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Test: ASUS Maximus V Extreme

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Seite 9: Fazit

Extrem, extremer, am extremsten - so könnte ASUS seinen Slogan bei den Republic of Gamers-Mainboards auch definieren. Von der Ausstattung, den umfangreichen (Overclocking-)Funktionen, bis hin zum erhöhten Stromverbrauch ist alles dabei, was man als extrem bezeichnen kann. Wenn man den Stromverbrauch aber vorerst gedanklich ausblendet, hat man ein qualitativ (extrem) hochwertiges Mainboard vor sich, das die Messlatte an der Menge des Zubehörs, der generellen Auststattung und den Funktionen hoch ansetzt. Das ASUS Maximus V Extreme hat alle aktuellen Anschlüsse an Bord, die man sich nur erdenken kann. Zum einen sind fünf PCI-Express-3.0-x16-Slots auf dem Board aufzufinden, die neben einer einzelnen Grafikkarte auch Multi-GPU-Konfigurationen, wie normales SLI/CrossFire auch 3-Way und 4-Way SLI/CrossFireX unterstützt.

Damit auch maximal vier Grafikkarten anständig an das System angebunden werden können, hat ASUS den PEX8747 von PLX-Tech verbaut, der in der Lage ist, die 16 Lanes der CPU aufzunehmen und vier Grafikkarten mit jeweils acht Lanes zu versorgen. Mit einem weiteren PCIe-2.0-x4-Slot könnte man das Board noch mit einer schnellen PCIe-SSD ausstatten. Die großen PCIe-x16-Slots lassen sich mittels mechanischem Switch deaktivieren oder erneut reaktivieren. An USB-3.0-Anschlüssen mangelt es beim ASUS Maximus V Extreme in keiner Weise, direkt am I/O-Panel sind vier solcher Ports zur Nutzung bereit, vier weitere können über zwei interne Header ermöglicht werden.

img_4.jpg

Für die Anbindung von SSDs, HDDs und Laufwerken zeigt sich beim Maximus V Extreme mal ein anderes Bild. Ausnahmsweise sind die SATA-6G-Anschlüsse in der Übermacht, gleich sechs Stück bietet ASUS. Hinzu kommen noch zwei SATA-3G-Schnittstellen. eSATA lässt sich beim Maximus V Extreme über die mitgelieferte Slotblende realisieren. Mit dabei ist ebenfalls ein mini-SATA-Slot in 3G-Geschwindigkeit. Auch Intels neue Thunderbolt-Technologie ist mit von der Partie. Mit ihr sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis 10 GBit/s möglich. Die passenden Peripherie-Gerätschaften sind allerdings noch nicht vielseitig vertreten.

Das Thema Overclocking spielt bei den Republic of Gamers-Mainboards bekanntlich eine wichtige Rolle. Das ASUS Maximus V Extreme stellt eine Vielzahl an Overclocking-Funktionen zur Verfügung, mit denen man frei experimentieren kann, bis das gewünschte Overclocking-Ergebnis erreicht wurde. Hat man einen Multimeter zur Hand, kann man an den vorhandenen Messpunkten die wichtigsten Spannungen direkt ablesen. Geht beim Overclocking etwas schief oder lässt sich das Mainboard nicht mehr starten, da das BIOS womöglich defekt ist, kann man glücklicherweise auf ein zweites, dediziertes BIOS-ROM setzen, das man durch einen kleinen Switch umschalten kann. Auch die mitgelieferte Software zum Übertakten kann gefallen.

Die interne GPU, die sich in der CPU selbst befindet, lässt sich mit jeweils einen HDMI und DisplayPort, zusammen mit oder ohne Lucids Virtu nutzen. Am ASUS Maximus V Extreme lassen sich inkl. dem CPU-Lüfter bis zu acht Lüfter anschließen. Auch der Lieferumfang ist hervorragend - besonders gefällt uns der "OC-Key" und die beiliegenden Slotblenden sowie die mini-PCIe-Combocard, die Bluetooth 4.0 und WLAN mitbringt.

Einziger Kritikpunkt ist der etwas höhere Idle-Stromverbrauch, den ASUS auch unter Last durch die guten Spannungswandler nicht wegzaubern kann. Im Idle-Betrieb verbraucht das Board durch die beiden PLX-Brücken ständig etwas mehr als die Konkurrenz, aber bei der Ausstattung muss man letztendlich einen Abstrich in Kauf nehmen.

Ist man von dem ASUS Maximus V Extreme überzeugt und möchte es erwerben, müssen mindestens 325 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für diesen Preis erhält man aber auch einiges, was man bei dem hohen Preis nicht außer Acht lassen sollte. High-End geht eben ins Geld und wird niemals günstig zu haben sein.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus V Extreme:

  • extreme Leistungsfähigkeit mit sehr starker CPU-Spannungsversorgung und sehr vielen Overclocking-Funktionen
  • sehr gute und umfangreiche Ausstattung, u.a. den OC-Key
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an fünf PEG-Slots (nur mit Ivy-Bridge-CPU)
  • Overclocking-Optionen (abschaltbare PCIe-Slots, zwei BIOS-ROMs, OC-Key)
  • sehr gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität
  • natives USB 3.0
  • mini-SATA und Thunderbolt

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus V Extreme:

  • hoher Preis
  • hohe Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb

ASUS hat mit dem Maximus V Extreme erneut ein Prachtstück kreiert, das in den meisten Disziplinen aus der Masse heraus stechen kann und man in der Tat extrem nennen darf. Die sehr gute Ausstattung, das viele Zubehör, die sehr umfangreichen Overclocking-Funktionen und die extrem gute Leistungsfähigkeit machen das ASUS Maximus V Extreme zu einem exklusiven Schmuckstück. Das ist uns trotz der hohen Leistungsaufnahme einen Excellent-Hardware-Award wert. Herzlichen Glückwunsch!

ASUS Maximus V Extreme

Zu einem schwarzen PCB passen rot gefärbte Erweiterungsslots bestens dazu. So sieht es auch ASUS. Wie zu erkennen, bietet unser Testsample fünf PCIe-3.0-x16-Slots. Die vier roten sind für CrossFireX und 4-Way-SLI bestens positioniert. So kann man problemlos bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten verbauen. Nur ist dann auch alles bereits ausgefüllt, bzw. die restlichen beiden Slots sind nicht mehr zu gebrauchen.

 

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Kommentare (17)

#8
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Wie jetzt Auto Einstellungen, da bekommst du das nicht hin!
Testen, ist ja nicht mein erstes Mainboard.

Und nein ich meine keinen 37XX oder 35XX die haben einen besseren Speichercontroller, da sollte die 2133Mhz RAM Einstellungen keine Probleme mehr darstellen.
#9
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Registriert seit: 04.05.2001
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Beiträge: 30959
Nur zur Info, ich habe Hasler nach einer Diskussion in mehreren privaten Nachrichten gesperrt.
#10
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Oberstabsgefreiter
Beiträge: 435
Warum wird man gleich gesperrt wenn man von diesem Mainboard keineswegs überzeugt ist?
Ich bin mit meinem P8Z77-V, was ja auch erst ab 150€ losgeht, auch nicht zufrieden wegen gleich mehreren Sachen die man so einfach hätte besser machen können (mein altes P5H DH Delux konnte es besser).
325€ finde ich, trotz der Ausstattung, einfach viel zu teuer und ist wirklich nur was für Freaks. Viel wichtiger also so ein Prestigemainboard würde ich finden wenn man bei der Mittelklasse wirklich mal alles durchtestet und nicht nur paar Benches hier und paar Bilder da machen würde. Erst im Detail findet man oft Probleme und Eigenarten die ich erst zu spät entdeckt habe....
#11
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Manche Leute lernen es nie....

Kritik sollte immer sachlich sein und sich an Fakten halten. Ein gewisses Grundwissen in dem kritisierten Fachbereich sollte zumindest ebenfalls vorhanden sein. *Kurzfassung*

Bevor ich mir aus beruflichen Gründen eine Zeit lang ein ein Gaming-Notebook für unterwegs zugelegt hatte, besaß ich ebenfalls ein Asus Maximus 4 Extreme. Die Übertaktungseigenschaften und die Stabilität waren 1A. Wahrscheinlich hätte ich das Mb. heute noch, wenn die Umstände anders gewesen wären.


Themawechsel:
Zitat
Für diesen Preis erhält man aber auch einiges, was man bei dem hohen Preis nicht außer Acht lassen sollte. High-End geht eben ins Geld und wird niemals günstig zu haben sein.


Dem möchte ich mal teilweise widersprechen. Nach einem ausführlichen Test kann ich sagen, das es zumindest meiner Meinung nach ein Mainboard gibt, was zwar nicht ganz an die Eigenschaften des Asus M5E heran reicht, aber fast. Und das auch noch für ca. 100 € weniger. Und dies ist das ASRock Z77 OC Formula. :)

Ansonsten, ein guter und ausführlicher Testbericht, danke!


Gruß

Heinrich
#12
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Wahoo's Padawan
Beiträge: 19218
Das Formula OC kann auch eher als Konkurrenz zum M5F gesehen werden. Das Extrem hat doch einige Unterschiede, welche den Preis treiben ( die Zusatzchips für die PCI-E Lanes ) usw. Da würde der Vergleich etwas hinken.
Das Extrem ist halt auf massives OC in Verbindung mit Multi-GPU ausgelegt. Das M5F/Formula OC halt auch für massiv OC, aber maximal 2 GPUs.
#13
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Ist nur meine persönliche Meinung dazu.

Natürlich hinkt mein Vergleich etwas. Die zusätzlichen Features des M5E haben aber wirklich nur im Extremfall ;) ihren Sinn. Als Beispiel: Mehr wie zwei Grafikarten in SLI/Crossfire ist von der daraus resultierenden zusätzlichen Leistung her etwas unsinnig. Die Anbindung der Grafikkarten über 2x 8 PCI-E Lanes ist auch nicht wesentlich langsamer als über 2x 16 PCI-E Lanes, wobei durch den Zusatzchip des M5E die Lantenzzeiten auch etwas erhöht sein sollten, zumindest war das beim MIVE so.

Aber darüber kann man Endlos diskutieren, es kann sich ja jeder das Mainboard aussuchen, was ihm mehr zusagt und der Geldbeutel zulässt. Die Auswahlmöglichkeit ist ja vorhanden.


Gruß

Heinrich
#14
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Beiträge: 19218
Wie ich sagte, bei 2 GPUs seh ich vom Sinn her auch eher die "kleinen" Bretter im Vorteil. Das Extreme richtet sich halt wirklich an die Extremübertakter die auf 4-Wege gehen wollen. Ansonsten zählt wohl eher der "Haben-wollen"-Faktor, da hast du wohl recht ;)
#15
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Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30959
@Numrollen: Hasler ist nicht gesperrt worden, weil er das Board nicht gut fand, sondern wegen unsachgemäßer Vorwürfe.
#16
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28963
Zitat Punk Sods;19473862
Die Anbindung der Grafikkarten über 2x 8 PCI-E Lanes ist auch nicht wesentlich langsamer als über 2x 16 PCI-E Lanes, wobei durch den Zusatzchip des M5E die Lantenzzeiten auch etwas erhöht sein sollten, zumindest war das beim MIVE so.

Auf dem M5E hat man die Möglichkeit sowohl zwei Karten mit nativer Anbindung, als auch ein 4-Way Setup mit je mindestens 8 Lanes zu betreiben (Win/Win). Aber wie schon geschrieben wurde, haben beides Modelle ihre ganz eigene Zielgruppe. Gerade für ASRock war ein solider Einstieg mit dem OC Formula sicherlich wichtiger, als sich vielleicht mit einem Biegen und Brechen Modell zu vergaloppieren. Das war damals schon das Problem beim Gigabyte X58A-OC, welches kein schlechtes Mainboard ist, nur eben sehr sehr speziell.
#17
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Das sehe ich genau so.

Besser eine solide Plattform mit etwas weniger Features als viele Features mit viel Ärger und den Einstieg im gehobenen OC Segment vergeigen.. ;)

Also hat das M5E im Prinzip die gleichen Möglichkeiten bei den Grafikkarten wie das MIVE. Entweder 2x 8 Lanes nativ oder 2x 16 Lanes über den Zusatzchip. Soweit ich mich erinnere gingen 3x 8 Lanes auch noch, ich hatte mal 3 GTX 570 dabei eingebaut. Aber das ist Schnee von gestern. :p

Ich bin mal gespannt, ob das M5E genau so viel Anklang findet wie das MIVE. Eigentlich müsste das so sein.


Gruß

Heinrich
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