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Shuttle XPC SB77G5

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Seite 6: Bios und Stabilität

Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb des PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das Bios verfügt über alle Funktionen, die das Herz begehrt. Wir konnten in unserem Test keine Probleme mit Funktionen feststellen. Das Hardware-Monitoring ist umfassend, auch die DDR-Spannung wird überwacht. Die im Bios integrierte Lüftersteuerung des SB77G5 arbeitet einwandfrei und hält den PC auf einem akzeptablen Geräuschniveau. Alle OnBoard-Geräte lassen sich im Bios problemlos deaktivieren. Auch die Overclocker können sich freuen, denn auch für diese gibt es genügend Optionen, dazu aber auf der nächsten Seite mehr. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Aufbau des Bios, mit etwas Einarbeitungszeit findet man sich aber zurecht.

Alles in allem kann man mit dem Bios des SB77G5 zufrieden sein; es erfüllt seinen Zweck voll und ganz und bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Gerade hier macht sich der ausgereifte Zustand des i875P-Chipsatzes bemerkbar, mit dem Shuttle auch schon bei früheren XPCs und Mainboards Erfahrungen sammeln konnte. Während das ein oder andere Bios für Intels neue Chipsätze noch nicht ausgereift wirkt, macht sich hier die Erfahrung der Bios-Entwickler mit dem i875P-Chipsatz positiv bemerkbar.

Die Stabilität:

Natürlich haben wir uns auch bei diesem XPC der Stabilität gewidmet. Interessant war es, einmal zu sehen, ob die GeForce 6800GT trotz einem recht hohen Stromverbrauch an der Seite eines Prescott-Prozessors im XPC eingesetzt werden kann. In unserem Test war dies ohne Probleme möglich, während des gesamten Tests ergaben sich keine Stabilitätsprobleme und wir konnten sogar noch etwas übertakten. Das spricht für einen guten Wirkungsgrad des Netzteils, welches mit 250W ja nicht sehr stark ist. Gut ausgerüstete Prescott-Systeme erreichen mit einer GeForce 6800GT gerne einmal Werte über 200 Watt. Auch wenn wir keine Probleme hatten - wenn man eine GeForce 6800GT einsetzt, so empfehlen wir hier die Verwendung eines niedrig getakteten Prescott-Prozessors (2,8 und 3,0 GHz), um die Strombelastung nicht auf Dauer in kritische Bereiche zu treiben.

Hier die Resultate des weiteren Stabilitätstests:

Auch über die Stabilität des SB77G5 lässt sich nur Positives berichten. Mit den von uns getesteten Komponenten (siehe Testsystem) lief das System absolut stabil. Es gab keine Abstürze noch Speicherproblematiken. Mit den uns vorliegenden DDR400-Modulen lief der XPC hervorragend, auch bei niedrigen Timings. Kompatibilitätsprobleme hatten wir mit dem i875P-Chipsatz nur äußerst selten und so waren wir hier auch nicht überrascht, dass im Fall des SB775G5 nichts vorlag.

Auf der nächsten Seite geht es mit dem Overclocking des Barebones weiter.