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ASRock Z87 Extreme9/ac im Test

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Seite 5: BIOS und Overclocking

BIOS

In den vergangenen Tests mit ASRock-Platinen konnte das UEFI-BIOS stets überzeugen. Beim Z87 Extreme9/ac schauen wir natürlich auch wieder genau hin. Eine Aktualisierung des BIOS war wirklich dringend, denn vorinstalliert war eine Version mit der Bezeichnung "L1.25A", was auf eine Alpha-Version deuten könnte. Mittlerweile gilt die Version "P1.80" als aktuell, die folgende Verbesserungen mitbringt:

  • Update CPU EZ OC Table
  • Update CPU code
  • Improve memory compatibility
  • Improve "UEFI Tech Service" function

Die Installation erfolgt ohne Schwierigkeiten per Instant Flash-Funktion.

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Das UEFI vom ASRock Z87 Extreme9/ac.

Wie auch schon beim ASRock Z87E-ITX (zum Hardwareluxx-Test), entspricht das UEFI-BIOS beim Z87 Extreme9/ac optisch 1:1 dem aktuellen ASRock-Standard. Es unterscheidet sich einzig etwas im Funktionsumfang. Der "Main"-Reiter zeigt einzelne Infos an, wie z.B. die aktuell vorliegende BIOS-Version, das Prozessormodell und die Arbeitsspeicher-Kapazität. Der "OC-Tweaker" stellt für den Enthusiasten das Herzstück des UEFIs dar, denn auf dieser Seite sind die umfangreichen Overclocking-Einstellungen gelistet. Hier kommt der Overclocker gänzlich auf seine Kosten. Im "Advanced"-Menüpunkt sind wie gewohnt die Settings zu den Onboard-(Kleinst-)Komponenten zu finden. Ob der Anwender nun die SATA-, die USB- oder PCIe-Anschlüsse konfigurieren möchte, dort wird er fündig.

Jede Menge nützliche Tools wurden im gleichnamigen Tab untergebracht. Mit dabei sind der System Browser, der Online Management Guard, der UEFI Tech Service sowie der Easy RAID Installer. Speziell für das UEFI selbst findet der Anwender auf dieser Seite das Instant Flash-Feature mit lokaler Datenträger- und DHCP-Funktion. Im letzteren Fall nimmt das Board bei bestehender Internetverbindung Kontakt mit dem ASRock-Server auf und überprüft, ob eine aktuellere BIOS-Version bereitgestellt werden kann. Auch ist es möglich, ein Backup des BIOS auf den zweiten BIOS-Chip zu transferieren. Was darf zusätzlich nicht fehlen? Die User-Profile. Insgesamt können drei Stück angelegt werden und erlauben jeweils die schnelle Aktivierung unterschiedlicher Einstellungen. Ein übersichtlicher Hardware-Monitor gehört schon seit längerer Zeit zum guten Ton und hat auch den Weg zum Z87 Extreme 9/ac gefunden. Der Besitzer dieser Platine kann also vorab die CPU- und Mainboard-Temperatur, die Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten im Blick behalten. Letzteres lässt sich mit der integrierten Lüftersteuerung beeinflussen. Insgesamt können fünf FAN-Header gesteuert werden.

Die restlichen drei Reiter beschränken sich auf "Boot", "Security" und "Exit". Auf Wunsch lässt sich die Sprache auch auf Deutsch umstellen. Die Navigation durch das UEFI wurde wie erwartet per Maus und Tastatur angenehm umgesetzt. An der Stabilität gibt es nichts auszusetzen, was auch für die korrekte Umsetzung der gewählten Einstellungen gilt.

 

Overclocking

Wir haben uns zusammen mit dem Z87 Extreme9/ac auch ein wenig mit dem Thema Overclocking auseinandergesetzt. Durch die vorhandenen zwölf Phasen und den üppigen OC-Settings lädt es regelrecht dazu ein. Das Board unterstützt dabei auch die neuen CPU-Straps 1.0, 1.25, 1.67 und 2.5, die als Multiplikator für den BCLK dienen.

