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ASRock Z87 Extreme11/ac im Test

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Seite 9: Fazit

ASRock ist bei dem Extreme11/ac in die Vollen gegangen und hat alle aktuellen Technologien, die es derzeit für den Desktop-Markt gibt, auf ein Board gepackt. Dabei sind die Taiwaner sogar etwas in den Server-Bereich vorgedrungen und haben wieder einen SAS-Controller auf das E-ATX-Mainboard verlötet, der dank eines Expanders die doppelte Zahl an Anschlüssen managen kann. In der Summe kann der Interessent somit auf 22 SATA-6G-Schnittstellen vertrauen, wodurch ASRock einen Rekord aufgestellt hat und das Board auch als Single-CPU-Server-Platine in Frage kommt. Ebenso rekordverdächtig dürften die insgesamt zwölf USB-3.0-Schnittstellen sein, wenn der Anwender das mitgelieferte Front-Panel nutzt. Als weiteres Highlight hat das taiwanische Unternehmen auch gleich zwei Thunderbolt-Buchsen der zweiten Generation verlötet, mit denen eine bidirektionelle Datenübertragungsrate von beachtlichen 20 GBit/s drin sind.

Zur Grundausstattung des Exoten gehören vier PCI-Express-x16-Slots der dritten Generation, die über den PEX8747 ihre Lanes erhalten. Somit stellt es kein Problem dar, ein Multi-GPU-Gespann zu realisieren, welches aus vier dedizierten Grafikkarten besteht. Darüber hinaus befinden sich zwischen den großen Brüdern auch noch drei PCIe-2.0-x1-Slots, die alternativ ebenfalls genutzt werden können. ASRock hat den restlichen Platz zwischen den vier großen Slots mit zwei mSATA-6G-Slots und einem Mini-PCIe-Slot gefüllt. Letzterer ist allerdings bereits mit dem WLAN- und Bluetooth-Modul belegt, welches 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.0 bietet. Einziger Haken an der Sache: Das Frontpanel muss genutzt und ggf. verbaut werden, wenn auf die beiden Features nicht verzichtet werden soll. Bei den ganzen Onboard-Features gehen Dual-LAN mit Teaming-Funktion und der hochwertige Onboard-Sound schon fast unter.

img_5.jpg

Aber auch für das Overclocking-Wohl ist anständig gesorgt. Die CPU-Spannungsversorgung umfasst zwölf starke Phasen, die in unserem Overclocking-Test gute Arbeit geleistet haben. Soll die Haswell-CPU bis zum Erschöpfen übertaktet werden, können auch beide 8-polige ATX +12V-Anschlüsse belegt werden. Hinzu gesellen sich die zahlreich vertretenen Overclocking-Funktionen aus dem UEFI und auch jeweils ein Power- und Reset-Button sowie eine Diagnostic-LED und ein BIOS-Switch gehören zur Ausstattung. Sehr überzeugend zeigte sich erneut das UEFI, welches ASRock ziemlich gut im Griff zu haben scheint und angenehm strukturiert ist. Dabei fiel die Navigation durch die Menüs per Maus und/oder Tastatur sehr komfortabel aus und alle selektierten Einstellungen wurden konsequent umgesetzt.

Weniger gefallen hat uns jedoch die hohe Leistungsaufnahme, die selbst im Leerlauf alles andere als zeitgemäß ausgefallen ist. Zwar besitzt das Board Onboard-Komponenten en Masse und die PLX-Brücken, aber letztendlich sind knapp 40 Watt mehr als das beste Z87-Board einfach zu viel. Wer ein Quad-SLI- oder CrossFire-X-System aufbaut, wird über diese 40 Watt zwar lachen, für alle anderen Anwendungen wird die hohe Leistungsaufnahme aber ein Punkt sein, über den nachzudenken ist. Erfreulich ist die Tatsache, dass die beiden Lüfter des Boards auf der niedrigsten Stufe keine Krachmacher sind, wie man zuerst vermuten könnte. Wird der PCH-Lüfter jedoch auf die höchste Stufe gesetzt, ist er deutlich wahrnehmbar.

