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MSI Z87 XPower im Test

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Seite 4: Features und Layout (3)

Es geht mit dem zusätzlichen SATA-Controllern weiter:

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Zwei ASM1061-Chips wurden rechts neben dem mSATA-Slot positioniert.

In der unteren rechten Ecke der XL-ATX-Platine hat MSI neben den beiden ASM1061-SATA-Controllern einen mSATA-Slot untergebracht, der sich die Anbindung mit dem fünften SATA-6G-Port über den Z87-Chipsatz teilen muss. Unterhalb davon wurde auch noch eine Debug-LED untergebracht, die auf diesem Probanden nicht fehlen darf.

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Die Overclocking-Features im Detail.

Fangen wir von links an: Mit dem Schalter (BCLK_STEP) können die Intervalle des BCLKs verändert werden. Zur Auswahl stehen 1 MHz- und 0,1 MHz-Schritte. Dieses Feature arbeitet aber lediglich mit den Onboard-Buttons zusammen, mit denen man die BCLK-Frequenz verändern kann. In diesem Fall sind es die unteren beiden Plus- und Minus-Tasten. Die oberen beiden sind für den Multiplikator zuständig.

Interessant ist der Button mit dem Blitz-Symbol. Mit ihm kann das gesamte Board vollständig entladen werden, was zur Folge hat, dass alle BIOS-Einstellungen zurückgesetzt werden. Der gleiche Effekt tritt nach der Entfernung der BIOS-Batterie ein. Ebenfalls vorhanden und unverzichtbar ist ein Power- sowie ein Reset-Button. Und dann ist da auch noch der "OC Genie"-Button, der eine automatische Übertaktung ermöglicht. Dieses Feature ist in zwei Modi unterteilt: Gear 1 und Gear 2. Im ersten Gang wird rein die CPU etwas übertaktet. Der zweite Gang greift dann etwas aggressiver und übertaktet zum einen die CPU noch weiter, erhöht aber gleichzeitig auch die restlichen Systemfrequzenzen. Der jeweilige Modus kann mithilfe des OC_SWITCH an der Seite ausgewählt werden.

Ganz unten sind noch die V-Check-Points untergebracht. Folgende Spannungen können im Detail kontrolliert werden: VCCP (CPU Input), VCC_DDR (VDIMM), CPU_Core0 (VCore), CPU_GFX, CPU_RING und CPU_SA (System Agent). Etwas versteckt, unterhalb des CPU-Sockels existieren aber noch V-Checkspots, mit denen darüber hinaus noch diese Spannungen beobachtet werden können: PCH_1P05 (1,05V), PCH_1P5 (1,5V), CPU_VTT, CPU_Core1, CPU_Core2, CPU_Core3 und VCCIOA. Generell lässt das Z87 XPower in Sachen Spannungsüberwachung keine Wünsche offen. Beeindruckend ist vor allem auch, dass nicht nur die reine VCore ausgelesen werden kann, sondern jede Spannung separat für jeden einzelnen Kern.

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Ein 6-poliger PCIe-Stromanschluss sorgt für die nötige Stabilität.

Es kann zu dem Problem kommen, dass das System instabil agiert, wenn der Anwender auf mehrere Grafikkarten setzt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat MSI noch einen 6-poligen PCIe-Stromanschluss auf das Board gelötet.

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Der verbaute PWM-Controller: IR3563B.

Der 8-phasige PWM-Controller IR3563B kümmert sich um das Power-Design, welches beim Z87 XPower sehr großzügig ausfällt. Zu seinen Features gehören auch diverse Schutzschaltungen, wie OVP, UVP, OCP, OTP und CFP.

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Der jeweilige BIOS-Chip lässt sich selektieren.

Auch das darf auf einem reinrassigen Overclocking-Mainboard nicht fehlen: Ein BIOS-Switch. Dadurch erhält der Käufer die Möglichkeit, zwischen den beiden dedizierten BIOS-Chips umzuschalten. Mittlerweile gehört dieses Feature aber bereits bei den günstigeren Mainboards zum Grundprogramm.

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Ein Kaliber wie das Z87 XPower benötigt auch eine anständige Stromversorgung.

Dass das Board für Stickstoffkühlung (LN2) bestens vorbereitet und geeignet ist, steht natürlich außer Frage. Zu diesem Zweck sind auch gleich zwei 8-polige ATX +12V-Anschlüsse vorhanden, die für so ein Vorhaben gut zu gebrauchen sind.

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Das MSI Z87 XPower nochmal in der Übersicht.

Verteilt auf dem großen XL-ATX-PCB existieren insgesamt sieben 4-polige FAN-Header (CPU-FAN-Header inklusive), die sich auch alle steuern lassen. Sind im BIOS die Default-Settings ausgewählt, arbeitet die Lüftersteuerung bereits sehr zuverlässig. Im Detail werden die beiden Lüfter des bequiet! Dark Rock Pro C1 im Leerlauf mit niedrigen Umdrehungen betrieben und werden je nach CPU-Last beschleunigt.

Auf einem XL-ATX-Mainboard ist natürlich eine Menge Platz. Dieser wurde aber mit vielen Features gefüllt. An dem Mainboard-Layout gibt es nichts auszusetzen. Die Montage des großen CPU-Kühlers war ohne Probleme zu bewältigen und generell ist eine Menge Platz vorhanden, was bei dem großen Format aber auch logisch ist.