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Test: Gigabyte GA-Z77X-UP4 TH

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Seite 3: Features und Layout (2)

Weiter gehts wie gewohnt mit dem I/O-Panel:

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Wieder von links nach rechts sind beim Z77X-UP4 TH folgende Anschlüsse auffindbar:

  • PS/2, 2x USB 3.0
  • VGA, DVI
  • 2x USB 3.0, HDMI
  • 1x Gigabit-LAN, 2x USB 3.0
  • 2x Thunderbolt
  • und die analogen sowie ein optischer Digitalausgang

Bei einigen Gigabyte-Mainboards konnte man bereits sehen, dass am I/O-Panel ausschließlich USB-3.0-Schnittstellen zu finden sind. Das Z77X-UP4 TH bietet gleich sechs Stück. Gigabyte hat bereits wunderbar gekennzeichnet, dass die beiden USB-3.0-Anschlüsse unterhalb des LAN-Ports auch ohne gesonderte USB-3.0-Treiber funktionieren. Der Grund ist dabei ganz einfach zu erklären: Die beiden USB-3.0-Buchsen unterhalb des LAN-Ports hängen direkt am Z77-Chipsatz, die anderen vier am VIA VL800.

Das "TH"-Kürzel bezieht sich klar auf die Thunderbolt-Unterstützung. Über das I/O-Panel sind also gleich zwei Stück vertreten, die jeweils zwei bidirektionale Kanäle mit 10 GBit/s-Datenübertragung beherrschen.

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Erneut kommt ein Audio-Codec von Realtek zum Einsatz.

Sound darf natürlich auch nicht fehlen. Aus diesem Grund hat sich Gigabyte für den ALC892 von Realtek entschieden, der ebenfalls wie der ALC898 weit verbreitet ist. Unterstützt werden bis zu acht Kanäle, mit dabei die immer wichtiger werdende Blu-ray-Verschlüsselung, um somit verlustfreien Sound genießen zu können. Die weiteren Eckdaten sind ebenfalls völlig ausreichend: 95 dB Signal-to-Noise ratio (SNR) und 90 dB SNR recording (ADC)

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Der PEX8605 erweitert die PCIe-2.0-Lanes.

Da das Z77X-UP4 TH zweimal Thunderbolt-Schnittstellen dabei hat, die schon mal vier Lanes für sich beanspruchen, wird der PEX8605 benötigt: Er bindet die drei PCIe-x1-Slots über eine geteilte PCIe-2.0-Lane an. Die restlichen Onboard-Chips hängen jeweils mit einer x1-Lane bzw. einer x4-Lane (Thunderbolt-Controller) direkt am Z77.  Beim PEX8605 handelt es sich um einen 4-Port-Gen2-Switch, der in der Lage ist, vier Lanes zur Verfügung zu stellen - drei werden hier aber nur verwendet.

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Die beiden Chips von ITE dürfen natürlich nicht fehlen.

Beim IT8728F handelt es sich um den Super I/O-Chip, der die Temperaturen, die Spannungen und die Lüfterdrehzahlen im Auge behält und die Daten an das gewünschte Ausleseprogramm weitergibt. Rechts gegenüber wurde der IT8892E, der als PCI-Brücke dient, direkt neben den einzigen PCI-Slot positioniert.

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Hier kommt wieder ein PWM-Controller von IRF zum Einsatz.

Der IRF 3567A kümmert sich um acht Phasen, die sich natürlich ganz in der des CPU-Sockels befinden. Der PWM-Controller selbst wurde direkt über den Sockel platziert.

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Ein Netzwerk-Controller von Realtek kümmert sich um die Netzwerk-Datenpakete.

Gigabyte hat sich beim Z77X-UP4 TH für den Realtek RTL8111F entschieden, der wie gewöhnlich mit 1 GBit/s umgehen kann und zusätzlich auch weitere Funktionen wie Wake-on-LAN, EEC und sogar eine CRC-Korrektur mitbringt. Für die meisten wird dieser Zusatzchip völlig ausreichen.

