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Test: MSI Z68A-GD80 (B3) - Features und Layout (2)

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Seite 3: Features und Layout (2)

MSI hat dem Z68A-GD80 ein gutes Angebot an Schnittstellen und Zusatz-Features spendiert. Verbaut sind zwei USB-3.0-Controller von Renesas Electronics, die insgesamt vier schnelle USB-3.0-Ports bereitstellen können. Ein  Marvell-9128-Controller stellt zwei zusätzliche SATA-6G-Schnittstellen bereit, eine intern als SATA-Port, die andere als eSATA-Port am I/O-Panel.

An der Vorderkante des Boards sind insgesamt sechs abgewinkelte Buchsen zu finden, wodurch sie sich auch beim Einsatz von überlangen Grafikkarten noch problemlos nutzen lassen, vorausgesetzt natürlich im Gehäuse ist entsprechend Platz vorhanden. Diese Buchsen werden von den SATA-Controllern des Z68-Chipsatzes bedient, wobei die beiden weißen Buchsen die Ports mit SATA-6G-Geschwindigkeit sind. Die sechs SATA-Anschlüsse des Chipsatzes verfügen über alle Funktionen von Intels Rapid Storage Technology, inklusive des neuen Smart-Response-Features. Daneben ist noch eine einzelne Buchse in Hochkant-Position zu finden, die einen der beiden SATA-6G-Ports des verbauten Marvell-9128-Controllers herausführt.

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Die USB-3.0-Schnittstellen realisiert MSI mithilfe des bewährten D720220-Controllers von Renesas Electronics. Die in der Anfangszeit auch unter dem Markennamen "NEC" zu findenden Controller stellen die Pioniere im USB-3.0-Controllermarkt dar, da sie die Ersten waren, die in großer Stückzahl verbaut wurden. Heute gibt es allerdings einige Alternativen, beispielsweise von EtronTech oder ASMEDIA, die beide etwas schneller arbeiten. Bezüglich der allgegenwärtigen Kompatibilitätsprobleme im USB-3.0-Bereich nehmen sich aber alle aktuell verfügbaren Controllerchips nicht viel. Im Test liefen die USB-3.0-Schnittstellen des Z68A-GD80 schnell und stabil, aber angesichts der Fülle an erhältlichen USB-3.0-Geräten lässt sich keine wirkliche Kompatibilitätsaussage machen. Ein Controller versorgt die beiden USB-3.0-Buchsen am I/O-Anschlussfeld, wohingegen der zweite Chip einen Pin-Header nahe des untersten PCIe-Slots versorgt, der sich mithilfe des mitgelieferten Slotblechs nutzen lässt. Unser beiliegendes Exemplar hatte allerdings offensichtlich einen Wackelkontakt, sodass es Probleme mit der Erkennung angeschlossener Geräte gab. Da der Pin-Header auf dem Board aber über das mittlerweile zum Standard gewordene Format verfügt, lassen sich hier auch andere Panels anschließen.

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MSI verwendet auf dem Z68A-GD80 einen Super-I/O-Chip von Fintek, welcher in Nähe der DIMM-Slots auf der Ecke des Mainboards zu finden ist. Der Super-I/O-Chip, welcher am SPI-Interface des Z68-Chipsatzes hängt, wird auf anderen Boards auch zur Bereitstellung von älteren Schnittstellen wie PS/2, RS232 und Parallel-Port verwendet. Das Z68A-GD80 nutzt davon aber nur die heutzutage vermutlich eher unbedeutende PS/2-Schnittstelle. Die Hauptaufgabe des verbauten Fintek F71889 liegt daher im Bereich der Steuerung und Überwachung von Systemspannungen, der Lüfterkontrolle und weiterer Nebenaufgaben.

Weiterhin sind noch etliche USB-2.0-Ports zu finden, die vom Z68-Chipsatz bereitgestellt werden. Zusätzlich zu den vier Buchsen auf dem I/O-Panel sind noch drei Pin-Header für weitere sechs Ports vorhanden. Im Bereich direkt hinter dem I/O-Panel sind beim Z68A-GD80 ein Renesas-USB-3.0- und ein Realtek-RTL8111E-Netzwerkcontroller zu finden. Etwas unterhalb des I/O-Bereichs lassen sich zwei Parade PS8101 erkennen, die zur Signalumsetzung im Bereich DVI und HDMI eingesetzt werden.

