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MSI X79A-GD45 Plus im Test

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Seite 4: BIOS und Overclocking

BIOS

Nicht jede X79-Platine kommt bereits ab Werk mit unserem Intel Core i7-4960X zurecht - erst dann, wenn das UEFI ab einer entsprechenden Version "Ivy Bridge-E"-Support mit sich bringt. Unser Testsample erkannte die Test-CPU ohne Probleme - auch die Einstellungen für den Turbo-Modus waren allesamt korrekt eingestellt. Ein Nachjustieren unsererseits war nicht notwendig. Auch war unser Sample bereits mit der aktuellsten BIOS-Version ausgestattet. Wir setzten auf Version 17.4 Beta 2. Auf der MSI-Homepage fand sich zum Testzeitpunkt aktuell noch Version 17.3. Ein BIOS-Update ließ sich im Falle des MSI X79A-GD45 aber problemlos mittels USB-Stick und dem Tool "M-Flash" erledigen. 

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Der Startscreen des UEFI vom MSI X79A-GD45 Plus.

Der Startscreen des MSI X79A-GD45 Plus informiert über die aktuellen Temperaturen von CPU und Mainboard, spuckt auch das aktuelle Datum samt aktueller Zeit aus und listet die gerade anliegenden CPU- und Speicher-Taktraten sowie die installierte Speichermenge mit auf. Mittels Schnellwahl-Funktionen kann man entweder den OC-Genie- oder ECO-Modus auswählen, womit das System wahlweise Strom sparender oder aber schneller agiert. CPU- und Speicher-Taktraten sowie Energiesparfunktionen werden dafür automatisch angepasst. Wie gewohnt lässt sich das UEFI bequem mit der Maus bedienen. 

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Die Haupt-Settings des MSI X79A-GD45 Plus.

Hinter dem Settings-Button verstecken sich alle wichtigen Einstellungen des Mainboards. Dort lässt sich nicht nur die Systemzeit einstellen, sondern auch die einzelnen Komponenten aktivieren oder deaktivieren – darunter nicht nur der Sound-Chip, sondern auch die SATA-Controller und der Gigabit-LAN-Controller. Da MSI bei seinem X79A-GD45 Plus aber kaum Zusatzchips verbaut, lässt sich kaum eine Hardware-Komponente abschalten. Boot-Einstellungen lassen sich dort ebenfalls festlegen.

Viel interessanter sind natürlich die Overclocking-Settings, die sich hinter einem separaten Button verbergen. Dort kann man allerlei Spannungen setzen, die CPU-Features wie Turbo Boost 2.0, EIST, C1E und Co einstellen oder aber die Taktraten und Timings für den Arbeitsspeicher bestimmen und das XMP-Profil aktivieren. Im Eco-Bereich lassen sich zahlreiche MSI-eigene Stromsparfunktionen auswählen. Sofern man unter Windows einen entsprechenden Treiber installiert hat, erhält man über den Button „Browser“ einen schnellen Zugriff auf das Internet.

Insgesamt hinterlässt das UEFI einen guten Eindruck – wurden doch nahezu alle Einstell-Möglichkeiten von der normalen Version 1:1 übernommen. Die Bedienung kann per Maus oder Tastatur erfolgen, Ruckler oder lange Wartezeiten gab es keine. Die Menüs sind klar strukturiert und intuitiv. Fehler hatten wir während unserer Tests keine bemerkt.

 

Overclocking

Bei den Overclocking-Funktionen bietet das UEFI des MSI X79A-GD45 Plus eigentlich alles, was man so benötigt. So lässt sich der Prozessor nicht nur mittels Heraufsetzen des Multiplikators übertakten, sondern auch durch das Anpassen der BCLK, die sich zwischen 90 und 200 MHz einstellen lässt. Der CPU-Strap beträgt wahlweise 1,0, 1,25 oder 1,67. Die CPU-Spannung kann auf bis zu 1,8 Volt angehoben werden, wobei das wirklich nur erfahrene Overclocker mit extremen Kühlmethoden machen sollten. Die Hitzeentwicklung des Sechskern-Prozessors stellt auch so schon gewaltige Anforderungen an das Kühlsystem. Der Arbeitsspeicher kann sogar auf bis zu 2,445 Volt angehoben werden. Aktuelle Module begnügen sich in der Regel mit 1,65 Volt. Dafür lässt sich die Speicherspannung für jeweils zwei Kanäle gesondert anpassen - sehr lobenswert!

Die Overclocking-Funktionen des MSI X79A-GD45 Plus in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 200 MHz in 1,0 MHz-Schritten
CPU-Strap 1,0x, 1,25x, 1,67x
CPU-Mulitplikator 12x - 63x
CPU-Spannung 0,8050 V bis 1,800 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
DRAM-Spannung 1,0500 V bis 2,4450 V in 0,0150-V-Schritten (Für jeweils 2 Kanäle einzeln)
DRAM-Vref 0,4500 V bis 1,1500 V in 0,0250-V-Schritten (Für jeden Kanal einzeln)
CPU-SA-Spannung 0,8550 V bis 1,8000 V in 0,0150-V-Schritten 
CPU-IO-Voltage 0,8000 V bis 1,6400 V in 0,0200-V-Schritten
CPU PLL-Spannung 1,4000 V bis 2,5000 V in 0,1000-V-Schritten
PCH-1.1-Core-Spannung 0,8400 V bis 1,9000 V in 0,0200-V-Schritten
PCH-1.5-Core-Spannung 1,2000 V bis 1,9000 V in 0,0200-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Override Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 23 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
M-Flash
Browser

Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,

Unser Intel Core i7-4960X besitzt nicht gerade das beste Overclocking-Potential. Dennoch konnten wir ihn auf bis zu 4,5 GHz übertakten, wofür wir sogar etwas weniger Spannung benötigten als bei unserem ASUS P9X79. Statt mit 1,45 Volt begnügte sich der Prozessor auf dem MSI-Board mit 1,432 Volt. Zwar konnten wir auch mit höheren Taktraten und etwas weniger Spannung booten, doch stabil lief das System damit leider nicht. 

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,5 GHz bei 1,432 Volt

Auf dem ASUS P9X79 mussten wir die Spannung ein klein wenig höher setzen, um den Intel Core i7-4960X stabil mit 4,5 GHz betreiben zu können. Das MSI X79A-GD45 Plus muss den "Ivy Bridge-E"-Prozessor dafür mit nur 1,432 Volt beliefern. 

Viele Leser interessieren sich auch für das RAM-Overclocking-Potenzial. Erneut kamen die vier G.Skill TridentX DDR3-2400-Module zum Einsatz. Ohne XMP-Funktion konnten wir folgendes Ergebnis festhalten:

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Die angepeilten 1200 MHz wurden problemlos erreicht. Jedoch mussten wir die Command Rate auf 2T zurückstellen. Wurde der 1T-Modus aktiviert, war kein Bootvorgang möglich. Die VDIMM lag bei 1,65 Volt.

Alle BIOS-Screens können in der folgenden Bildergalerie eingesehen werden: