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Test: ASUS Maximus V Gene

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Seite 6: Stromverbrauch

Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen, oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Auf dem ASUS Maximus V Gene befinden sich viele Zusatzchips, welche auch mit Energie versorgt werden müssen. Sei es der ASMedia-Chip für die USB-Anschlüsse, dem SupremFX III für den guten Ton, einem Intel-LAN-Anschluss und auch noch viele weitere. Standardmäßig sind alle Stromsparfunktionen aktiv, allerdings auch alle vorhandenen Onboardkomponenten, was sich durchaus negativ auf den Stromverbrauch auswirken kann.

Vergleichen wir nun den Stromverbrauch im Idle und unter Last, gemessen bei der Ausführung von Benchmarkprogrammen. Im Standby des Rechners werden 0,8 Watt abverlangt. Hier leuchten dann unterhalb des Boards einige rote LEDs sowie der Power- und der Resetschalter.

Der Test mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Nach 5 Minuten im Idle nach Reboot des Systems inkl. aller Treiber ergibt sich ein Stromverbrauch von:

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Leistung in Watt

Durch die hohe Ausstattung vom ASUS ergibt sich auch ein entsprechender Stromverbrauch von 63,5W.

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Leistung in Watt

Beim Cinebench-Test überholt sogar das MSI-Board knapp den ASRock-Pendant, obwohl es im Idle-Stromverbrauchstest noch um fast 11 Watt dahinter lag.

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Leistung in Watt

Prime95 zeigt ein ähnliches Bild wie beim Cinebench. Auch hier hat das Gigabyte G1.Sniper3 die Nase weit vorn. Das ASUS Maximus V Gene belegt einen noch guten dritten Platz.

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Spannung in Volt

Hier ist unser ASUS-Mainboard an erster Stelle, was uns sehr verwunderte. Die drei anderen Testkandidaten liegen dicht beieinander und unterscheiden bei den Spannungen kaum. Der Verbrauch ist also trotz niedriger Spannung hoch.

Der Test mit deaktivierten Onboardkomponenten:

Hierzu deaktivieren wir außer dem Onboard-LAN und Onboard-Audio sämtliche Komponenten. Dies hat den Grund, da die meisten Anwender und auch Spieler nicht alle Onboard-Chips benötigen. Es ist daher nur der Onboard-Lan und der Onboard-Sound aktiviert. Weitere USB 3.0 und SATA-Controller wurden deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

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Leistung in Watt

Die Abweichungen liegen bei allen vier getesteten Boards in etwa auf der gleichen Höhe und zeigen keine großen Überraschungen.

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Leistung in Watt

Hier fällt der Stromverbrauch auch nur wenig ins Gewicht. Der Unterschied beträgt je nach Mainboard zwischen 0,8 bis 1,6 Watt weniger als mit aktivierten Onboardkomponenten.

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Leistung in Watt

Auch beim Prime95-Test erkennen wir gegenüber den aktivierten Onboardkomponenten einen kleinen Unterschied. Auch hier sind es zwischen 0,9 und 1,3 Watt.

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Spannung in Volt

Wie auch bei unserem parallelen Test mit drei anderen Mainboards und leicht verändertem Setting konnten wir bei den CPU-Spannungen ebenfalls keinen Unterschied feststellen, ob nun die Onboardkomponenten aktiviert oder deaktiviert sind.

Das ASUS Maximus V Gene zeigt einen überdurchschnittlichen Stromverbrauch und wird fast überall nur noch vom großen Gigabyte G1.Sniper3 geschlagen, welches mit seiner Ausstattung in einer anderen Liga spielt. Für jemanden, der auf günstigen Stromverbrauch angewiesen ist, wäre das ASUS-Board ein schwieriger Kandidat, obwohl es andererseits gute Werte in der Übertaktung zeigte. Hier muss man abwägen, ob es sich für einen selbst lohnt.

 

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Kommentare (7)

#1
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Super Board.....

Ich selber betreibe die Gene seit 3 Wochen und bin wirklich glücklich bis jetzt ich habe keine mängel gefunden. Mein i5 3570K rennt mit 4700Mhz dazu 16Gb Ram und ich betreibe zwei AMD 7950.

Der Preis ist bisschen zu hoch aber die roten Leds am Board sind einfach geil. Leider hat HWL keine Bilder gemacht davon.

Habe bis jetzt drei 1155 Sockel betrieben.

Asus Sabertooth P67
Asrcok Extrme4
ASUS Maximus V Gene

Aber die Gene ist die beste bis jetzt.
#2
customavatars/avatar108198_1.gif
Registriert seit: 08.02.2009
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4415
Mich würde interessieren wie die anderen Kandidaten, die im Verbrauch mit abgebildet haben, abgeschnitten haben im OC mit der identischen CPU.

Board sieht natürlich Klasse aus und scheint gut zu gehen.
#3
customavatars/avatar123969_1.gif
Registriert seit: 25.11.2009
Karlsruhe
Korvettenkapitän
Beiträge: 2319
Ich bin sehr zufrieden mit dem mvg.
Schade finde ich das leider kein Bluetooth/W-lan beiliegt wie bei dem Formula oder Extreme.
#4
customavatars/avatar172370_1.gif
Registriert seit: 01.04.2012
Flensburg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 402
Ein kleines Meisterwerk dieses Board, welches nicht nur in Window-Towern eine gute Figur abliefert, sonder auch in Sachen Ausstattung und Performance punktet.
#5
customavatars/avatar173724_1.gif
Registriert seit: 28.04.2012

Obergefreiter
Beiträge: 125
Ich hab das V Gene in nem roten Lian-Li V354.
Im Moment noch mit nem 2600K und ner 560Ti.
Wird aber bald durch ne 7970DC2T ersetzt.
Es ist aber jetzt schon ein echter Minimonster-Rechner. :)
Der 2600K läuft deutlich Kühler als auf einem Z68MX-UD2H das davor drin war. Das per Klick auf 4,8 GHz übertakten funktioniert bei mir auch problemlos. Er wird dabei unter Prime nicht mal wesentlich heißer. Dabei hab ich aus platzgründen in dem V354 natürlich keinen riesen Kühler drauf sondern einen Noctua NH-U9B SE2.
Also ich finde den Preis für das gebotene wirklich nicht übertrieben. Wenn ichs mit dem gar nicht schlechten Z68MX-UD2H vergleiche eigentlich fasst billig. Dabei hab ichs eigentlich nur dswegen gekauft, weils farblich so gut zum ganzen Rechner passt. ^^
#6
Registriert seit: 25.06.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 223
Cooles Board.
#7
customavatars/avatar178325_1.gif
Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
Icb verstehe eins nicht:

Sehr oft wird sich über Platzprobleme mit CPU-Kühler und den Heatspreadern von RAM-Modulen aufgeregt.

JEDES RAM-Modul läuft in der Herstellerkonfiguration (z.b. 2133 bei CL 11-12-11) auch ohne HS absolut stabil und zuverlässig.
Und wer jetzt sagt "Man(n) will aber übertakten":
Man übertaktet aber die CPU und nicht den RAM...
Und wer den Übertakten will, hat eh schon ne WaKü auf der CPU.
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