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Shuttle SB95P XPC im Test

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Seite 7: Der Shuttle SB95P XPC - Bios und Stabilität

Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Beim Bios müssen wir noch Einschränkungen machen - Shuttle hat noch nicht den B1-Fix implementiert, was jedoch nach unseren aktuellen Informationen eher am Award-Bios-Kern liegt und nicht am Bios von Shuttle selber. Auch scheint die Lüftersteuerung, die im Bios implementiert ist, noch nicht wirklich zufriedenstellend zu funktionieren. Zumindest der Wille ist allerdings hier schon erkennbar. Die Abschaltung der Onboard-Geräte läuft noch nicht zufriedenstellend, den LAN-Port kann man nur deaktivieren, wenn man unter PCI Express Root Port Functions den PCI-Express-Port abschaltet, an dem der Onboard-LAN hängt. Für den Endkunden ist dies natürlich wenig intuitiv. Weiterhin ist es uns nicht gelungen, einen Speicherriegel mit CL3 zu betreiben - dafür lief das System mit 4-3-3-8 hervorragend. Auch dies kann natürlich noch ein Bios-Problem sein.

Allerdings brauchen wir hier nicht zu gierig zu sein - wir testen den XPC in seinem aller ersten Bios-Release. Hier ist also anzunehmen, dass Shuttle im Laufe der Zeit noch vieles verändert.

 

Die Stabilität :

Mangels PCI-Express x1-Karten können wir hier bezüglich der Kompatibilität natürlich noch keine großen Sprünge machen. Zumindest viele DDR2-Riegel haben wir bereits, um einen Blick auf Kompatiblität und Stabilität des Speichers zu werfen. Des Weiteren können wir natürlich die PCI-Buslast versuchen klassisch in die Höhe zu treiben, um zumindest hier das System auszulasten und einen Eindruck auf die PCI-Performance zu bringen. Mit zwei Serial ATA-Festplatten und einer externen USB2.0/Firewire-Festplatte funktioniert dies auch recht gut. Auf Netzwerk-Benchmarks haben wir bislang übrigens verzichtet, weil uns kein hochwertiger Gigabit Ethernet-Switch zur Verfügung steht, um die Performance des Netzwerks gut zu messen.

Bei den allgemeinen Stabilitätstests muss das Board natürlich dann auch wieder mit unserem Testsetup mehrere Stunden unter Last laufen. Auch die Onboard-Features werden aktiv belassen, um mögliche Ressourcenkonflikte geradezu zu provozieren.

Hier waren eigentlich keine Probleme zu erwarten und auch in unseren Belastungstests verhielt sich das Board problemlos. Aufgrund der Temperaturprobleme ist dies etwas verwunderlich, aber selbst mit extrem hoher CPU-Temperatur hat der XPC keine Stabilitätsprobleme. Das sich die hohe Temperatur natürlich auf die Lebensdauer einer CPU auswirken kann, steht auf einem anderen Blatt.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Außer der Tatsache, dass wir keinen der hier getesteten Module mit CL3 betreiben konnten, gibt es keine Beanstandungen. Die Stabilitätstests liefen mit jedem Modul hervorragend, das Board schaltete immer auf 4-4-4-12, sodass keine Probleme zu erwarten waren. Kompatibilitätsprobleme scheint es keine zu geben, da allerdings auch nur vier Chiphersteller auf den Modulen anzufinden waren, scheint dies auch keine große Herausforderung zu sein.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.