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Test: Intel Desktop Board DZ77GA-70K

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Seite 7: Stromverbrauch

Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen, oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Intel hat sich beim DZ77GA-70K für das ATX-Format entschieden. Auf dem Board befinden sich zahlreiche Zusatzchips, die natürlich ebenfalls mit Strom versorgt werden wollen. Zum einen ist da der von PLX stammende PCIe-Switch PEX8606-BA50BC, der USB-3.0-Hub GL3520M von Genesys und der Texas-Instruments-Controller, der für die Firewire-Schnittstellen zuständig ist. Hinzu kommen auch noch die üblichen Stromverbraucher für den funktionierenden Betrieb des Mainboards. Intel ist aktuell zusammen mit MSI dafür bekannt, besonders stromsparende Mainboards auf den Markt zu bringen. Wie wir bisher feststellen konnten, sind standardmäßig alle Stromsparfunktionen bereits von Werk aus aktiviert, sodass man schon davon ausgehen kann, dass Intel uns auch mit diesem Board nicht enttäuschen wird.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-Test, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert sind. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

BildnameLeistung in Watt

Im Leerlauf liegt das Intel DZ77GA-70K mit einem Verbrauch von 48,7 Watt in einem guten Bereich. Das Gigabyte-Modell verbraucht mit 45,7 Watt ganze drei Watt weniger. Mit einem Wert von 55,8 Watt verbraucht das ECS Z77H2-AX wesentlich mehr.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

BildnameLeistung in Watt

Beim Cinebench sieht die Verteilung sehr ähnlich aus. Mit Standardeinstellungen verbraucht das Intel DZ77GA-70K nur wenig mehr als das Gigabyte GA-Z77X-UD3H. Damit liegt das Board von Intel auf einem guten 2. Platz.

Leistungsaufnahme Prime95

BildnameLeistung in Watt

Prime95 genehmigt sich aufgrund einer systemweiten Gesamtauslastung gern etwas mehr Strom. Die Reihenfolge ändert sich aber nicht. Das Intel DZ77GA-70K ist auch hier im guten Mittelfeld.

Spannungen Prime95

BildnameSpannungen in Volt

Bei den CPU-Spannungen zeigt die Verteilung nun ein anderes Bild. Das Intel DZ77GA-70K nimmt genau wie das Gigabyte GA-Z77X-UD3H eine Spannung von 1,152 Volt in Anspruch, währenddessen sich das ECS Z77H2-AX mit 1,116 Volt begnügt.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.


Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Bildname Leistung in Watt

Nachdem alle Onboardkomponenten bis auf einen LAN-Anschluss und den Onboard-Sound deaktiviert wurden, zeigt sich, dass das Intel DZ77GA-70K immerhin runde zwei Watt weniger verbraucht.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

BildnameLeistung in Watt

Hier sind es ebenfalls zwei Watt weniger, wie auch schon im Idle.

Leistungsaufnahme Prime95

BildnameLeistung in Watt

Bei Prime95 mit deaktivierten Onboardkomponenten verbraucht das Intel DZ77GA-70K drei Watt weniger und zeigt in diesem Fall eine bessere Effizienz.

Spannungen Prime95

BildnameSpannungen in Volt

Bei den CPU-Spannungen hat sich beim Intel DZ77GA-70K nichts verändert.

Es lässt sich gut ersehen, dass das Intel DZ77GA-70K mit dem Wort Effizienz in Verbindung gebracht werden kann. Es bietet eine ausgewogene Leistung, weiß dabei aber auch recht gut mit dem Stromverbrauch umzugehen. Einzig gegen das Gigabyte GA-Z77X-UD3H muss es sich in puncto Verbrauch geschlagen geben. Welche Kniffe Gigabyte hier einsetzt, klären wir im bald kommenden Test zu diesem Board.

 

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Kommentare (27)

#18
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Registriert seit: 18.11.2003

Leutnant zur See
Beiträge: 1144
Das Board geht bei jedem Neustart komplett aus und nach ca.5 sec wieder an. Ist das normal, oder muß im Bios was eingestellt werden.
#19
customavatars/avatar8005_1.gif
Registriert seit: 18.11.2003

Leutnant zur See
Beiträge: 1144
kann keiner etwas dazu sagen !
#20
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Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13145
Das war während des Tests genauso. Ist also kein Grund zur Beunruhigung.;)
#21
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Registriert seit: 18.11.2003

Leutnant zur See
Beiträge: 1144
Zitat FM4E;19063499
Das war während des Tests genauso. Ist also kein Grund zur Beunruhigung.;)



Danke für die Info !!!
#22
Registriert seit: 04.07.2009
Schweiz / TG
Bootsmann
Beiträge: 710
Hmm, bin mir echt am überlegen ob ich dieses Board in meiner Zukünftige Konfiguration einpflanzen soll?
FM4E, deine erhliche Meinung, würdest du es empfehlen?
OC soll betrieben werden, aber in Massen, d.h. ich will damit keine Rekorde brechen.
Mir gehts vorallem um die Stabilität. Ich hatte früher schon ein Intel Board und war super zufrieden, wechselte dann aber wegen den nicht vorhandenen OC möglichkeiten auf mein jetziges. Allerdings lief das nie wirklich 100%ig stabil..

Achja, dass Board hat keine aktive Kühler oder? Sieht zumindest auf den Bildern nicht so aus.
#23
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Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13145
Nein, das Board verfügt über keine aktive Kühlung, alles rein passiv. Ich persönlich empfinde das Board, abgesehen vom Preis vielleicht, als eine gute Alternative zu den üblichen Vertretern.
#24
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Registriert seit: 18.11.2003

Leutnant zur See
Beiträge: 1144
Zitat Supersaiya;19061371
Das Board geht bei jedem Neustart komplett aus und nach ca.5 sec wieder an. Ist das normal, oder muß im Bios was eingestellt werden.


Hat sich erledigt, mit dem neuen Bios funktioniert es einwandfrei.
#25
Registriert seit: 25.06.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 223
Habe mir gerade ein neues Mainboard gekauft also uninteressant für mich.
#26
Registriert seit: 04.07.2009
Schweiz / TG
Bootsmann
Beiträge: 710
Zitat mugam;19038293
Habe mal ne Frage,

hattet ihr da ein spezielles Testkit mit anderem Lieferumfang.

Ich habe bisher 3 Retailversionen dieses Boards in den Fingern gehabt, allerdings war die PCIe-Karte bei keinem im Lieferumfang,
nur das Wifi/Bluetooth-Modul, das intern an einen Frontblende geklebt werden kann. (Boards waren von Caseking, Mix und Amazon).

Darüberhinaus hatten meine Versionen 4 rote S-ATA-Kabel im Lieferumfang.

Gruss

mugam


Habe gerade eben das Board bekommen und bei mir ist es das selbe. 4 rote Sata Kabel und keine PCIe Karte. Es ist sogar ein kleiner OC Guide dabei:fresse:
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, muss aber leider noch warten bis alle Teile da sind..
#27
Registriert seit: 04.05.2006

Bootsmann
Beiträge: 634
Also, ich bin soweit zufrieden; nur ein Design-Fehler beim Zubehör: das USB 3.0 Frontpanel hat ein deutlich zu kurzes Kabel[..] vom 3,5" Schacht an ner GTX260 vorbei in den Board-Connector => unmöglich
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