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Abit Fatal1ty AA8XE

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Seite 2: Abit Fatal1ty AA8XE - Layout und Ausstattung (1)

Das Handbuch des AA8XE ist auch online abrufbar - es ist in englischer Sprache verfasst, sehr ausführlich, aber leider ohne INT-Tabelle oder Ähnliches. In der Regel wird das allerdings kein Hindernis sein. Wer schon einmal einen Rechner zusammengebaut hat, wird gut damit zurechtkommen.

Beim Speicher finden wir Typisches für ein Alderwood-Board: DDR2, 533 MHz, vier Slots, jeweils zwei Kanäle, maximal 4 GB. Hier gibt es also nichts Besonderes zu berichten. Die Slots sind farblich abgehoben, um den Dual-Channel-Charakter des Boards heraus zu arbeiten. Aufgrund der Flex-Memory-Architektur können die Dimms aber auch in anderen Slots eingesetzt werden, um im Dual-Channel-Modus zu arbeiten - nur die getrennten Kanäle muss man beachten. Schick ist die Position des Stromanschlusses, denn so können die Kabel zum Netzteil gut verlegt werden, ohne dass sie im Weg sind. Auch das ATA/133-Kabel mit dem gewinkelten Port kann einfach verlegt werden, ohne dass es im Luftstrom steht.

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Schön: Der Platz reicht hier, wenn auch knapp, um Speichermodule einzusetzen, wenn eine x16-Grafikkarte eingebaut ist.

Es gibt verschiedene Techniken, um MOSFETs kühl zu halten. MSI verwendet beispielsweise passive Kühlkörper und nennt diese ActiveMOS, ASUS hat ähnliche passive Kühlkörper. Manche Hersteller basteln eine besondere Kühlung oben drauf oder packen statt einer dreiphasigen eine sechsphasige Spannungsversorgung mittels Steckkarte auf das Board. Gigabyte ist hier beispielsweise mit einer sechsphasigen Versorgung Spitzenreiter - man entlastet somit die einzelnen MOSFETs, diese werden dann nicht mehr so warm unter Last.

Bei Abit sind drei Phasen mit 12 MOSFETs auf dem Board zu finden - auf jedem klebt ein passiver Kühlkörper, der dann von der OTES-Kühlung in einer Art Luftkanal steht. Die OTES-Kühlung sorgt dann dafür, dass die MOSFETs stehts durch den Luftstrom auf niedrigen Temperaturen bleiben. Die Frage ist jetzt: Wie hoch ist der Sinn einer solchen Kühlung, wenn andere Hersteller teilweise noch nicht einmal passive Kühlkörper auf die MOSFETs setzen?

MOSFETs geben ihre Wärme ähnlich wie BGA-Speichermodule an das PCB nach unten ab. Wer schon einmal ein Mainboard von unten betrachtet hat oder einen abgerissenen MOSFET in der Hand hatte, der kann sehen, dass bei vielen Boards entsprechende Leitungen unterhalb der MOSFETs liegen, um diese Wärme auf eine möglichst breite Fläche zu verteilen. Eine Ableitung an die Oberseite der MOSFETs ist also mit einem etwas größeren Aufwand verbunden - die MOSFETs müssen umgedreht werden. Dies macht MSI beispielsweise bei ActiveMOS - die MOSFETs werden mit der Unterseite auf das Mainboard gesetzt und die heiße Oberseite kommt an einen passiven Kühlkörper. Ob Abit dies hier auch so realisiert, ist nicht bekannt.

Anschließend kommt zusätzlich zu der passiven Kühlung noch eine aktive Belüftung hinzu. In der Regel reichen hier sicherlich auch die Netzteil- und der hintere Gehäuselüfter, der in unmittelbarer Nähe des oberen Mainboardbereiches arbeitet. Abit geht eine Stufe weiter und baut zwei Lüfter ein, die die Luft absaugen sollen. Allerdings sind die meisten MOSFETs so konstruiert, dass sie bis 100 °C arbeiten können, ohne Schaden zu nehmen - und diesen Schwellenwert trotz passiver Kühlung zu überschreiten, wird sicherlich schwer werden. Wir halten eine aktive Kühlung der MOSFETs deshalb für überflüssig, zu teuer und schlussendlich in vielen Fällen auch für zu laut.

