
Beiträge: 4
Windows Update mit automatischem Neustart gefährdet alles! Irgendwie schon witzig.
#24
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Super *rofl*

Nagut, mal wegklicken ;)
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