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Test: ECS A85F2-A Golden - Black Extreme

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Seite 7: Fazit

Man merkt, dass ECS alles versucht, um am Ball zu bleiben und lässt auch kaum einen Sockel aus, weder von Intel noch von AMD. Weiterhin jedoch hat ECS mit einem Problem zu kämpfen, das auch in vergangenen Tests vorhanden war: Die Leistungsaufnahme. Unsere Tests haben erneut gezeigt, dass auch diese ECS-Platine unter Last schlicht zu viel verbraucht. Gerade in aktuellen Zeiten, wo man verstärkt auf Green-IT setzt, spielt gerade auch die Leistungsaufnahme unter Last eine große Rolle. Abgesehen davon erhält man von ECS ein optisch sehr gelungenes Mainboard, was sich auch qualitativ mit der Konkurrenz messen kann.

Technisch gesehen hat das A85F2-A Golden ebenfalls eine Menge zu bieten. Mit den beiden verlöteten PCIe-x16-Slots der zweiten Generation steht dem Käufer die Entscheidung frei, zusammen mit einer Trinity-APU auch ein CrossFireX-Gespann laufen zu lassen. Sofern man auf die Option verzichten kann, hat ECS zusätzlich noch an drei PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots gedacht, mit denen man das System mit weiteren Komponenten erweitern kann. Weiterführend stehen sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-Anschlüsse bereit. Das volle Potenzial der installierten APU kann vollständig genutzt werden, denn ECS hat sich für alle vier aktuell gängigen Grafikausgänge DVI, VGA, HDMI und DisplayPort entschieden.

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Und auch im Storage-Bereich nutzt ECS das volle Programm des A85X-Chipsatzes aus und verbaut sieben SATA-6G-Schnittstellen direkt auf die Platine. Der achte Anschluss wurde in Form eines eSATA-6G-ports am I/O-Panel großzügig realisiert. Das UEFI-BIOS erhielt ein optisches Update, wenn auch nur die Hauptseite, die dafür aber sehr informativ aufbereitet wurde. Während des Testens traten mit Grundeinstellungen keine Instabilitäten auf. Die Steuerung im BIOS ist per Tastatur gewohnt gut zu absolvieren. Lediglich die Maus-Steuerung hätte etwas weniger ruckelig ausfallen können. Negativ anzumerken ist jedoch die fehlende Instant-Flash-Funktion, die bei einem Mainboard in der heutigen Zeit einfach dazugehört und nicht fehlen sollte.

Im offenen Markt ist das ECS A85F2-A Golden - Black Extreme noch nicht erhältlich. Genau deswegen ist eine preisliche Einschätzung und der Erwerb nicht so einfach möglich. Wer den Kauf dieses Mainboards ernsthaft in Erwägung zieht, sollte sein Glück bei verschiedenen Distributoren versuchen.

Positive Eigenschaften des ECS A85F2-A Golden - Black Extreme:

  • gute Leistungsfähigkeit mit ausreichender CPU-Spannungsversorgung und ausreichenden Overclocking-Funktionen
  • adäquate Ausstattung, u.a. sechs USB-3.0-Anschlüsse, sieben SATA-6G-Schnittstellen und ein eSATA-6G-Port
  • gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität

Negative Eigenschaften des ECS A85F2-A Golden - Black Extreme:

  • kein regulärer Preis vorhanden
  • hohe Leistungsaufnahme unter Last

Das ECS A85F2-A Golden - Black Extreme ist optisch ein echter Hingucker dank goldfarbiger Lackierung der Kühlkörper, der Kondensatoren und des I/O-Panels. Aber auch im technischen Bereich bietet es solide Anschlussmöglichkeiten und hat dabei lediglich die erhöhte Leistungsaufnahme unter Last als Hauptnegativpunkt zu verkraften.

 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28763
Der hohe Stromverbrauch bei Last deutet wieder auf wenig effiziente Wandler im CPU-VRM hin. Oder war eventuell die Lastspannung der CPU im Vergleich höher als bei den anderen Modellen (zB durch eine "aggressivere" LLC)?
#2
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Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13145
Wenn wir den Stromverbrauch messen, lassen wir im BIOS alles auf Default-Werten laufen. Zu dem Zeitpunkt, als wir den Stromverbrauch unter Last gemessen haben, zeigte CPUz eine Spannung von 1,408V an. Verglichen mit den anderen getesteten FM2-Platinen ist das der höchste Standard-Wert. Die APU war bei allen Boards allerdings die selbe.
#3
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Registriert seit: 29.09.2005
sleeping under tartaros
Korvettenkapitän
Raupe Nimmersatt
Beiträge: 2872
Warum haben die sich damals eigentlich vom hiesigen Markt zurückgezogen? Einfach keine guten Distris mehr gehabt oder was war der Grund?
Denn kurz darauf wurden die Boards langsam interessant und mit denen aus der Golden Series würde ich allein aufgrund der phänomenal anderen Optik gern was bauen. Z.b. mit dem goldenen NOFAN CR-95C oder so als wunderhübsches Arbeitstier <3
#4
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
ECS hat sich durch Billigboards einen Namen gemacht, nicht unbedingt den besten.

Ich schätze mal die User waren nicht bereit viel Geld für ECS auszugeben, dazu hat Asrock die im Billigsgement verdrängt.

Ich hab mir seitdem einige Tests zu ECS-Boards durchgelesen und muß leider sagen, zu einem Kauf tendiere ich nicht. Kaum erhältlich, der zu erwartende Preis ist auch kein Argument, im Tests versinken die -wenns gut geht- im Mittelmaß und bieten auch keinen Bios-Support an der besser ist als von bewährten Marken
#5
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28763
Optisch machen die Modelle wirklich etwas her, aber es fehlt einfach ein Partner für den Vertrieb in Europa. Am Support, gerade in BIOS-Angelegenheiten, sollte ECS auf jeden Fall noch arbeiten, falls sie zu den Tier-1 Herstellern aufschließen möchten. Mit der Black Extreme Baureihe hatte man die Möglichkeit endgültig das eigene Image umzukrempeln und sich neu zu erfinden, leider liegt jenes Potenzial noch immer größtenteils brach...
#6
customavatars/avatar156883_1.gif
Registriert seit: 11.06.2011
Bremen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2139
Rein optisch aufjedenfall nen Hingucker
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