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MSI Z87 XPower im Test

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Seite 9: Fazit

Technisch gesehen ist das MSI Z87 XPower ein beeindruckendes Stück Hardware, welches speziell im Bereich der Übertaktungsmöglichkeiten den meisten anderen im Handel befindlichen Platinen einiges voraus ist. Besonders beeindruckend ist die CPU-Spannungsversorgung, die aus (fast) unglaublich 32 Phasen besteht. Rechnen wir die vielen Overclocking-Features auf dem Mainboard sowie die umfangreichen Overclocking-Funktionen aus dem UEFI-Bios hinzu, ergeben die drei Punkte auf dem Papier ein reines Overclocking-Monster. Bei unserem Overclocking-Test macht sich aufgrund der hohen benötigten Spannung schnell die Ernüchterung breit, die beispielsweise beim ASUS Z87-Deluxe weitaus geringer ausgefallen ist. Allerdings ist für einen Overclocking-Erfolg auch immer die CPU ausschlaggebend.

Neben dem Overclocking kommt der Besitzer dieses Probanden auch in Sachen Gaming-Performance-Optionen voll auf seine Kosten. Mithilfe der fünf PCIe-3.0-x16-Slots ist problemlos ein 4-Wege-SLI- oder CrossFireX-Gespann realisierbar. Als Besonderheit packt MSI auch noch einen Switch obendrauf, mit welchem der Anwender vier Slots auf Wunsch deaktivieren kann. Alternativ stehen aber auch noch zwei PCIe-2.0-x1-Slots bereit. Für die passende Gaming-Netzwerklösung ist mit dem Killer E2205 auch der passende Netzwerkcontroller verlötet worden, der die Latenz bestmöglich nach unten drücken soll. Soundtechnisch gibt es auch auf dem Z87 XPower den ALC1150 aus dem Hause Realtek, der vom OPA1652-Kopfhörerverstärker (bis 600 Ohm) begleitet wird und zusammen mit den Soundblaster SBX Pro Studio Features eine solide Audiolösung bildet.

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Die weitere Ausstattung umfasst insgesamt zwölf USB-3.0-Anschlüsse und weitere sechs USB-2.0-Schnittstellen,  mit denen das System um viele weitere Peripherie-Komponenten erweitert werden kann. Hinzu kommen insgesamt zehn SATA-6G-Ports und sogar ein mSATA-Slot, der sich die Anbindung an den PCH allerdings mit dem fünften Port teilen muss. Wahlweise kann mit dem DisplayPort- und den beiden HDMI-Grafikausgängen auch die integrierte Grafikeinheit im Haswell-Prozessor verwendet werden. Mit dem mitgelieferten WLAN/Bluetooth 4.0-Modul kann eine kabellose Netzwerkverbindung aufgebaut werden. Speziell für das WLAN-Modul hätten wir gerne eine WLAN 802.11ac-Unterstützung gesehen. Demnach wird sich der Käufer mit dem WLAN 802.11n-Standard zufrieden geben müssen.

Das BIOS des Boards zeigte keine Schwächen und auch keine Stabilitäts- und Kompatibiltätsprobleme. Als besonders stromhungrig kann die Platine ebenso nicht bezeichnet werden. Sie liegt auf einem guten Niveau, trotz des verbauten PLX-Chips. Die große Schattenseite des Z87 XPower ist jedoch der veranschlagte Preis, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei etwa 345 Euro liegt und damit recht hoch ausfällt. Die luxuriöse Ausstattung hat aber eben ihren Preis. Aber man muss schon einen Hang zum Luxus haben oder die Overclocking-Optionen effektiv nutzen können, damit sich dieser Anschaffungspreis lohnt.

Positive Eigenschaften des MSI Z87 XPower:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer sehr extremen CPU-Spannungsversorgung und sehr vielen Overclocking-Funktionen
  • angemessene Ausstattung, u.a. 12 USB-3.0-Anschlüsse und zehn SATA-6G-Ports
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an fünf PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und gute Effizienz
  • mSATA, WLAN und Bluetooth
  • Audio-Boost, Killer-NIC

Negative Eigenschaften des MSI Z87 XPower:

  • sehr hoher Preis

Das MSI Z87 XPower ist ohne Zweifel ein besonderes Produkt, das sich vorwiegend für Overclocking-Liebhaber von besonderem Interesse sein dürfte. Drumherum bietet das Mainboard eine ausgeprägte Ausstattungsvielfalt, die zu dem verlangten hohen Preis nahezu passend ist. Aufgrund der besonderen verbauten Technik zeichnen wir das MSI Z87 XPower mit dem Technik-Award aus. Herzlichen Glückwunsch!

TA msi z87 xpower

Alternativen? Auch in diesem Fall können wir als Alternative auf das ASUS Maximus VI Extreme hinweisen, welches auch eine gute Ausstattung und einige weitere Gimmicks mitbringt und ebenfalls gute Overclocking-Ergebnisse abliefern kann. Sind vor allem die Anschlussmöglichkeiten von Interesse, kann ein Blick auf das ASUS Z87-Deluxe geworfen werden. Preisgünstiger geht es natürlich immer, auch wenn dabei die Ausstattung etwas geringer ausfällt. Aber gerade für die Anwender, die die umfangreichen Anschlussmöglichkeiten nicht gebrauchen können, werden dadurch einiges an Geld einsparen. Beispielsweise könnte auch das MSI Z87-GD65 GAMING interessant sein, das abgesehen von exklusiven Overclocking-Features ebenfalls eine mehr als nur ausreichende Zahl an Anschlüssen zu bieten hat.

 

Persönliche Meinung

MSI hat mit dem Z87 XPower ein faszinierendes Mainboard auf den Markt gebracht, welches für extrem ambitionierte Übertakter sicherlich in der engeren Auswahl sein wird. Aber auch dieses Mal bleibt zu erwähnen, dass für den Großteil der Anwender ein solches Mainboard schlichtweg nicht erforderlich ist. Die meisten User interessieren sich weniger für das Overclocking und schauen daher rein auf die Funktionalität und auf die Stabilität, die ohne Overclocking zu 99,99 Prozent auf Anhieb gegeben ist. (Marcel Niederste-Berg)