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Abit Fatal1ty AA8XE

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Seite 1: Abit Fatal1ty AA8XE

Im letzten Jahr kündigte Abit an, eine neue Mainboardserie auf den Markt zu bringen, die zusammen mit "Fatal1ty", einem bekannten eSportler entwickelt wurde. Sie sollte neben den typischen Abit-Features vor allen Dingen alles besitzen, was der Gamer benötigt. Mittlerweile findet sich nun auch ein Highend-Board mit i925XE-Chipsatz im Sortiment des Herstellers, welches wir heute im Test haben. Das Abit AA8XE Fatal1ty ist der Nachfolger des bereits von uns getesteten Abit AA8 und besitzt im Gegensatz zu vielen anderen i925XE-Boards deutliche Unterschiede zum i925X-Vorgänger. Welche Features Abit nun für den Gamer als wichtig ansieht und welche Besonderheiten man in das Fatal1ty-Board für Intel-Rechner gepackt hat, wollen wir auf den nächsten Seiten zeigen.

Einige Dinge erkennt man schon auf den ersten Blick: Eine OTES-Kühlung findet man auch auf diesem Board, sie soll die MOSFETs des Boards kühlen und somit eine adäquate Spannungsversorgung liefern. Auch die Northbridge ist aktiv gekühlt und auch auf der Southbridge befindet sich ein passiver Kühler: Das Board ist also Abit-typisch wohl auch für den Overclocker interessant. Dies ist durchaus logisch: Gamer haben typischerweise das Geld nicht in Massen, da macht man gerne einmal einen Pentium 4 mit 3 GHz zu einem Pentium 4 mit 4 GHz.

Die sonstigen Features sind hingegen typisch für ein i925XE-Mainboard: Man findet einen PCI-Express x16-Slot und zwei x1-Slots, zwei PCI-Slots, zwei Dual Channel-fähige DDR2-Slots und eine Reihe anderer Zugaben, die Abit mit auf das Board lötet. Dieses ist wie für Abit mittlerweile typisch knallrot:

Als ein besonderes Feature besitzt das Board Dual LAN - sprich zwei Netzwerkanschlüsse. Auch sicherlich etwas, wovon der Gamer profitieren kann. Serial ATA ist ebenso enthalten, hier nutzt Abit den Controller der ICH6-R, somit wird auch Matrix Raid geboten. Ein 8-Kanal-Sound ist für den Gamer, der mit Kopfhörern spielt, wohl eher unwichtig, aber trotzdem vorhanden - eine DVD im heimischen Zimmer kann man sich mit einem geeigneten Surround-Boxenset also auch anhören. Schlussendlich ist auch Firewire enthalten und es steht neben USB 2.0 somit auch die zweite High-Speed-Anbindung für externe Geräte zur Verfügung.

Folgende Features können wir also in unserer Tabelle festhalten:

Auch Overclocking-Optionen finden wir auf dem Mainboard natürlich in Hülle und Fülle - Abits µGuru-Utility kann unter anderem die Spannungen der CPU, des FSBs, des Speichers und der Northbridge sowie einige weitere Spannungen kontrollieren. Auch reichhaltige Hardware-Monitoring-Fähigkeiten hat das Mainboard. Wie sich das Board im Härtetest schlägt, zeigen wir natürlich auch auf der nächsten Seite.

Auch werfen wir einen Blick auf die Ausstattung - dies ist bei Abit auf jeden Fall auch immer interessant, weil man sich einige Besonderheiten einfallen lässt.

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs:

  • Mainboardhandbücher
  • Treiber-CD-ROM
  • Treiber-Diskette mit SATA-Treibern
  • ATX-Blende
  • 4 x Serial ATA-Kabel
  • 1 x Serial ATA Stromkabel
  • ATA/133-Kabel, gerundet
  • Floppy-Anschlusskabel, gerundet
  • Slotblende für zwei USB 2.0- und einen Firewire-Anschluss
  • Slotblende für Soundanschlüsse
  • optisches Kabel
  • OTES-Kühlung für Speichermodule
  • Abit Case-Badge

Etwas knauserig ist Abit bei den Serial ATA-Stromadaptern - bei vier Kabeln finden wir nur einen Adapter in der Verpackung, aber mittlerweile haben auch schon die meisten Netzteile entsprechende Anschlüsse, also ist dieses wohl zu verschmerzen. Auch das einzelne ATA/133-Kabel, welches gerundet ist, bietet keinen Anlass zur Kritik, schließlich liefert Intel keine Möglichkeit zum Anschluss weiterer ATA/133-Geräte und Abit verbaut auch keinen separaten ATA/133-Controller auf dem Mainboard. Es liegen zwei Slotblenden bei - eine für sämtliche Soundanschlüsse, wobei man sogar ein optisches Kabel mit in den Lieferumfang legt, des Weiteren eine USB 2.0- und Firewire-Blende zur Ergänzung der I/O-Blende am Mainboard.

Auch hier werfen wir einen Blick auf die ATX-Anschlussleiste des Mainboards:

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Hier erkennt man schon, warum Abit sämtliche Soundanschlüsse auf eine Slotblende verlegen musste - denn die zwei 40-mm-OTES-Lüfter blockieren praktisch den Großteil der ATX-Blende. somit finden hier nur noch einen Firewire-Port, die beiden PS/2-Anschlüsse, vier USB 2.0- und die zwei LAN-Ports Platz. Auf serielle Ports und den parallelen Port hat man komplett verzichtet und legt auch keine Slotblenden bei, um diese entsprechend nachzurüsten. Alte Geräte, HBCI-Kartenadapter, parallele Drucker oder ein seriell angesteuerter PDA können somit mit dem Fatal1ty-Board nicht mehr betrieben werden. Aber welcher Gamer will schon Termine synchronisieren, drucken oder Online-Banking verwenden?

Auch mit in der Verpackung findet sich neben einem Case Badge ein weiteres Element der OTES Kühlung - den OTES RAMFlow:

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So ein "Ding" hatten wir schon einmal im Test - und in unserer dortigen Testreihe konnten wir feststellen: Ob mit oder ohne RAM-Lüfter, die Overclocking-Ergebnisse und Timings bleiben dieselben. Das liegt wohl daran, dass die RAM-Module ihre Wärme aufgrund der Speichertechnik eher an das PCB abgeben und die Effektivität derartiger Lüfter sowieso gleich null ist, wenn im Gehäuse schon ein geringer Luftstrom entsteht. Sicherlich kann es Bereiche geben, wo ein solcher Lüfter Sinn macht, in der Regel macht er aber nur Krach.

Kommen wir auf der nächsten Seite zum Board selber und dessen Ausstattung: