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Test: ASUS Maximus IV Extreme-Z

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Seite 8: SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

Das ASUS Maximus IV Extreme-Z verwendet für seine USB-3.0-Anschlüsse die bekannten Controllerchips D720200AF1 von Renesas/NEC. Diese waren die ersten USB-3.0-Controller auf dem Massenmarkt und werden trotz der etwas schnelleren Konkurrenz von beispielsweise ASMedia immer noch häufig eingesetzt. Ein Controller versorgt zwei USB-3.0-Ports (I/O-Panel, neben Soundanschlüssen) direkt, alle weiteren physikalischen Ports sind an zwei VIA VL810 Hubs angeschlossen, welche die beiden Ports des zweiten Renesas/NEC-Chips aufteilen.

USB-3.0-Performance:

Die USB-3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

usb3 rear12s   usb3 rear34s

Die USB-3.0-Performance des Maximus IV Extreme-Z :
links: Controller 1 (nativ), rechts:
Controller 2 (über VL810)

Der Renesas/NEC-Controller bietet ein gute Performance und liegt bei den Lesewerten auf Augenhöhe mit den Vergleichswerten z.B. eines ASMedia ASM 1042 auf dem ASRock Z68 Extreme7. Bei den Schreibwerten hingegen liegen die Controller des Maximus IV Extreme-Z geringfügig um ca. 5 MB/s zurück. Insgesamt ist die Performance des USB-3.0-Schnittstellen des Maximus IV Extreme-Z als gut zu bewerten. Für eine möglichst hohe Performance sollten Käufer aber darauf achten, geschwindigkeitskritische USB-3.0-Komponenten, die parallel verwendet werden, an die nativ angebundenen Ports anzuschliessen.

 

SATA-6G-Performance:

Die Geschwindigkeit der SATA-6G-Schnittstellen testen wir mit einer entsprechend schnellen SSD. Wir verwenden dazu eine "ADATA S511 240GB" mit schnellem Sandforce-SF-2200-Controller. Diese SSD liegt mit Transferraten jenseits der 500 MB/s im ATTO-Disk-Benchmark schon nahe am Limit der SATA-Schnittstelle und auch der Controller selber sollte mit zwei PCIe-2.0-Lanes angebunden sein.

sata6g intels  sata6g marvells  sata3g jmbs

Die SATA-6G-Performance mit einer ADATA S511 240GB:
links: Intel-Controller SATA 6G, mitte: Marvell 9182 Controller SATA 6G (nativ), rechts: JMicron JMB362 Controller eSATA 3G

Mit der schnellen SSD von ADATA kann der im Z68-Chipsatz integrierte Controller das Rennen für sich entscheiden, was aber keine Überraschung ist. Überraschend ist aber, dass der Controller von Marvell sehr gut mithalten kann. Er erreicht im Lesen auch Werte von über 500 MB/s und liegt im Schreiben mit max. 400 MB/s auch vergleichsweise gut. Verglichen mit dem Intel-Controller hat er Defizite beim Lesen kleiner Blockgrößen und beim Schreiben größerer Datenpakete, aber insgesamt ist die Performance für einen Zusatzcontroller sehr gut. Der für die eSATA-Ports zuständige Controller von JMicron kann auch auf dem Maximus IV Extreme nur mit Werten im SATA-1,5G-Bereich aufwarten.

Diese Performance der Schnittstellen des ASUS Maximus IV Extreme-Z ist insgesamt als gut zu bewerten. Sowohl die USB-3.0- als auch die SATA-6G-Geschwindigkeit der Chipsatzschnittstellen entsprechen dem, was man von einem modernen Board erwarten kann. Die verwendeten Zusatzcontroller von Renesas/NEC und Marvell bieten eine vergleichsweise hohe Performance.