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ASUS Z97-Deluxe im Test

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Seite 2: Features und Layout (1)

Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Das VRM-Design besteht beim Z97-Deluxe aus 16 Phasen.

Nachdem wir die passiven Kühlkörper entfernt haben, erhalten wir einen freien Blick auf die Phasen und natürlich auf die MOSFETs. Die Haswell(-Refresh)-CPU erhält weiterhin eine Grundspannung von 1,8 Volt, in diesem Falle von insgesamt 16 Phasen, die auch schon beim Vorgängermodell verwendet wurden. Weiterhin kümmert sich dann der in der CPU befindliche interne Voltage-Regulator um die einzelnen Spannungen.

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Jede Phase wird von zwei MOSFETS befeuert.

Die MOSFETs stammen von NXP und die Modelle haben die Bezeichnung "PH4030DLA" und "PH6030DLB". Sie wurden von ASUS das erste Mal beim ebenso neuen B85-Pro Gamer verbaut.

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Gleich zwei USB-3.0-Header sieht man nicht auf jedem Mainboard.

Auch im RAM-Bereich bleibt alles beim Alten, demnach bei vier DIMM-Slots, die kombiniert maximal 32 GB Arbeitsspeicher aufnehmen können. Die DIMMs selbst werden von zwei hochwertigen Phasen angetrieben. Links neben dem 24-poligen ATX-Stromanschluss sehen wir auch gleich die beiden USB-3.0-Header. Durch sie können vier der schnellen Schnittstellen an der Gehäusefront ermöglicht werden. Dann weiter rechts befindet sich ein Schalter mit der Bezeichnung "EZ_XMP", mit dem sich die DIMMs übertakten lassen, sofern mindestens ein XMP-Profil in den DIMMs hinterlegt ist. Direkt rechts daneben hält sich der allseits bekannte MemOK!-Button bereit, der sehr nützlich sein kann, wenn das System mit den Standard-Timings einmal nicht starten kann. Das Board sucht sich dann die optimalen Latenzen raus.

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Multi-GPU-Setups werden natürlich auch unterstützt.

In der Summe sind sieben Erweiterungsslots verfügbar. Darunter zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots, die sich im Falle von zwei installierten NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten die 16 Lanes von der Haswell(-Refresh)-CPU teilen müssen. Demnach würden beiden Karten lediglich acht PCIe-3.0-Lanes zur Verfügung stehen. Bei nur einer Grafikkarte werden natürlich alle 16 Lanes auf den obersten Slot geleitet, vorausgesetzt, der zweite PCIe-3.0-x16-Slot bleibt unbelegt. Dank eines weiteren PCIe-2.0-x16-Slots kommt das Z97-Deluxe sogar mit drei AMD-Grafikkarten zurecht. Ist Multi-GPU generell kein Thema für den Käufer, können auch die vier PCIe-2.0-x1-Slots mit Erweiterungskarten belegt werden.

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Die Neuerungen: SATA-Express und der M.2-Slot.

Im Bereich der Storage-Anschlüsse dürfte sich der Interessent nicht beschweren. ASUS hat auf dem Z97-Deluxe gleich zwei SATA-Express-Schnittstellen untergebracht. Der untere Anschluss ist an den Z97-PCH und der obere an den neuen ASMedia ASM106SE (SATA-Express-Controller) angebunden. Mit einer theoretischen Bandbreite von 10 GBit/s (umgerechnet 1,25 GB/s) mit zwei PCIe-2.0-Lanes wird die Leistung ein gutes Stück nach oben geschraubt. Auch wenn das SATA-Express-Feature nicht benötigt wird, können die jeweils zwei SATA-6G-Ports ganz normal als solche verwendet werden. Davon abgesehen sind aber auch noch sechs weitere SATA-6G-Buchsen verbaut worden. Die vier grauen arbeiten über den Intel-Chipsatz und die beiden schwarzen über einen weiteren Controller des Typs ASMedia ASM1061. Über bzw. hinter den SATA-Express-Schnittstellen ist zudem der M.2-Slot zu sehen, der sich die Bandbreite mit dem ersten unteren SATA-Express-Anschluss teilen muss. Demnach ist auch der M.2-Slot direkt an den PCH gekoppelt.

ASUS hat als Übergangslösung das Hyper-Express-Feature vorgestellt, bei dem zwei M.2-Karten im RAID0 zusammengeschaltet werden und beide über das SATA-Express-Interface angesprochen werden. Aktuell sind nämlich noch keine nativen SATA-Express-SSDs verfügbar.