Der zweite negative Punkt stellt hierbei ganz klar der Preis dar. Über Amazon ist das Z87 Extreme11/ac für sage und schreibe 512 Euro zu haben. Auch wenn es in unserem Preisvergleich sogar ab 440 Euro gelistet ist, gehört es mit zu den teuersten Desktop-Platinen, die im Handel erhältlich sind. Dass ASRock das Z87 Extreme11/ac nicht in riesigen Stückzahlen verkaufen wird, ist klar - das Board richtet sich an extreme Enthusiasten, die absolut keine Kompromisse eingehen wollen und das volle Spektrum an Anschlussmöglichkeiten erwerben möchten - trotzdem sind 440 Euro für ein Mainboard ein richtiges Brett.

Positive Eigenschaften des ASRock Z87 Extreme11/ac:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer hochwertigen CPU-Spannungsversorgung und umfangreichen Overclocking-Funktionen
  • absolut luxuriöse Ausstattung, u.a. 22 SATA-6G- und 12 USB-3.0-Schnittstellen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an vier PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität
  • Mini-PCIe-Slot (bereits belegt) und Dual-Gigabit-LAN
  • zwei Thunderbolt-2.0-Buchsen
  • WLAN 802.11ac/Bluetooth-4.0-Karte inkl. Frontpanel
  • sehr gute Audio-Lösung
  • zwei mSATA-6G-Slots

Negative Eigenschaften des ASRock Z87 Extreme11/ac:

  • sehr hohe Leistungsaufnahme
  • sehr hoher Preis

Es lässt sich schlecht leugnen, dass das ASRock Z87 Extreme11/ac ein durchaus beeindruckendes Stück Hardware ist, bei dem die Taiwaner gezeigt haben, was alles auf ein E-ATX-Mainboard passt. Alle vorhandenen Technologien basieren auf der jeweils aktuellsten Revision und es lässt mit großer Sicherheit keine Wünsche offen. Aus rein technischer Sicht hat sich dieses besondere Mainboard unseren Technik-Award redlich verdient! Herzlichen Glückwunsch! Gegen einen Excellent Hardware Award spricht aber die hohe Leistungsaufnahme.

Alternativen? Wer im gleichen bzw. ähnlichen Preisbereich bleiben möchte, kann einen Blick auf das Gigabyte GA-Z87X-UD7 TH werfen, welches mehr Wert auf den Overclocking-Bereich setzt und bei dem aber die Restausstattung ebenfalls nicht zu kurz gekommen ist. Nach unten hin steht einem natürlich die Tür weit offen und es gibt gute Alternativen mit einer ähnlichen Ausstattung, wie z.B. das ASRock Z87 Extreme9/ac.

 

Persönliche Meinung

Es ist wieder mal sehr interessant zu sehen, was in der heutigen Zeit technisch alles machbar ist. Die gesamte Platine des Z87 Extreme11/ac ist besonders von Komplexität geprägt und ist für Technikfreunde ein besonderer Leckerbissen. Auf der anderen Seite ist jedoch klar, dass der Großteil der Nutzer auf so ein Monster gewiss nicht angewiesen ist. Diejenigen, die sich das Z87 Extreme11/ac dennoch zulegen, erhalten ein Mainboard der Extraklasse, welches aktuell gesehen auf dem neusten Stand der Technik basiert. (Marcel Niederste-Berg)

 

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Kommentare (22)

#13
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Registriert seit: 30.01.2005
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Beiträge: 1181
Zitat FM4E;21512708
Zu dem Technik-Award: Das Board hat ihn vor allem aus dem Grund erhalten, da dieses Brett für ein Desktop-Board (da haben wir es wieder ;)) eine mehr als umfangreiche Ausstattung erhalten hat, die für ein Board aus dem Desktop-Segment zugleich ungewöhnlich, aber auch etwas Besonderes ist.


Ok, das stimmt. Nur, die ganzen PCIe Switches helfen nicht da die ganze Sachen mangelhaft an 16 Lanes der CPU angeschlossen sind! Toll jetzt werden 10 Festplatten, 4 SSDs und 3 GTX 780 TI angeschlossen und die dürfen jetzt um die Bandbreite kämpfen ... nett.
Falls jetzt kommt, das ist aber übertrieben viel Hardware ... warum sollte man sich das Board dann kaufen?
Aus dem Diagramm lese ich übrigens noch raus, dass sich alle PCIe x1 eine Lane teilen und dass der onboard Satabereich ebfalls mit einer PCIe Lane angeschlossen ist.

