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MSI Z97 MPOWER MAX AC im Test

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Seite 2: Features und Layout (1)

Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Für die CPU-Spannungsversorgung sind 12 Phasen verantwortlich.

Wir haben erneut die Kühlkörper entfernt, um uns einen guten Blick auf das gesamte PCB zu verschaffen. Ausgehend vom CPU-Sockel wurden zehn hocheffiziente HI-C-Caps verbaut, die die Effizienz laut MSI auf bis zu 93 Prozent nach oben drücken sollen. In der Mitte reihen sich die zwölf Ferrit-Chokes ein, die für die CPU-Spannungsversorgung zuständig sind und standardmäßig 1,8 Volt liefern. Dahinter wurden in der Summe 24 MOSFETs verlötet. Jede Phase wird ersichtlich von zwei MOSFETs befeuert. Ergänzend dazu sind auf dem gesamten PCB hochwertige "Dark Caps" anzutreffen, welche für eine überaus hohe Stabilität sorgen sollen. Zusammen bilden die Features "HI-C CAP", "Super Ferrit Chokes" sowie die "Dark Cap" das Military-Class-4-Feature. Vom Netzteil aus können ein 8-poliger- und ein weiterer 4-poliger ATX-12V-Stromanschluss belegt werden. Wenn es zunehmend in Richtung Extreme-Overclocking geht, kann der zusätzliche 4-Pin-Stromanschluss sehr nützlich werden.

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Der ISL6388 übernimmt die Rolle als PWM-Controller.

Und hier haben wir auch gleich den PWM-Controller. Er kommt von Intersil und trägt die Bezeichnung "ISL6388". Er selbst kann lediglich sechs Phasen steuern. Hat MSI an dieser Stelle also einen Fehler gemacht?

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Auf der PCB-Rückseite sind sechs dieser Kameraden zu finden.

Absolut nicht! Drehen wir das Mainboard um, sind im Bereich des VRMs sechs Chips zu sehen, die auf die Bezeichnung "ISL6611ACRZ" hören und ebenfalls von Intersil stammen. Diese sechs Chips werden benötigt, damit die 12 Phasen realisiert werden können. Dadurch dass sich ein "ISL6611ACRZ" um zwei Phasen kümmern kann, geht die Rechnung wunderbar auf.

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Die meisten Onboard-Buttons gesellen sich nun zu den DIMM-Slots.

Der Arbeitsspeicher kann bis maximal 32 GB ausgebaut werden. Dank der zwei Phasen können bis zu vier DIMMs auf einen maximalen Takt von effektiven 3200 MHz gebracht werden, sofern diese mit solch hohen Taktraten umgehen können. Auf der rechten Seite befinden sich oben sowie mittig rechts insgesamt drei 4-Pin-FAN-Header. Links vom 24-poligen ATX-Stromanschluss halten sich zwei USB-3.0-Header bereit, deren vier resultierende USB-3.0-Ports nativ über den Z97-PCH arbeiten. Rechts vom Hauptstromanschluss wurde der Großteil der Overclocking-Onboard-Features niedergelassen, auf die wir noch später genauer eingehen werden.

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Die meisten Onboard-Buttons gesellen sich nun zu den DIMM-Slots.

Bei den Erweiterungsslots gibt es keine Änderung zum Vorgängermodell. Es bleibt bei drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Slots und vier PCIe-2.0-x1-Slots. Von der Haswell(-Refresh)-CPU werden die 16 Lanes auf die drei großen Slots aufgeteilt, wenn alle Slots belegt sind. Mit nur einer Karte im obersten PCIe-3.0-x16-Slot werden alle 16 Lanes selbstverständlich ihr zugesprochen. Werden zwei Grafikkarten von NVIDIA oder AMD installiert, werden beide Karten mit jeweils acht Lanes versorgt. Bei drei AMD-Grafikkarten bekommt die erste, oberste Karte acht Lanes und die anderen beiden nur noch vier Lanes. Aber nicht jeder ist an einer Multi-GPU-Konfiguration interessiert, sodass in diesem Fall auch die vier PCIe-2.0-x1-Slot sinnvoll eingesetzt werden können. Über dem ersten PCIe-2.0-x1-Slot sehen wir auch einen 6-poligen PCIe-Stromanschluss, der bei einem aktiven Multi-GPU-Setups zur elektronischen Stabilisierung verwendet werden sollte.