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Als Gigabit-Netzwerkcontroller kommen zwei jeweils über eine PCIe-Lane angebundene Realtek RTL8111E zum Einsatz, womit die in den Chipsatz integrierten Netzwerkfähigkeiten nicht genutzt werden. Aber schließlich soll eine vollwertiger Netzwerkchip von Realtek auch günstiger als der PHY-Chip von Intel sein, der zur Nutzung der entsprechenden Chipsatzfähigkeit benötigt wird. Ein Firewire-Controller ist mit dem VIA VT6308P, der zwei 400 MBit/s-Anschlüsse bereitstellen kann und hinter der PCIe-zu-PCI-Brücke hängt, auch an Bord des Z68A-GD80. Einer der beiden Anschlüsse ist als 6-Pin-Buchse am I/O-Panel zu finden, wohingegen für den zweiten Firewire-Port nur ein Pin-Header auf dem Mainboard zur Verfügung steht.

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Für die Soundausgabe kommt ein Realtek ALC 892 zum Einsatz, der bereits auf vielen anderen Boards zu finden ist. Interessanterweise findet man auf der Realtek-Webseite zu diesem Codec keine eigenen Informationen. Somit müssen wir uns auf die Angaben stützen, die im Internet zu finden sind. Der HD-Audio-Codec unterstützt bis zu 192 kHz/24 Bit mit acht Kanälen, er ist also ein klassischer 7.1-Sound-Chip, wobei er auch Content Protection für HD-Audio (Blu-ray) unterstützt. Das ist durchaus wichtig, denn durch die digitale Ausgabe des Sounds verlieren Onboard-Chips mehr und mehr ihre analoge Qualitätseinbuße, aber wer Blu-rays am PC abspielen möchte, erhält aufgrund der Verschlüsselung ohne die Content-Protection-Unterstützung keinen Sound. In Sachen analoger Qualität bietet der Onboard-Sound des Z68A-GD80 das Übliche, womit das Gleiche wie auch bei anderen Board mit dieser Soundlösung gilt: Für die meisten User mag es reichen und für alle anderen bietet das Board noch freie Schnittstellen für USB-, PCI- oder PCIe-Soundkarten.

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Das Z68A-GD80 bietet am I/O-Panel eine solide Auswahl an Anschlussmöglichkeiten. Durch die für die Nutzung der in die CPU integrierten Grafikeinheit benötigten Anschlüsse steht im Vergleich zu P67-Mainboards etwas weniger Platz für weitere Schnittstellen zur Verfügung. Das Z68A-GD80 bringt einen DVI-D und einen HDMI-Ausgang mit, auf einen analogen Ausgang wurde verzichtet. Weiterhin lassen sich zwei USB-3.0- und vier USB-2.0-Ports finden, die von einer eSATA-6G-Buchse ergänzt werden. Für Gigabit-Ethernet-Verbindungen stehen zwei RJ45-Ports bereit, und insgesamt sechs analoge Klinkenbuchsen sowie ein optischer SPDIF-Ausgang ermöglichen die Nutzung des Onboard-Sounds. Darüber hinaus sind eine PS/2-Buchse, ein Firewire-Port und ein Taster zum Löschen des CMOS-Speichers vorhanden.

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Auf der Platine des MSI Z68A-GD80 lassen sich fünf FAN-Header finden, wovon aber nur der für den CPU-Lüfter in 4-Pin-Bauweise ausgeführt ist. Die Konfigurationsmöglichkeiten der Lüftersteuerungen sind beim MSI Z68A-GD80 bestenfalls als ausreichend zu bezeichnen. Für den CPU-Lüfter lassen sich nur Solltemperatur der CPU und Mindest-Lüftergeschwindigkeit einstellen, die vier Anschlüsse für Gehäuselüfter lassen sich nur manuell auf 50 Prozent, 75 Prozent oder 100 Prozent festlegen.

Praktisch sind die Power- und Reset-Buttons auf dem Mainboard. Über einen dritten Schalter lässt sich "OC-Genie" aktivieren, ein Feature von MSI zum automatischen Overclocking. Eine Diagnose-Anzeige fehlt zwar, aber einige Status-LEDs sind vorhanden. In der Nähe des CPU-Sockels sind insgesamt 10 LED auf dem Board untergebracht, welche die Anzahl der gerade aktiven Phasen der CPU-Spannungsversorgung anzeigen. Direkt vor der 24-Pin-ATX-Buchse ist ein Panel mit Kontakten zu finden, an dem sich per Multimeter diverse Systemspannungen einfach überprüfen lassen.