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Test: Gigabyte GA-Z77MX-D3H TH - Micro-ATX inkl. Thunderbolt

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Seite 4: BIOS und Overclocking

BIOS

Die aktuellste BIOS-Version für das Z77MX-D3H TH ist die Version F6B, währenddessen Version F3 bereits vorinstalliert war. Es handelt sich bei dieser Version um eine Beta-Version vom 21.11.2012, bei der eine Secure Boot-Option erhalten ist. Aufgrund des starken Versionsfortschritts haben wir Mithilfe der integrierten Instant-Flash-Funktion das neueste BIOS fix aufgespielt. Alternativ kann der Benutzer aber auch über die DOS-Oberfläche eine Aktualisierung vornehmen.

Auch bei dem kleinen Vertreter orientiert man sich bei der UEFI-Oberfläche bei den bereits bekannten Modellen, wie z.B. dem Z77X-UD3H und dem Z77X-UP4 TH. Zusammen mit der 3D-Ansicht und dem gut strukturierten Advanced-Modus hat Gigabyte eine benutzerfreundliche Umgebung geschaffen.

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Unter dem M.I.T.-Reiter sind die Overclocking-Einstellungen zu finden. An dieser Stelle lassen sich die Taktfreqenzen, die Spannungen und andere OC-Settings auswählen und fixieren. Auf der nächsten Seite unter "System" gibt es nichts Spektakuläres zu sehen. Lediglich das Mainboard-Modell inkl. der aktuell installierten BIOS-Version sowie Datum und Uhrzeit werden dort aufgelistet. Hier lässt sich auf Wunsch auch gleich die Sprache ändern. Sämtliche Einstellungen, die das BIOS selbst betreffen, hat Gigabyte wie gewohnt in einem separaten Reiter zusammengefasst. Die Onboard-Komponenten lassen sich hingegen unter "Peripherals" konfigurieren. Die Power-Management-Optionen sind unter dem gleichnamigen Untermenü zu finden.

Wir waren mit dem UEFI-BIOS von Gigabyte erneut sehr zufrieden. Die Steuerung fällt mit der Tastatur jedoch angenehmer aus als mit der Maus. Letztere lässt sich ruckelnd über den Monitor bewegen.

 

Overclocking

Auch mit dieser Micro-ATX-Version haben wir den Core i7-3770K zu etwas mehr Takt verholfen. Dabei hat uns selbst der 4-polige +12V-ATX-Anschluss nicht an dem Overclocking-Versuch gehindert. Auf dem PCB sind sechs Phasen vertreten. Darüber hinaus ist aber zudem auch die Qualität der Signallaufzeiten nicht zu vernachlässigen.

Wie man es bereits von Gigabyte her kennt, lässt sich der BCLK alias die Base-Clock-Frequenz von 80 MHz bis 133,33 MHz in 0,01 MHz-Schritten festlegen. Dadurch, dass man bei den Sandy- und Ivy Bridge-Prozessoren die Grundfrequenz bis etwa sieben Prozent anheben kann, ist der gegebene Spielraum akzeptabel. Die VCore lässt sich komfortabel entweder im Fixed- oder Offset-Modus einstellen. Der Fixed-Modus erlaubt die Veränderung der Spannung von 0,800V bis 1,850V in 0,005V-Intervallen, wo hingegen der Offset-Modus einen Spielraum von -0,640V bis +0,635V in ebenfalls 0,005V-Schritten erhalten hat. Mit dazu gehört für viele Übertakter die Load Line-Calibration, wodurch der beabsichtigte Vdroop eingegrenzt oder gar verhindert wird. Folgende Modi sind beim Z77MX-D3H TH selektierbar: Normal, Standard, Low, Medium, High, Turbo, Extreme. Die restlichen Eigenschaften haben wir wie gewohnt tabellarisch zusammengefasst:

Die Overclocking-Funktionen des Gigabyte GA-Z77MX-D3H TH in der Übersicht
Base Clock Rate 80 bis 133,33 MHz in 0,01 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,850 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,640 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 2,000 V in 0,020-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung - nicht möglich -
CPU PLL-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen iGPU
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 29 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und zwei optionale Fans,
CPU-LLC, iGPU-LLC, Internal PLL Overvoltage, VCore Protection, iGPU Protection

Als stabiles Ergebnis konnten wir immerhin 4,5 GHz verzeichnen. Die Spannung haben wir dabei auf 1,26 Volt anheben müssen, damit Prime ohne jedwede Probleme rechnen konnte. Haben wir den Multiplikator um eine Stufe erhöht, haben wir einen Bluescreen erhalten. Da hat auch eine weitere Spannungserhöhung auf bis zu 1,3 Volt nichts bewerkstelligen können.

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Bestes Ergebnis: 4,5 GHz bei 1,26 Volt

Eine Taktfrequenz von 4,5 GHz mit einer Spannung von lediglich 1,068 Volt zu erreichen, ist natürlich nicht möglich - CPUz konnte hier schlicht die anliegende Spannung nicht auslesen. Daher musste AIDA64 herhalten, sodass wir damit die Spannung ablesen konnten. Für ein kleines Mainboard mit einem 4-poligen +12V-ATX-Anschluss sind die erreichten 4,5 GHz keinesfalls schlecht. Jedoch konnten wir feststellen, dass der 4-polige Anschluss recht warm wurde. Allerdings bestand keinerlei Gefahr für das Mainboard und dessen Komponenten.

Darüber hinaus haben wir uns auch das RAM-Overclocking-Potenzial angeschaut. Verwendet haben wir zwei G.Skill TridentX DDR3-2400-Module. Dieselbe effektive Taktfrequenz haben wir uns erneut zum Ziel gemacht, jedoch ohne die Verwendung der XMP-Funktion. Herausgekommen ist folgendes Ergebnis:

cpuz.PNG

Das Mainboard kommt mit diesen Taktfrequenzen locker zurecht, wie man sehen kann. Die VDIMM haben wir aber dennoch bei 1,65 Volt belassen. Ein durchaus annehmbares Ergebnis.

Unten haben wir für unsere Leser nochmal alle BIOS-Screenhots in eine Bildergalerie gepackt.