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AOpen EX761

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Seite 2: Der Chipsatz

Erstmalig haben wir die Möglichkeit, einen SiS Chipsatz in Verbindung mit einem AMD Athlon-64-Prozessor unter die Lupe zu nehmen. Der Chipsatz setzt sich zusammen aus SiS 761GX Northbridge und SiS965 Southbridge.

Die Northbridge:

Die SiS 761GX Northbridge bietet den vollen Support für alle AMD Sockel 754 und 939 Prozessoren, somit also auch die neuen AMD Athlon 64 X2 Dual-Core-Modelle. Ebenfalls unterstützt werden natürlich auch die AMD Opteron Prozessoren für den Sockel 940. Zwar erwähnt SiS den Support für Turion Prozessoren nicht auf seiner Homepage, allerdings kann davon ausgegangen werden, dass auch diese Prozessoren mit dem passenden BIOS erkannt werden.

Auch erfüllt der Chip die PCI-Express 1.0a Spezifikationen, kann also auch aktuelle PCI-Express Grafikkarten und zukünftige Erweiterungskarten, z.B. Soundkarten, aufnehmen. Insgesamt verfügt der Chipsatz allerdings nur über 16 PCI-Express Lanes. Kommt also ein PCI-Express-x16-Steckplatz zum Einsatz, stehen keine Lanes über die Northbridge mehr zur Verfügung, um weitere PCI-Express-Steckplätze zu realisieren. Der integrierte Mirage 1 Grafik-Kern bietet 2 Pixel-Pipelines für die 3D Berechnunen, ist Microsoft DirectX 9.0 kompatibel und kann auf bis zu 128 MB Grafikspeicher aus dem Hauptspeicher via shared Memory zurückgreifen. Dadurch eignet sich der Chipsatz bzw. dessen integrierte Grafik natürlich nicht bei aktuellen 3D-Spielen, dank Video-Beschleunigung und MPEG I und II Decoder wohl aber für den Einsatz als Office-PC oder HTPC.

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Die Southbridge:

Die Southbridge ist über ein MuTIOL 1G getauftes Interface mit der Northbridge verbunden. Dieses Interface arbeitet mit einem 16bit breiten und 533 MHz schnellen Bus, überträgt also maximal 1 GBit pro Sekunde zwischen North- und Southbridge. Der SiS966 Chip bietet neben zwei weiteren PCI-Express Lanes für entsprechende Steckplätze noch vier Serial-ATA Ports der ersten Generation, also mit einer Übertragungsrate von 150 MB pro Sekunde. Diese Ports unterstützen die RAID Standards 0, 1, 0+1 und JBOD. Der USB-Controller unterstützt bis zu 8 Ports des USB 2.0 und USB 1.1 Standards. Des Weiteren können über entsprechende Zusatzchips ein Gigabit-Ethernet-Controller, ein V90-Modem und ein HD-Audio-Sound integriert werden. Sechs PCI Slots und Dual-Channel ATA133/100 stehen ebenfalls zur Verfügung.

Auf dem Papier also ein vollwertiger AMD-Chipsatz, dem auf den ersten Blick nur die Serial-ATA-II-Unterstützung fehlt.