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Acht SATA-6G-Ports und der neue M.2-Slot haben es auf das PCB geschafft.

Eines gleich vorweg: Eine SATA-Express-Schnittstelle ist nicht dabei. Allerdings bietet MSI optional einen "M.2-to-SATA-Express-Adapter" an, der in den vorhandenen M.2-Slot eingesteckt wird. Wie es bei den meisten Z97-Mainboards der Fall ist, geht der M.2-Slot mit zwei PCIe-2.0-Lanes zu Werke und erreicht somit eine theoretische Bandbreite von 10 GBit/s, demnach aufgrund der 8b/10b-Kodierung 1 GB/s. Der neue Slot teilt sich die Anbindung mit zwei SATA-6G-Ports, die mit vier weiteren Ports an die Southbridge gekoppelt sind. Wird der M.2-Slot also mit einer kompatiblen Karte belegt, sind die SATA-Ports 5 und 6 nicht mehr nutzbar. In dem M.2-Slot können Steckkarten mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm und 8 cm eingesetzt werden. Jedoch sehen wir insgesamt acht SATA-Ports. MSI hat noch einen ASMedia ASM1061-SATA-Controller hinzugefügt, der sich um zwei weitere SATA-6G-Ports kümmern kann.

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Das I/O-Panel vom MSI Z97 MPOWER MAX AC.
  • PS/2, 2x USB 2.0 (Intel Z97)
  • Steckplatz für das mitgelieferte Wi-Fi/Bluetooth-Modul
  • CMOS-Clear-Button
  • 4x USB 3.0 (ASM1074)
  • Gigabit-LAN (Intel I218-V), 2x USB 3.0 (ASM1074)
  • optischer Digitalausgang (Toslink), HDMI, DisplayPort
  • 2x USB 3.0 (ASM1042AE)
  • und die analogen Audioanschlüsse

Großzügig fällt das I/O-Panel aus. Satte acht USB-3.0-Ports sind darüber abgreifbar, was wir bisher selten sehen durften. Primär für Maus und Tastatur können auch zwei USB-2.0-Anschlüsse und eine PS/2-Schnittstelle verwendet werden. Ebenfalls dabei sind ein Gigabit-LAN-Port, jeweils ein HDMI- und DisplayPort-Grafikausgang sowie ein Toslink-Soundausgang und die vergoldeten, analogen Audiobuchsen. Als kleine Besonderheit kann das BIOS mit dem CMOS-Clear-Button komfortabel zurückgesetzt werden. Links neben dem Button wurde etwas Platz gelassen, was jedoch von MSI beabsichtigt ist, denn dort wird das Wi-Fi/Bluetooth-Modul installiert, welches sich mit im Karton befindet.

 

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Kommentare (13)

#4
customavatars/avatar24070_1.gif
Registriert seit: 20.06.2005
Berlin
Hauptgefreiter
Beiträge: 218
Das Layout sieht ziemlich aufgeräumt aus viel Platz um den Sockel ATX sind gut Platziert leider wäre bessere Soundchip das Sahne Häufchen gewesen g*

Preis ist Top !!

Das mit den ECO Modus kommt bestimmt ins BIOS ?
macht ja nichts besonders ausschalten kann man im BIOS eh alles unnötige schnitt schnellen werden deaktiviert.


das M.2-Slot holt man sich Adapter haut es im PCI Express hat 1gb/s schreiben und 800 lesen.
#5
Registriert seit: 01.03.2013
tief im Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 232
Wird sicher in meine engere Wahl kommen wenn ich in naher Zukunft aufrüste. Gut, die vielen USB3-Anschlüsse brauche ich nicht wirklich. Mir persönlich wären mehr SATA-Anschlüse lieber. Ansonsten gefällt mir das Board recht gut.
#6
Registriert seit: 30.05.2014

Matrose
Beiträge: 7
Find das Eco System genial! Und vor allem die Vcore oO Bin auf die anderen Z97 boards gespannt
#7
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Registriert seit: 26.08.2007
Mecklenburg
MSI-Fan
Beiträge: 1734
Zitat FM4E;22205438

Dieses Produkt ist nicht (mehr) erhältlich.

