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Shuttle SN25P

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Seite 5: Shuttle SN25P - BIOS, Cool&Quiet und Stabilität

Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das BIOS nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das BIOS aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:






Wie üblich wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. Shuttle hat auf sein SN25P ein sehr aufgeräumtes und wenig komplexes BIOS gepackt, welches mehr als nur die nötigen Funktionen besitzt. Wir testeten die BIOS Version fn25s01k.bin, die auf den 19.05.2005 datiert.

 

Während wir von den bisherigen nForce4-Mainboards sehr umfangreiche BIOS kennen, hat Shuttle ein sehr kompaktes und einfaches BIOS auf den BIOS-Chip gepackt. Alle nötigen Einstellungen sind vorhanden, leider aber keine darüber hinaus gehenden Funktionen. Schön ist, dass die Lüftersteuerung hier ohne Probleme funktioniert und somit die Belüftung des XPCs optimiert wurde. Da sich sämtliche Onboard-Geräte abschalten lassen, die Temperaturüberwachung und das Hardwaremonitoring auch zu funktionieren scheint, Sleep- und S3-Modus funktionierten und auch die Speichertimings tatsächlich wie eingestellt übernommen wurden, sind wir mit dem Bios sehr zufrieden.

Cool&Quiet:

Beim nForce4 ist Cool&Quiet natürlich auch vorhanden, die Frage ist hier nur, ob das Mainboard es auch ordnungsgemäß unterstützt. Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon-64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2.000 auf 1.000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS ist ebenfalls gegeben und so bleiben dem Benutzer alle nötigen Optionen offen.

Cool&Quiet funktionierte also bereits perfekt.

Die Stabilität:

Normalerweise testen wir an dieser Stelle die Stabilität der Mainboards. Deswegen werden im System sämtliche Onboard-Komponenten aktiviert und das System mit PCI-Karten voll bestückt. Da der SN25P nur über einen PCI-Express-x1-Steckplatz verfügt und wir keinerlei PCI-Express-x1-Karten zur Verfügung haben, müssen wir an dieser Stelle auf einen ausführlichen Stabilitätstest verzichten.

Im Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

Wie bereits erwähnt, gehören die großen Probleme mit den verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für den Shuttle SN25P haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vor allem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400-Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit fast allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair- und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, dass auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir die CPU richtig in die Mangel nehmen können.