BCLK-technisch ist eine Veränderung von 90 MHz bis 300 MHz möglich. Die Intervalle liegen bei 0,1 MHz und erlauben eine gewisse Portion Feintuning. Bei der CPU-Spannung hat der Anwender die drei Modi Override, Adaptive und Offset zur Auswahl. In den ersten beiden Modi lässt sich die Spannung von 0,800 Volt bis 2,000 Volt fixieren, währenddessen der Offset-Modus einen Voltagekorridor von -1,000 Volt bis +1,000 Volt erlaubt. In allen drei Modi betragen die Intervalle 0,001 Volt. Die Load Line-Calibration ist von Level 1 bis Level 5 auswählbar. Standardmäßig ist sie bereits die Maximalstufe festgelegt. Alle weiteren Overclocking-Features haben wir in der folgenden Tabelle zusammengetragen:

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z87 Extreme9/ac in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-1,00 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,165 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 2,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,600 V bis +0,400 V in 0,010-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,977 V bis 1,322 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen  FIVR Switch Frequency Signature, PCH 1,5V, CPU Input Offset
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 35 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit

Als ersten Schritt unseres Overclocking-Versuchs haben wir den Multiplikator auf den Wert "47" fixiert und die Spannung erst einmal bei 1,25 Volt belassen. Einige Minuten rechnete das System bereits fleißig mit Prime95. Dann jedoch kam es zum Bluescreen. Also haben wir die Spannung geringfügig auf 1,26 Volt angehoben, womit das System dann einwandfrei unter Volllast lief. Das System konnte sogar mit dem 48er Multiplikator problemlos booten. Sobald wir das System dann aber unter Last gesetzt haben, kam zum Systemstillstand mit anschließendem Neustart.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,261 Volt

Mit entsprechender Kühlung kann diese Konstellation ohne Einschränkungen 24/7 gefahren werden. Wichtig ist hierbei jedoch, die Temperatur im Auge zu behalten. Nachdem wir dieses Ergebnis in der Tasche hatten, haben wir es mit dem CPU-Strap 1.25 probiert. Das Ergebnis fiel nüchtern aus, denn das System hat den Start sofort verweigert.

Viele Leser interessieren sich auch für das RAM-Overclocking-Potenzial. Erneut kamen die beiden G.Skill TridentX DDR3-2400-Module zum Einsatz. Ohne XMP-Funktion konnten wir folgendes Ergebnis festhalten:

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Das Erreichen der Soll-Taktfrequenz mit sogar strafferen Latenzen war für die ASRock-Platine keine Herausforderung. Die VDIMM lag mit 1,65 Volt an, wie es der Hersteller bei diesen Modulen spezifiziert hat. Ein Boot-Versuch mit dem RAM-Teiler DDR3-2600 war allerdings erfolglos. Der Grund liegt bei den RAM-Modulen selbst, die an dieser Stelle limitieren.

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Das A-Tuning-Utility.

ASRock gibt aber auch noch eine Software mit auf den Weg, die sich für den einen oder anderen Käufer durchaus als nützlich erweisen könnte. Sie hört auf den Namen "A-Tuning". Mit ihr können Sachen, wie der Operation-Modus eingestellt werden und bietet die drei Modi "Performance Mode", "Standard Mode" und "Power Saving". Ebenfalls enthalten sind Features wie XFast RAM, FAN-Tastic Tuning und der Dehumidifier (Entfeuchter). Generell kann das System auch von diesem Utility aus übertaktet werden und bietet die entsprechenden Regler für den CPU-Multiplikator, die BCLK-Frequenz und die dazugehörigen Spannungen. Unter dem Punkt "System Info" verbirgt sich eine Übersichtsseite, die Informationen wie die aktuell anliegende CPU-Taktfrequenz, die Spannungen, die Temperaturen und auch die Lüftergeschwindigkeiten preisgibt. Ebenfalls dabei ist der "System Browser", auf dem komfortabel gecheckt werden kann, welche Komponenten zu aktuellem Zeitpunkt installiert sind.

In den folgenden Videos werden die XFast555-Funktionen, das Dehumidifier- und das ASRock OMG-Feature (Online Management Guard) in einem Video präsentiert:

ASRock Feature - XFast555
ASRock Feature - Dehumidifier
ASRock Feature - Online Management Guard

Alle BIOS- und A-Tuning-Screenshots sind in der folgenden Bildergalerie einsehbar.