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Test: ASUS Rampage IV Gene

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Seite 9: Fazit

Nur süss und schnuckelig aufgrund seiner Bauform ist das ASUS Rampage IV Gene nicht. Es kann auch brachial und leistungsstark, wenn man es möchte. Insofern ist das Republic-of-Gamers-Board wie die Vorgänger eher ein Leistungszwerg mit besonderen Fähigkeiten als ein abgespecktes und langweiliges Micro-ATX-Board, wie es so viele auf dem Markt gibt.

Zunächst einmal kann das Board mit einer ausgewogenen Ausstattung auftrumpfen. Es besitzt eine ordentliche Anzahl an USB-3.0- und SATA-6G-Ports, der Onboard-Gigabit-Ethernet ist qualitativ hochwertig und der SupremeFX-III-Sound kann ebenso als sehr gut hervorgehoben werden. Zudem kommt das Board auch mit eSATA zurecht und besitzt kleinere nette Features wie die Debug-LED oder Power-Schalter, die einen Mehrwert bieten. SATA-6G-Orgien mit 12 Ports oder ähnliches findet man auf dem Mainboard nicht - aber so etwas braucht auch eigentlich niemand.

Auf der Ausstattungsliste stehen zwar auch Dinge wie SLI oder CrossFire, aber die meisten Anwender werden sich wohl trotz der Funktionen nur eine Grafikkarte ins System packen. Und vier Dimm-Slots werden für die meisten Anwender auch ausreichen, denn letztendlich sind 16-GB-Speicherkits momentan zu einem guten Preis verfügbar, aber 32-GB-Kits noch zu teuer - und der zusätzliche Speicher bringt keinen Mehrwert.

Die Qualität des Boards lässt zudem keine Kritikpunkte zu: Nicht nur lief unser Testsystem mit sämtlichen getesteten Komponenten stabil, auch sind die verwendeten Kondensatoren von hochwertiger Qualität. Die Spannungsversorgung ist solide, die Kühlung zwar massiv, aber nicht Overkill. Auf der I/O-Blende hat ASUS nicht zuviel Platz verschwendet und auch das Layout ist - sofern es die Feature-Vielfalt auf einem Micro-ATX-Board zulässt - sehr gut.

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Gute Testwerte: Das Rampage IV Gene
sieht nicht nur schick aus, sondern kann
auch sehr viel. 

Erfreulich ist es, dass es - wie meistens bei einem ASUS-Board - auch am BIOS wenig zu kritisieren gibt. ASUS schafft es, die Features der großen Rampage-IV-Boards auch in die kleine Gene-Platine zu bringen, seien es die umfangreichen Overclocking-Optionen oder Stromsparfeatures. Das BIOS ist ausgereift und bereits in Voreinstellung gut zu nutzen. Uns gefallen auch die Zusatztools, seien es EZ Flash 2 zum BIOS-Update oder die mitgelieferten Windows-Tools.

In unserem Test lieferte das Board gute Overclocking-Resultate, eine Performance auf Augenhöhe zu normalen ATX-Boards, zudem einen sehr guten Stromverbrauch auf dem Niveau der besten Boards und eine gute Schnittstellenperformance. Somit hat ASUS auch hier keine Fehler gemacht und solide gearbeitet.

Betrachtet man das Board nun im Vergleich, so muss natürlich auch einmal ein Blick auf den Preis geworfen werden. Mit ca. 260 Euro hat ASUS sicherlich eines der teuersten Micro-ATX-Mainboards im Paket, aber verglichen zu ähnlich ausgestatteten ATX-Platinen liegt das Board nur minimal über der Schmerzgrenze. Die meisten X79-Platinen beginnen bei 250 Euro, nur sehr wenige sind zu einem geringeren Preis zu haben. Insofern ist das Board, gemessen an der Ausstattung, in einem guten Preisbereich. Bei einem X79-Interessenten wird aufgrund der CPU-Preise und der Notwendigkeit eines Quad-Channel-Kits der Preis aber sowieso nur eine geringfügige Rolle spielen.

Positive Punkte des ASUS Rampage IV Gene:

  • sehr gute Features
  • gute Overclocking-Fähigkeiten
  • guter Stromverbrauch
  • sehr gutes Bios
  • sehr gutes Layout

Negative Punkte des ASUS Rampage IV Gene:

  • keine

Letztendlich hat uns das Board in unserem Test also überzeugt - und heimst unseren Excellent Hardware Award ein. Herzlichen Glückwunsch!

excellent award