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Für die USB-3.0-Erweiterung kommt der VL800-Zusatzchip von VIA zum Einsatz.

Das Z77X-UP4 TH bietet insgesamt acht USB-3.0-Schnittstellen, den internen Header natürlich hinzugerechnet. Deswegen wird unbedingt ein weiterer USB-3.0-Controller benötigt, der sich um vier USB-3.0-Ports am I/O-Panel kümmert. Diese Aufgabe wird der VL800 von VIA erfüllen. Er ist in der Lage, bis zu vier der aktuell schnellen USB-3.0-Anschlüsse zu steuern und erfüllt optimal seinen Zweck.

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Zwei dieser Chips übernehmen einmal den HDMI- und DVI-Ausgang.

ASMedia und ihr ASM1442 finden weite Verbreitung im IT-Hardware-Bereich. Notwendig sind sie, wenn HDMI- und/oder DVI-Ausgänge verlötet wurden, die dann die Steuerung über die beiden Anschlüsse übernehmen. Pro Ausgang ist auch ein ASM1442 erforderlich. Im Falle des Z77X-UP4 TH sind also zwei dieser Chips nötig, damit der HDMI- und DVI-Ausgang überhaupt verwendet werden kann.

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Dieser Chip ist für die beiden Thunderbolt-Ausgänge zuständig.

Für die beiden Thunderbolt-Schnittstellen kommt der Intel DSL3510L zum Einsatz. Über ihn lassen sich die beiden Anschlüsse problemlos ansteuern und er kommt mit zwei Thunderbolt- Anschlüssen bestens zurecht, die über vier Lanes angebunden sind. Ein Thunderbolt-Konnektor kann zwei bidirektionale Kanäle bereitstellen.

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Das Gigabyte GA-Z77X-UP4 TH nochmal in der Übersicht.

An FAN-Headern sind insgesamt fünf Stück zu finden, die auch allesamt 4-Pin-PWM-Lüfter aufnehmen können. Alternativ lassen sich aber natürlich auch 3-Pin-Lüfter problemlos anklemmen. Von Gigabyte kennt man bereits, dass die integrierte Lüftersteuerung sehr überzeugend sein kann. Wie auch bei den letzten beiden Artikeln zum Gigabyte GA-Z77X-UD3H und zum Gigabyte G1.Sniper 3 zeigt sich die Lüftersteuerung beim heutigen Testkandidaten als ebenfalls effizient. Wir haben im BIOS keine besonderen Einstellungen vornehmen müssen und dennoch arbeiteten die beiden Lüfter des bequiet! Dark Rock Pro C1 im Idle absolut geräuschlos. Nur unter Lastbedingungen drehen die Lüfter natürlich hörbar auf, was aber auch notwendig ist, um die CPU anständig auf akzeptabler Temperatur halten zu können.

Die Mainboard-Strukturierung ist erneut Gigabyte-typisch, im positiven Sinne, durchdacht und mit viel Platz gestaltet worden, um auch große Kühlkörper wie den Dark Rock Pro C1 problemlos montieren zu können. Der Kühlkörper, der den Z77-PCH runterkühlt, dürfte keinen Millimeter höher sein. Unsere Test-Grafikkarte liegt genau auf dem Kühler auf. Hier hat Gigabyte also absolute Präzisionsarbeit gezeigt.

Wenn man das ganze nun mit dem GA-Z77X-UP5 TH vergleicht, bietet das UP5 für einen saftigen Aufpreis natürlich einiges mehr an Ausstattung, wie eben zwei zusätzliche USB-3.0-Schnittstellen, einen FireWire-Header und ein shared eSATA-6G-Anschluss am I/O-Panel. Hinzu kommen beim Z77X-UP5 TH einige Overclocking-Extras hinzu: Spannungsmesspunkte, Power- und Resetbutton, CMOS-Clear-Button und eine Debug-LED. Aber auch das Zubehör fällt völlig anders aus. So liegt dem UP5 TH sogar eine Wi-Fi/Bluetooth-PCIe-2.0-x1-Karte bei.