Das halte ich für ein Gerücht...:cool:
#8
customavatars/avatar41606_1.gif
Registriert seit: 15.06.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 941
Zitat PussyCat;22253727
leider wäre bessere Soundchip das Sahne Häufchen gewesen g*



Kauf dir ne gescheite Soundkarte und basta.
#9
customavatars/avatar50186_1.gif
Registriert seit: 25.10.2006

Bootsmann
Beiträge: 766
Schönes Review!

Allerdings sollte vielleicht erwähnt werden, dass nur die zwei CPU-Lüfterplätze 4pin-PWM unterstützen.
Die anderen 3 Stecker sind zwar 4-polig, aber nur 3-polig angeschlossen (wie bei MSI wohl üblich)...
#10
customavatars/avatar190871_1.gif
Registriert seit: 08.04.2013
Hamburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 212
Mich würde mal interessieren, ob es einen gravierenden Unterschied zum derzeit fast 60€ günstigeren MPower (ohne MAX AC) gibt.
Die Unterschiede, die mir bisher aufgefallen sind:
- 2 Ports USB 2, statt USB 3 in der Front und im Heck
- kein Wlan/Bluetooth Modul
- 1x Pcie 2.0 16x statt nur den 1x beim MAX AC
- keine Mosfet-Wakü

Falls die Boards ansonsten identisch sind, wären das nämlich alles Features auf die ich für die 60€ auch verzichten könnte und was mich in die Versuchung führen könnte, das MPower zu meiner nächsten Hardwareheimat zu machen.
#11
customavatars/avatar103434_1.gif
Registriert seit: 30.11.2008

Kapitän zur See
Beiträge: 3488
Bekomme ich mit Windows 8.1 Probleme und muss es neu installieren wenn ich vorher ein Gigabyte Z87 Board hatte und jetzt ein MSI Z97 Board einbauen möchte? Das ich die alten Treiber deinstalliere und die neuen installiere ist mir klar.
#12
Registriert seit: 13.03.2011

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 428
FM4E
Wurde das Mainboard unter Windows 8.1 mal getestet oder nur Windows 7 da einige ich eingeschlossen den Restart Bug beim Z87 haben, nach dem Ocen über den Multi, aber scheint nur Windows 8.1 besitzer zu betreffen zumindest läuft es unter Windows 7 problemlos.
Würde mich mal interessieren ob das Problem auch bei den neuen Z97 Boards besteht da ich deshalb nun ein neues Mobo anschaffen werde sofern MSI daran nicht bald ein Update bringt wo das behebt.
Hatte eigentlich auch ein MSI Z97 wieder im Auge aber da sollte mal ein tester vorher Prüfen ob das Mobo ein paar tage unter windows 8.1 ohne Restarts beim kaltstart läuft bevor ich wieder bei MSi zuschlage. Ein paar Tage Windows 8.1 testversion auf eine alte SSD oder Platte würden reichen um zu sehen ob der Fehler kommt sofern übertaktet ist.

@Beelzebub1984
nein sollte eigentlich keine Probleme geben lediglich Windows könnte eine neue Aktivierung verlangen. treiber sollte nur vor dem ausbau deinstaliert werden.
#13
customavatars/avatar55960_1.gif
Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13167
Zitat Foxi2010;22339187
FM4E
Wurde das Mainboard unter Windows 8.1 mal getestet oder nur Windows 7 da einige ich eingeschlossen den Restart Bug beim Z87 haben, nach dem Ocen über den Multi, aber scheint nur Windows 8.1 besitzer zu betreffen zumindest läuft es unter Windows 7 problemlos


Sämtliche Tests werden unter Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version absolviert, was die Overclocking-Tests einschließt.
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