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Test: ASUS Maximus IV Extreme-Z

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Seite 9: Fazit

ASUS hat mit dem Maximus IV Extreme-Z eine überzeugende Neuauflage des bereits sehr guten Maximus IV Extreme geschaffen. Die Qualitäten und die kompromisslose Ausrichtung auf Leistung und Stabilität sind beim Extreme-Z ebenso vorhanden wie schon beim Extreme. Wobei man aber auch anmerken muss, dass sich die Unterschiede vom "alten" Extreme zum jetzigen Extreme-Z in erster Linie auf den anderen Chipsatz und eher versteckte Detailverbesserungen beschränken. Das Boardlayout wurde bis auf kleine Änderungen im Sockelbereich fast 1:1 übernommen. Der Chipsatzwechsel auf den Z68 hat zu einem guten Teil sicher die Ursache darin, dass mit Erscheinen des Z68 der P67-Chipsatz in den Köpfen der User plötzlich zum alten Eisen gehörte und somit die ganze Branche kollektiv die Chipsätze auf den entsprechenden Boards getauscht hat. Denn von den Features her hat sich gerade beim Maximus IV Extreme-Z durch den Z68 nicht wirklich viel verändert: Die Videotranscodierung-Features der iGPU können dank Virtu genutzt werden und theoretisch steht auch Intels "Smart Response" zur Verfügung. Insbesondere letztere Features werden Käufer eines Maximus IV Extreme wohl eher selten nutzen, wie vermutlich auch die Transcodierungsfeatures. Somit bleiben Verbesserungen in Stabilität und Performance, insbesondere im Bereich der Schnittstellen.

Als verbesserte Revision kann das Maximus IV Extreme-Z aber überzeugen. Es bietet eine umfangreiche Ausstattung und eine große Anzahl an schnellen Schnittstellen. Auch die zusätzlichen Features wie ASUS spezielle ROG-Funktionen sind ein herausragendes Merkmal. Wie viele User tatsächlich beispielsweise ihr Overclocking per "Fernsteuerung" über ROG Connect machen, wissen wir nicht, aber im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern sind ASUS "Gadgets" im Großen und Ganzen gut und funktional umgesetzt. Die umfangreichen Steuerungs- und Diagnoseelemente auf dem Board selber machen die ROG-Mainboards von ASUS auch zu etwas Besonderem.

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Mit vier SATA-6G- und bis zu 10 USB-3.0-Ports ist das Maximus IV Extreme-Z sehr gut aufgestellt. Auf Firewire oder auch Grafikschnittstellen zur wirklichen Nutzung der iGPU muss man zwar verzichten, aber dafür hat ASUS ein Bluetooth-Modul und zwei Gigabit-Ethernetschnittstellen von Intel integriert. Beachten sollte man aber, dass das Board aufgrund seines E-ATX-Formfaktors etwas mehr Platz im Gehäuse benötigt. Der Verzicht auf eine PCI-Schnittstelle ist zu vernachlässigen. Da wiegt die Tatsache, dass in der Praxis nur ein PCIe-Slot für Erweiterungskarten zur Verfügung steht, schon deutlich schwerer, auch wenn man ASUS zugestehen muss, dass die Auslegung für Multi-GPU-Setups ihren Platz braucht, welcher auch auf einem E-ATX-Board nur begrenzt ist. Wo wir es schon erwähnt haben: Ein weiteres positives Merkmal des Maximus IV Extreme-Z ist die sehr gute Eignung für Triple-SLI- oder Triple-Crossfire-Setups. Egal ob ein, zwei oder drei Grafikkarten zum Einsatz kommen, das Maximus IV Extreme ist darauf abgestimmt und bietet eine gute Umsetzung. Das sehr gut zu bedienende UEFI-Bios bietet ausgesprochen viele Konfigurationsmöglichkeiten, die auch erfahrene User voll ansprechen sollten.

Das Maximus IV Extreme-Z bietet überdurchschnittlich gute Overclockingoptionen und -performance. Im Testverlauf machte das Maximus IV Extreme-Z einen ausgesprochen stabilen und zuverlässigen Eindruck. Signifikante Bugs oder besondere "Automatiken" sind uns nicht aufgefallen.

Mit einem Straßenpreis von  ca. 300 Euro ist das ASUS Maximus IV Extreme-Z sicher kein Schnäppchen, aber angesichts der guten Ausstattung und Performance sowie des Anspruchs geht der Preis insgesamt in Ordnung. Wer etwas Besonderes haben möchte, muss dafür auch in anderen Bereichen etwas mehr auf den Tisch legen und die üblichen Preis-Leistungs-Rechnungen beiseitelegen.

 

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus IV Extreme-Z:

  • hohe Leistungsfähigkeit dank starker CPU-Spannungsversorgung und sehr(!) umfangreicher Overclocking-Optionen
  • insgesamt gute Ausstattung an Schnittstellen, u.a. vier SATA-6G- und bis zu zehn USB-3.0-Ports
  • dank NF200-PCIe-Switch sehr gute Unterstützung von SLI bzw. CrossfireX mit bis zu drei Grafikkarten
  • hohe Performance der Komponenten, gute Gesamtperformance, sehr stabiler Betrieb
  • ausgereiftes graphisches UEFI-BIOS, umfangreiche Steuerungs- und Diagnosetools auf dem Board integriert.
  • zahlreiche Zusatzfeatures (z.B. ROG Connect)

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus IV Extreme-Z: 

  • hoher Preis
  • hoher Stromverbrauch
  • in der Praxis nur ein PCIe-Slot für Erweiterungskarten nutzbar
  • Grafikfunkionen der iGPU mangels Anschlüssen nicht nutzbar

ASUS hat mit dem Maximus IV Extreme-Z ein bereits überzeugendes High-End-Board ein kleines Stück weiter verbessert. Es ist klar auf Overclocking ausgerichtet und bietet in diesem Bereich äußerst umfangreiche Möglichkeiten sowie auch hohen Komfort. Da auch Stabilität und Ausstattung überzeugen, ist das ASUS Maximus IV Extreme-Z ein klare Empfehlung für die User, die - ungeachtet des nahenden Ivy-Bridge-Launches - DAS Z68-Mainboard haben möchten.

 

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