Aber gut der Abward ist Auslegungssache ... für dich ist das Board etwas besonders und deswegen Abwardfähig, für mich wäre die Sinnhaftigkeit und die Umsätzung wichtiger.
#14
Registriert seit: 09.06.2008

Obergefreiter
Beiträge: 77
Zitat
Habe ich ergänzt.


Vielleicht sollte man auch noch dazu schreiben, dass das Board trotz 16 SAS nur maximal 10 Geräte in einem Raid unterstützt. (oder hab ich das übersehen)

Ich würde mich auch auf die Aussagen die bei LSI stehen nicht verlassen. Die gelten oft nur für die eigenen LSI Controller, auch was den Cache angeht. Beim alten Z77 Extreme 11 wurde auch an einigen Stellen erzählt, er hätte cache und man könne die Policy mittels Megaraid einstellen, aber die Option war nicht da, weil der Cache auf dem ASRock Board nicht vorhanden ist.

Habt ihr das mal ausprobiert ob die Optionen da sind?

Beim letzten Test den ich zum Z77 Extreme 11 gelesen habe, ich glaube es war bei Andantech, da war selbst der Intel Z77 Controller mit 3-4 SSDs (trotz nur 2 sata 3) im Raid schneller als der SAS Controller! Wäre also interessant gewesen mal zu sehen wie das hier mit 6 intel SATA 3 aussieht.

Das ganze Board scheint mir eher nach dem Motto entworfen zu sein:
"Wir pressen irgendwie drauf was geht, egal wie, hauptsache hohe Zahlen!"
#15
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
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Beiträge: 28786
Zitat KalleWirsch;21512960
Ich würde mich auch auf die Aussagen die bei LSI stehen nicht verlassen. Die gelten oft nur für die eigenen LSI Controller, auch was den Cache angeht. Beim alten Z77 Extreme 11 wurde auch an einigen Stellen erzählt, er hätte cache und man könne die Policy mittels Megaraid einstellen, aber die Option war nicht da, weil der Cache auf dem ASRock Board nicht vorhanden ist.

Das sind keine Angaben von LSI. Ich habe mit dem Redakteur zusammen die Speicherchips von Macronix unter dem Kühler [Strike]identifziert[/Strike], weil es in den Angaben von ASRock keinen Hinweis dazu gab.

Abgesehen davon:
1) ASRock X79 Extreme11 LSI SAS2308 + [Strike]16MB Cache[/Strike] (Macronix / STM, abhängig von Revision)
2) ASRock Z77 Extreme11 LSI SAS2308 + [Strike]16MB Cache[/Strike] (Macronix MX29GL128F)

Edit: manche Dinge sollte man nicht nebenher während der Arbeit machen
#16
Registriert seit: 09.06.2008

Obergefreiter
Beiträge: 77
Zitat

Abgesehen davon:
1) ASRock X79 Extreme11 LSI SAS2308 + 16MB Cache (Macronix / STM, abhängig von Revision)
2) ASRock Z77 Extreme11 LSI SAS2308 + 16MB Cache (Macronix MX29GL128F)


Der Macronix MX29GL128F ist doch ein Flash Speicher, oder? Also ich kenne bei SAS Controllern eigentlich eher DRAM Speicher als Cache und nicht Flash!

LSI SAS 2308 RAID Controller - HBA Information and ListingServeTheHome – Server and Workstation Reviews
Eigentlich hat kein Produkt mit dem Controller einen Cache!

Und wenn man mal ein wenig Google bemüht, finde ich da heraus
Zitat
"An 16-MB CFI-compliant flash ROM is used to accommodate firmware and BIOS Console 2 OpROM."


Es handelt sich dabei also wohl eher um die Firmware als um einen Cache!

Ansonsten hätte Anandtech, der übrigens den ganzen Controller auch mal getestet hat (!) auch wohl totalen Müll geschrieben.

Zitat
It should be noted that there is also no cache associated with the LSI chip, and thus we only get speed increases above 64KB transfers.


