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MSI K8N Neo2 Platinum im Test

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Seite 4: Das MSI K8N Neo2 Platinum - Ausstattung und Layout (2)

Als Gigabit-Ethernet-NIC setzt MSI den Realtek 8110S ein. Dieser stammt aus dem Hause Realtek und ist über PCI angebunden. Dies bedeutet, dass er gemäß der PCI-Spezifikation maximal 133 MB/s abzüglich sonstigen Traffics übertragen kann. Ein 10/100/100 MBit-NIC bietet aber die Möglichkeit, im Voll-Duplex-Modus bis zu 250 MB/s zu übertragen. Entsprechend bremst der PCI-Bus im Volllast-Betrieb den NIC aus und das System ist ziemlich überlastet. Für den Heimbereich hingegen reicht der Chip vollkommen aus, da hier meistens 10/100MBit-Hubs eingesetzt werden und die Leistung eines Gigabit-Ethernet-NIC auch nicht benötigt wird oder durch andere Hardware-Komponenten (Festplatte etc.) ausgebremst werden.

Der zweite Ethernet Controller wird über einen Marvell 88E1111-PNY-Chip gestellt, der Controller des nForce 3 250 nutzt. Da der Gigabit-Ethernet-Chip von NVIDIA nicht über PCI angebunden ist, kann diese Bandbreite hier tatsächlich auch erreicht werden. Der Gigabit-Ethernet des MSI-Boards ist also ähnlich schnell wie ein CSA-betriebener Gigabit Ethernet-Controller, ein neuer x1-PCI-Express-Gigabit Ethernet oder ähnlichen integrierten Varianten.

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In der linken oberen Ecke des Mainboards befindet sich der Realtek-Soundchip. Der Realtek ALC850 sorgt für einen 8-Channel Soundgenuss auf Desktop-Systemen, ohne eine spezielle Erweiterungskarte. Ob hier auch die Qualität überzeugen kann, werden wir später klären, dann folgt auch eine Auflistung der Features dieses - zumindest auf dem Papier - hochwertigen Onboard-Sounds mit reichlicher Anschlussvielfalt.

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Der VIA VT6307 ist ein Standard-FireWire-Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 MBit/s unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3 oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire-Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400 MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie ein herkömmliches 10/100 MBit-Netzwerk, macht aber bei diesem Mainboard nur dann Sinn, wenn der Kommunikationspartner über kein Gigabit-LAN verfügt. Auch dieser Chip belastet wie die später besprochene Storage-Controller den PCI-Bus; er kann drei Anschlüsse verwalten. Ohne weitere Erweiterungsblenden kann man am MSI-Board jedoch zunächst nur einen Port nutzen.

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Direkt neben den zwei Serial ATA-Anschlüssen sitzt der Marvell 88SR3020-Chip. Er übernimmt die Kontrolle über die zwei Serial-ATA-Ports, die nVidia "unfreiwillig" noch als ATA/150-Kanal zur Verfügung stellt. Einen derartigen Trick für zwei weitere Serial ATA-Ports verwendet auch Epox auf dem nForce 3 250Gb-Mainboard. Auf dem Mainboard selbst befinden sich also insgesamt vier Serial-ATA-Ports, die übrigen beiden werden durch den nForce3 nativ angesteuert. Da keine Serial ATA-Schnittstelle über PCI läuft, sollte man höchstens aus Kompatibilitätsgründen die normalen Serial ATA-Ports wählen, da der Marvell-Chip Latenzzeiten zum Wandeln benötigt.

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Direkt neben den beiden Serial ATA-Anschlüssen befindet sich der I/O-Controller-Chip aus dem Hause Winbond. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns später im Bereich des Bios noch einmal an.

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Kommen wir nun zum Bios des Boards.