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Biostar Hi-Fi Z97WE im Test

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Seite 4: BIOS und Overclocking

BIOS

Eine gute Hardware ist ohne eine gute Software nur halb so viel wert, also muss das Bios stimmig sein. Die Taiwaner statten ihr bisher einziges Z97-Modell wie die anderen Hersteller mit einem UEFI-BIOS aus. Ein Blick auf die Webseite teilte uns mit, dass wir die Version von "Z97AF509" auf "Z97AF516" aktualisieren konnten. Glücklicherweise war das absolut kein Problem dank der Instant-Flash-Funktion, die mit der Taste "F12" aufgerufen werden kann. Laut den Infos wurde lediglich der CPU-Code aktualisiert.

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Die UEFI-Oberfläche vom Biostar Hi-Fi Z97WE.

Anders als die Platine selbst, ist die UEFI-Oberfläche zum größten Teil schwarz mit einem ordentlichen Anteil Rot. Diese Mischung erinnert ganz stark an ASRocks Fatal1ty-Serie. Nützlicherweise werden am linken Rand zu jeder Zeit einige Informationen angezeigt, wie die Uhrzeit (ausschließlich AM- und PM-Format), die Taktfrequenzen und Spannungen von der CPU und dem RAM sowie die Lüftergeschwindigkeiten der beiden CPU-FAN-Header und die CPU-Temperatur. Biostar hat sich dazu entschlossen, sämtliche Menüpunkte am unteren Bildschirmrand zu positionieren.

Angefangen mit dem "Main"-Reiter, auf dem nur grundlegendste Informationen zum BIOS, der installierten Arbeitsspeicher-Kapazität und das Datum angezeigt werden. Es lassen sich nur zwei Sprachen auswählen, Englisch und Taiwanesisch, was definitiv ausbaufähig ist. Bei "Advanced" finden wir sämtliche Einstellungen, die zum großen Teil die Onboard-Komponenten betreffen. Biostar hat dort ebenfalls das "SMART FAN Control"-Feature und den Hardware-Monitor einquartiert und distanziert sich hier klar von der Konkurrenz. Unter "Chipset" kann der Anwender die Onboard-Komponenten wahlweise ausschalten. Warum Biostar diesen Punkt nicht mit auf die "Advanced"-Seite gesetzt hat, löst etwas Unverständnis aus. Alle Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, sind beim Menüpunkt "Boot" aufgelistet. Darauf folgt der "Securtiy"-Reiter und erst dann kommen wir erst zum interessantesten Punkt "O.N.E.". Ganz oben kann festgelegt werden, mit welcher Seite das UEFI gestartet werden soll. Direkt darunter sind die Untermenüs für das Overclocking zu finden. Schließlich ist der Reiter "Save & Exit" unentbehrlich.

Der Anwender hat die freie Wahl, ob er per Maus und/oder per Tastatur durch die Menüs navigieren möchte. In beiden Fällen gestaltet es sich angenehm, auch wenn der Mauscursor leicht ruckelt. Für uns war besonders die "Print Screen"-Funktion sinnvoll, die Biostar allerdings recht unkomfortabel gelöst hat. Bei der Konkurrenz genügt ein Tastendruck und die Auswahl des Ziellaufwerks. Beim Biostar Z97WE kommt noch ein Zwischenschritt hinzu, bei dem der Dateiname eingegeben werden muss. Davon abgesehen können wir einen stabilen Betrieb und Zuverlässigkeit im Punkte Funktionsumsetzung bescheinigen.

 

Overclocking

Wir haben uns auch das Overclocking-Verhalten beim Biostar Hi-Fi Z97WE angeschaut und unserem Core i7-4770K wieder zu etwas mehr Takt verholfen. Wie auf Seite 2 erläutert, sorgen zehn Phasen dafür, dass die CPU eine stabile Grundspannung von 1,8 Volt erhält. Und das UEFI-BIOS stellt zum Übertakten viele Funktionen bereit, die wir natürlich festgehalten haben.

Biostar räumt dem BCLK einen sehr großen Spielraum ein. Er kann von 50 MHz bis sage und schreibe 540 MHz in 0,01-MHz-Intervallen feinjustiert werden. Die CPU-Spannung lässt sich dagegen wahlweise im Override-, Adaptive- oder Offset-Modus verankern. In den ersten beiden Fällen bedeutet das ein Spielraum von 0,001 Volt bis 2,000 Volt, beim Offset-Modus 0,001 Volt bis 0,998 Volt. Hierbei muss erwähnt werden, dass ausschließlich ein positiver Wert ausgewählt werden kann. Davon abgesehen kommen bei allen drei Modi feine 0,001-Schritte zum Einsatz. Alle anderen Overclocking-Funktionen listen wir wie immer in einer Tabelle auf:

Die Overclocking-Funktionen des Biostar Hi-Fi Z97WE in der Übersicht
Base Clock Rate 50 MHz bis 540 MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
0,001 V bis +0,998 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,300 V bis 2,292 V in 0,012-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,500 V bis 2,650 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,010 V bis 0,520 V in 0,010-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
0,001 V bis 0,998 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,001 V bis 0,998 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,001 V bis 0,998 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,675 V bis 1,365 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH PLL, DDR CHA/B VRef, DDR CHA/B CA VRef/CPU DDR VRef
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 27 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und fünf optionale Fans, Short Duration Power Limit,
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Unsere ersten Versuche mit 1,250 Volt und 1,260 Volt bei 4,7 GHz schlugen schnell fehl, sodass wir die VCore im Anschluss auf 1,270 Volt fixiert haben, was dann im Endeffekt ausgereicht hat.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,271 Volt

Der Durchschnitt der getesteten Boards benötigte in etwa 1,250 Volt, sodass das Biostar Hi-Fi Z97WE in dieser Disziplin etwas schlechter abgeschnitten hat.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Die Werte des Profils wurden korrekt übernommen und liefen auch stabil. Ebenfalls stabil lief jedoch auch unsere manuelle Einstellung mit schärferen Timings. In beiden Fällen lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

In der folgenden Bildergalerie sind alle BIOS-Screenshots aufgelistet.