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Test: ASUS Rampage IV Gene

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Seite 4: BIOS

Das ASUS Rampage IV Gene betrieben wir mit der zum Testzeitpunkt aktuellsten BIOS-Version 1103 vom 30. Januar 2012. ASUS ist recht emsig mit neueren BIOS-Versionen, somit ist anzunehmen, dass diese Variante nicht die letzte ist. Ein Update ist relativ einfach möglich: Zum einen bietet man unter Windows das Tool "ASUS Update" an, welches teilweise sogar die neuen BIOS-Versionen erkennen und dann aus dem Internet herunterladen kann, zum anderen gibt es aber auch die Variante, im BIOS mit EZ Flash 2 das Bios zu aktualisieren. Hierfür packt man die entzippte BIOS-Datei auf einen USB-Stick.

Sollte das BIOS einmal über den Jordan gehen, hat ASUS diverse Sicherheitsfunktionen integriert, um das Board lauffähig zu halten. Beispielsweise ist es möglich, über USB mittels USB BIOS Flashback eine neue, funktionierende Version aufzuspielen. Das UEFI-BIOS besitzt jedoch auch diverse Sicherheitsmechanismen an Board, weshalb das Board mindestens nach einem kompletten CMOS-Clear wieder aufwachen sollte.

Kennt man ein Rampage-BIOS, kennt man alle: Von der Funktionalität her ist das Rampage IV Gene auf einem Niveau mit dem Rampage IV Extreme oder anderen RoG-Mainboards. Allerdings muss man kein Fachmann sein, um das Board in Betrieb zu nehmen: Bereits mit "Load Optimized Defaults" lässt sich das Board recht gut mit Standardeinstellungen nutzen. Schaut man sich nach "Load Optimized Defaults" die BIOS-Einstellungen an, so sollte man noch folgende Veränderungen durchführen:

  • EPU Power Saving Mode aktivieren
    ASUS bietet hier eine Option, um die Spannungswandler so zu betreiben, dass das System möglichst stromsparend läuft.
  • CPU Fan Profile
    Im Hardwaremonitoring (ASUS FAN Expert) lässt sich der Lüfter noch auf einen leisen Betriebsmodus stellen.

Alle Intel-Stromsparfeatures sind korrekt aktiviert, wenn man möchte, kann man die Modi für C1E, C3, C6, C7 noch auf "enabled" statt "auto" setzen. Auch empfiehlt es sich, die Onboard-Geräte durchzugehen und überflüssige Komponenten abzuschalten. Der PCIe-Betriebsmodus ist bereits fest auf PCIe 3.0  eingestellt, sodass hier keine Performance verschenkt wird. Sämtliche Performance-Optionen sind auf guten Grundeinstellungen, ohne das System zu übertakten. Features wie AHCI sind bereits aktiviert und auch die Boot-Einstellungen müssen nur marginal verändert werden. 

Erfreulich ist, dass ASUS auch den Turbo-Betrieb bei diesem Mainboard mit dieser BIOS-Version korrekt festlegt. Zuletzt kam es öfter vor, dass ASUS bei dem Turbo statt der Intel-Vorgabe bei Last auf allen Kernen den höchsten Multiplikator verwendet hat. Dies resultierte in einer höheren Performance unter Volllast, aber natürlich auch in einer höheren Stromaufnahme und ist im Endeffekt eine Form des Übertaktens. Diese Einstellungen können nun manuell vorgenommen werden - automatisch entspricht alles dem Intel-Standard. Sehr gut!

Das Bootverhalten des Boards kann deutlich beschleunigt werden, wenn der ASMedia-SATA-Controller nicht aktiv ist und unter "Boot" das Full Screen Logo abgeschaltet wird und der Post Report auf eine Sekunde gesetzt wird. Dann bootet das Board wirklich sehr schnell.

Auch OC-Profile lassen sich im BIOS abspeichern, es lassen sich XMP-Settings verwenden und die SPD-Einstellungen auslesen (GPU Dimm Post). Interessant ist auch die UEFI-Funktion ROG BIOS Print, die wir natürlich auch gleich für die Screenshots verwendet haben. ASUS sieht diese Funktion zum Austauschen von BIOS-Einstellungen vor.

Generell prüfen wir bei unserem BIOS-Check die folgenden Besonderheiten:

  • Sind alle Stromspartechniken im BIOS bereits standardmäßig aktiviert?
  • Wenn nein, lassen sie sich aktivieren und sind sie vorhanden?
  • Sind Turbo- und Performance-Optionen vorhanden und nutzbar?
  • Lassen sich die Onboard-Komponenten abschalten und konfigurieren?
  • Wie lässt sich die Lüftersteuerung des Boards einstellen?
  • Ist das Hardwaremonitoring ausführlich und komplett?
  • Wie sieht es mit Overclocking-Optionen aus?
  • Wie sind BIOS-Updates machbar (z.B. nur über Floppy, über Windows, über das BIOS selbst)?
  • Welche sonstigen Besonderheiten sind im BIOS vorhanden?

Diese Kriterien sind für die meisten Anwender die wichtigsten, wobei für ein einwandfreies Funktionieren des Boards auch noch weitere Funktionen dazugehören. Sämtliche BIOS-Funktionen haben wir in der folgenden Galerie aufgeführt:

Kleinere Hilfen sind zudem praktisch, wenn das Board einmal nicht mehr startet, weil man die Speichereinstellungen zu streng gewählt hat. Mit einem Klick auf den MemOK! Button fährt das Board mit entspannten Speichersettings hoch und man kann die Settings korrigieren.

Insgesamt gefällt uns das BIOS sehr gut: Es ist übersichtlich, es sind tolle Funktionen hinterlegt und wir fanden keine gravierenden Probleme. Zudem sind hervorragende Tuning-Funktionen vorhanden, zu denen wir auf der nächsten Seite kommen.