Bei Abit hat man jedoch im Hardwaremonitoring zumindest eine gründliche Lüftersteuerung für die OTES-Kühlung eingebaut - im Gegensatz zu den letzten Boards mit dieser Kühlart. Deshalb hört man die beiden OTES-Lüfter im Betrieb kaum - meistens ist der Netzteil-Lüfter und auch der CPU-Lüfter lauter. Nur wenn die Lüftersteuerung ausgeschaltet wird, lärmen die kleinen Propeller. Selbst beim Overclocking reichte uns jedoch eine niedrige Einstellung. Somit kommen wir zum Fazit: Ein nettes Feature, eigentlich ohne Sinn, aber unglaublich cool - und aufgrund der guten Lüftersteuerung hat es zumindest keinen negativen Einfluss auf die Nutzung des Boards.

Der 12V-AUX-Stecker ist im rechten Hintergrund zu sehen - hier zeigt unser Daumen nach oben, denn auch hier muss das Kabel nicht über das Board geführt werden. Die Northbridge ist ebenso aktiv gekühlt, wobei auch hier eine passive Kühlung völlig ausreichend wäre. Zumindest wird die Northbridge beim Overclocking recht warm, deshalb könnte man dies bei einem Overclocking-Board sicherlich vertreten. Da die OTES-Lüftersteuerung auch hier greift, zeigt unser Daumen auch hier nach oben, denn die Lärmbelästigung ist so minimal. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo nach zwei bis drei Jahren Betrieb die Kugellager ausgeschlagen sind - dann lärmen nämlich alle Lüfter.

Um den Sockel 775 sollte genügend Platz für alle aktuellen Kühlkörper sein - allerdings hatten wir aufgrund der OTES-Kühlung größere Probleme mit den meisten aktuellen Modellen (siehe Testsystem). In diesem oberen Bereich findet sich ein FAN-Header für die Northbridge (3pin) und ein 4pin-Header für die CPU.

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Im unteren Bereich tummeln sich mal wieder die Anschlüsse. Die Gehäuse-Anschlüsse sind gut farblich hervorgehoben und können auch ohne Handbuch bestückt werden. Die Southbridge ist mal wieder passiv gekühlt, auch hier ist das durchaus sinnvoll. Weiterhin findet man die vier Serial ATA-Anschlüsse unterhalb der Southbridge, die sich auch hier wieder im Raid 0, 1 und 0+1 verbinden lassen - und Intels Matrix Raid Technology ist natürlich auch hier verwendbar. Der CMOS-Jumper befindet sich in unmittelbarer Nähe in guter Position, die CMOS-Batterie ist ebenfalls schnell zu erreichen. Abits µGuru-Chip sehen wir noch auf der nächsten Seite. Zu erkennen ist auch ein gesockeltes Bios für den schnellen Austausch, falls es mal Probleme mit dem Flashen gab. Auch ein Debug-LED ist vorhanden.

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Neben und unter der Southbridge findet man schließlich die Anschlüsse für die USB 2.0- und Firewire-Slotblenden.

Bei den Slots gibt es keine Besonderheiten  Zwei PCI-Slots finden wir auf dem Mainboard, hier bieten einige Hersteller einen dritten PCI-Port, der aufgrund Abits "Sound-Slot" für das Soundmodul weichen muss. Auch ein Tribut an die OTES-Kühlung. Zwei PCI-Express-Ports werden weiterhin bereit gestellt. Da es nur einen PCI Gigabit Ethernet-Controller gibt, vergeudet Abit im Endeffekt beide weiteren x1-Lane in der Southbridge. Hier kann man sich nun streiten, ob es aktuell vielleicht sinnvoller ist, drei x1-Slots und nur einen PCI-Slots zu bieten oder es so zu machen, wie Abit es bei dem i925XE-Board getan hat - je nach Anforderungen der Endkunden wird es sicherlich aber mehr Kunden geben, die bereits vorhandene PCI-Karten weiter einsetzen wollen, demnach ist es durchaus verständlich, dass man hier noch auf einen x1 verzichtet hat. Eventuell hätte man beide weiteren x1-Ports aber für die Gigabit Ethernet-Ports nutzen können - aber so sind beide LAN Ports nun mal auch über PCI angebunden. Der x16-Slot befindet sich ebenso an der üblichen Stelle:

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Auf der nächsten Seite gehen wir auf die reichhaltigen Onboard-Features des Boards ein.