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Test: Gigabyte Z68X-UD7-B3 (Update) - SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

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Seite 8: SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

Das Gigabyte Z68X-UD7-B3 verwendet die bereits bestens bekannten USB-3.0-Controllerchips von Renesas, welche die ersten USB-3.0-Controller auf dem Massenmarkt waren und vermutlich auch immer noch zu den am meisten verkauften gehören dürften. Die zusätzlichen beiden SATA-6G-Schnittstellen des Z68X-UD7-B3 werden wie die beiden eSATA-6G-Ports über Controller von Marvell realisiert. Die auf dem Z68X-UD7-B3 verbauten zwei Stück 88SE9128 bieten im BIOS einige zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten und bringen eine vollständige RAID-Funktionalität mit.

USB-3.0-Performance:

Die USB-3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

usb_nativs  usb_hubs  usb_turbos

Die USB-3.0-Performance des Z68X-UD7-B3 :
links: nativer Port , mitte: Port über VLI VL810 Hub, rechts: nativer Port (USB-3.0-Turbo aktiviert)

Der verbaute Renesas D720200 bringt auf dem Gigabyte Z68X-UD7-B3 seine normale Performance. Andere Controller arbeiten inzwischen zwar etwas schneller, aber anders als beim Sprung von USB 2.0 auf 3.0 sollten die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den USB-3.0-Typen nur beim Benchmarken zu bemerken sein. Zwischen den beiden nativen Ports und den weiteren Ports, welche hinter Hubs vom Typ VLI VL810 hängen, besteht kein Performanceunterschied, zumindest dann, wenn wie in unserem Test nur ein Gerät eingesetzt wird. Würde man mehrere sehr schnelle USB-3.0-Geräte an USB-Ports betreiben, die am gleichen USB-3.0-Hub angeschlossen sind, müsste man natürlich mit Performanceeinbrüchen rechnen.

Weiterhin haben wir das von Gigabyte "Turbo USB 3.0" bezeichnete Feature ausprobiert, welches sich über eine BIOS-Option aktivieren lässt und eine bis zu 10 Prozent höhere USB-3.0-Performance ermöglichen soll. Normalerweise sind die Renesas-USB-3.0-Chips über je eine PCIe-Lane mit dem Platform Controller Hub verbunden. Im "Turbo-Modus" werden die USB-3.0-Controller auf die PCIe-Lanes der CPU umgeschaltet, verfügen also über eine direkte Verbindung zur CPU ohne Umweg über den PCH. Dieser Betriebsmodus hat natürlich auch einen Nachteil, denn dadurch stehen weniger PCIe-Lanes für die Grafikkarte(n) zur Verfügung. Tatsächlich lässt sich nur noch eine Grafikkarte mit 8 PCIe-Lanes versorgen. Die Grafikperformance des Systems sinkt etwas, der 3DMark11-Score geht um 380 Punkte von 4650 auf 4280 Punkte zurück. Aber es lässt sich im Gegenzug durchaus eine Performancesteigerung auf USB-3.0-Seite erkennen. Die Schreibleistung unseres als Testgerät verwendeten USB-Sticks steigt um ca. 10 Prozent, wobei aber die Leseleistung fast gleich bleibt. Gigabytes USB-3.0-Turbo funktioniert, aber wirklich brauchen tut man dieses Feature auch nicht.


SATA-6G-Performance:

Die Geschwindigkeit der SATA-6G-Schnittstellen testen wir mit einer entsprechend schnellen SSD. Wir verwenden dazu seit dem letzten Test eine "ADATA S511 240GB" mit schnellem Sandforce-SF-2200-Controller. Diese SSD liegt mit Transferraten jenseits der 500 MB/s im ATTO-Disk-Benchmark schon nahe am Limit der Schnittstelle.

sata_intels  sata_intel_c6offs  sata_marvs

Die SATA-6G-Performance mit einer ADATA S511 240GB:
links: Intel-Controller SATA 6G (C3/C6 enabled), mitte: Intel-Controller SATA 6G (C3/C6 disabled), rechts: Marvell-Controller SATA 6G

Mit der schnellen SSD von ADATA ergibt sich klar ein Bild zugunsten des Intel-Controllers. Beim Lesen am Intel-Controller werden Werte von knapp 550 MB/s erreicht, wohingegen die Performance am Marvel-Controller mit knapp unter 400 MB/s schon bedeutend geringer ausfällt. Auch die Performance bei kleinen Blockgrößen ist beim Anschluss am SATA-6G-Controller des Z68-Chipsatzes ein gutes Stück besser. Beim Schreiben hat ebenfalls der Intel-Controller die Nase vorn. Die gute Performance wird allerdings nur erreicht, wenn der "C3/C6 state support" im BIOS - zumindest bei Version F8 - abgeschaltet ist. Ist diese Energiesparfunktion aktiv, bricht die Schreibperformance bei größeren Blockgrößen deutlich ein, siehe erstes Bild der obigen Reihe.

Diese Performance der Schnittstellen des Z68X-UD7-B3 ist als gut zu bewerten. Sowohl die USB-3.0- als auch die SATA-6G-Geschwindigkeit der Chipsatzschnittstellen entspricht dem, was man von einem modernen Board erwarten kann. Der verbaute SATA-Zusatzcontroller bietet zwar ebenfalls eine ordentliche Geschwindigkeit, ist den Schnittstellen des Z68-Chipsatzes aber klar unterlegen. Schnelle SATA-6G-SSDs sollte man daher bevorzugt an die internen Ports anschließen. Ärgerlich ist ebenfalls, dass sich die aktivierte C-STATE-Funktion so auf die Schreibperformance auswirkt.