AnandTech | ASRock X79 Extreme11 Review: PCIe 3.0 x16/x16/x16/x16 and LSI 8-Way SAS/SATA
AnandTech | ASRock X79 Extreme11 Review: PCIe 3.0 x16/x16/x16/x16 and LSI 8-Way SAS/SATA
LSI RAID Controller help, 2308 chip on-board ASRock Extreme 11 motherboard is slow! - [H]ard|Forum

Ich gehe mal davon aus, dass die Chance groß ist, dass es beim Z87 nun wieder genauso sein wird.
#17
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28786
Oops, da hätte ich in das Datenblatt wohl auch mal rein sehen sollen. Eigentlich soll der SAS3008 einen integrierten 6MB Speicher für seine Firmware besitzen und es erschien mir auch nicht sehr logisch, dass man dafür 2x16MB auf das Board löten sollte. Da habe ich mich wohl geirrt, das soll vorkommen (sigh).

Leider standen unserem Redakteur keine entsprechenden Laufwerke für einen Test dieser Funktionalität / der Peformance des Controllers zur Verfügung, deshalb gibt es dazu auch keine Ergebnisse im Test.

Ich hätte auch gern mal einen direkten Performance-Vergleich zwischen Thunderbolt Gen1 und Gen2 gesehen, aber das ist ein ähnliches Problem =)
#18
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1946
Lüfter auf der SB?!? Omg, Schrott... und total unnötig...
#19
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Registriert seit: 09.01.2002
Geboren in Nepal, Wohnhaft in HH-Altona
Admiral
Beiträge: 15294
Naja wenn man weiß, siehe Text weiter oeben, was da alles gekühlt werden muss^^.

Bin gespannt was das Mobo in der Stoaragepraxis leistet - eins ist bestellt.
#20
Registriert seit: 18.07.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2455
Zitat emissary42;21513949
Ich hätte auch gern mal einen direkten Performance-Vergleich zwischen Thunderbolt Gen1 und Gen2 gesehen, aber das ist ein ähnliches Problem =)


Solange kein Raid dran hängt, wird da kein großer Unterschied bemerkbar sein. Die Controller sind aktuell auf 6 GBit (=S-ATA III) eingestellt und die werden effektiv nicht ausgelastet, sonst wandern für so ein wichtigen Standard 200+ MB/s im Overhead, was ich mir nicht vorstellen kann. Eine kleine Aufklärung wäre sicher nett, wenn jemand Zahlen parat hat.

Ich sehe es auch an meinem alten 500GB WD-Book, was über 3 Wege an den PC angeschlossen werden kann: USB 2.0, Firewire 400 und eSATA. Man kann sich ausrechnen, welcher Standard schneller übertragen kann und welcher den meisten Overhead produziert. Die Controller sind die Schwachstelle. Das wird es dem Thunderbolt auf Dauer hin Probleme bereiten, die Verbreitung fehlt und der eigentliche Nutzen/Mehrwert fehlt noch immer. Man kann mit USB 3.0/eSATA eine Menge überbrücken. Display-Port hat auch fast jedes neue Board, warum dann Thunderbolt? Hoher Aufpreis für 2-3 Sekunden weniger warten.
#21
Registriert seit: 01.03.2013
tief im Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 232
Zitat KalleWirsch;21512960
Das ganze Board scheint mir eher nach dem Motto entworfen zu sein:
"Wir pressen irgendwie drauf was geht, egal wie, hauptsache hohe Zahlen!"


Jepp. Für mich ist das Board weder Fisch noch Fleisch. Ein 2011 Sockel, ergo 4960 CPU und Quadchannel, wäre sinnvoller gewesen. Dann hätte das Board bei 3D+Video-/Bildbearbeitung+Spiele für den Heimgebrauch vielleicht ein würdiges Dasein gefunden... wenn man den Stromverbrauch außer acht lässt. Und ich will nicht wissen was dieses Board bei Vollbestückung an Strom im Idle-Modus verbrauchen würde. Bei den Strompreis ... nee!

"Guckst du Chefe, wahnsinns Schnittstellen, nur das Beste, langlebig und als Netzteil brauch man nur ein AKW dranhängen":xmas:
#22
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5267
Jeder der bereit wäre so ein Board zu kaufen, will wahrscheinlich auch einen besseren SAS-Controller....

Warum man sich ein 4-way SLI aufbauen sollte mit dem Inputlag des PLX-Chips ist mir auch schleierhaft. Dann lieber Sockel 2011 und 4x8Lanes ohne PLX-Chip.

Kann man den PLX wenigstens im BIOS deaktivieren?
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