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Shuttle XPC SB77G5

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Seite 5: Das Mainboard

Shuttle verwendet für den SB77G5 das FB77-Mainboard. Es ist speziell für diesen XPC entwickelt worden und nicht im freien Handel verfügbar. Im Gegensatz zu einem normalen ATX-Mainboard fehlen selbstverständlich aufgrund der Größe die meisten Ports - die Features sind jedoch aufgrund der Onboard-Komponenten dieselben.

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Im unteren Bild sieht man den AGP- sowie den PCI-Slot des SB77G5. Da sich der AGP-Slot sehr nah an der Außenkante und somit an der Außenwand befindet, können nur Grafikkarten eingesetzt werden, die einen relativ niedrigen Kühler haben, der auf einem normalen Mainboard keinen weiteren PCI-Slot blockieren würde. Somit fallen alle GeForce 6800 Ultra-Karten, die das Standard-Layout haben, von vornherein weg.

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Als Onboard-Sound setzt Shuttle einen Realtek ALC658 ein, einen 5.1-Sound, den wir später noch einmal genauer begutachten werden und qualitativ unter die Lupe nehmen. Den Onboard-Sound findet man direkt neben dem AGP-Slot in der linken Gehäuseecke.

Den zentralen Platz auf dem Motherboard nimmt natürlich der Sockel 775 ein. Auf dem unteren Bild liegt rechts davon die passiv gekühlte Northbridge des i875P-Chipsatzes. Rechts davor befindet sich die Southbridge. Auch auf dem Bild zu sehen ist der VIA VT6307 Firewire-Controller, der die Firewire-Ports kontrolliert. Es handelt sich um einen Standard-400 MBit/s-Controller, den wir auf den meisten Boards mit Firewire vorgefunden haben.

Ebenso zu sehen ist der Broadcom Gigabit-Ethernet-Controller, der leider über PCI angebunden ist. CSA wird hier nicht genutzt, sodass der Gigabit-Ethernet-Port praktisch auf 133 MB/s Übertragungsrate limitiert ist. Eine derart hohe Netzwerkperformance wird man aber wahrscheinlich mit dem XPC auch nicht benötigen. Allerdings wäre es sicherlich eleganter gewesen, den Controller über CSA anzubinden.

Im Hintergrund entdeckt man den ITE Super I/O-Controller, der unter anderem für den in der Nähe platzierten Floppy-Controller zuständig ist. Eine weitere Aufgabe sind die PS/2-Schnittstellen oder der serielle Port auf der Rückseite. Zudem übernimmt er das Hardwaremonitoring des Mainboards, wobei wir diesbezüglich noch einmal im Bios genauer schauen, was der Chip kann.

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Der CMOS-Jumper ist, wie man es kennt, an einer eigentlich recht praktischen Stelle - fummelig wird es nur, wenn bereits die Grafikkarte eingesetzt ist. Dann ist die neue Lösung von Shuttle eindeutig flexibler, denn man hat bei den neuen Sockel 775-Gehäusen mit i925X und i915P-Chipsätzen den CMOS-Jumper auf die ATX-Leiste gebracht, wo er einfach von außen bedient werden kann.

Neben der Southbridge liegen die beiden nativen SATA-Anschlüsse des Mainboards. Ebenfalls bei den SATA-Anschlüssen im vorderen Bereich des Gehäuses befinden sich die PATA-Anschlüsse. Einer der beiden ist von Haus aus verkabelt. Dieses Kabel wurde von Werk ab sauber an sämtlichen Streben entlang gelegt, so dass man mit diesem problemlos das optische Laufwerk anschließen kann. Da für nur ein Laufwerk Platz ist, verfügt das Kabel auch nur über einen Anschluss.

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Das SB77G5 verfügt über zwei Dimm Sockel. Diese liegen direkt hinter der Front des Gehäuses. Da das FB77 Mainboard wie alle i875P-Mainboards zwei Speicherriegel im DualChannel Modus ansprechen können, ist es ratsam, das Mainboard immer mit zwei gleichen Speicherriegeln zu bestücken. Der XPC kann maximal durch zwei 1GB DDR400-Modulen mit insgesamt 2GB Speicher bestückt werden. Um den Speicher einbauen zu können, muss zuerst der Festplattenkäfig entfernt werden.

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Besonders positiv muss erwähnt werden, dass sämtliche Spannungswandler des SB77G5 mit passiven Kühlkörpern versehen sind. Auf diese Weise schafft es Shuttle, dass sich die Temperatur der Spannungswandler auch nach längerem Volllast-Betrieb im grünen Bereich befindet. Gerade die Prescott-Prozessoren sorgen hier für eine ordentliche Hitze bei den Spannungswandlern.

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Nachdem wir uns jetzt ausführlich mit dem Gehäuse und dem Aufbau des Mainboards befasst haben, wird als Nächstes das Bios unter die Lupe genommen.