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Z68 im Test: ASUS P8Z68-V Pro - was kann Intels neuer Chipsatz? - Intel Smart Response Technology

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Seite 10: Intel Smart Response Technology

Intels Smart Response Technology macht einen guten Eindruck, nachdem man erst einmal die Tücken der Umstellung auf den für den Betrieb nötigen RAID-Modus überwunden hat. Auch wenn das Cache-System ersteinmal trainiert werden muss, so stellt sich doch schnell das Gefühl ein, als ob das System auf einer SSD laufen würde. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Performancesteigerung schon beim zweiten Start einer Anwendung zur Verfügung steht. Die Benchmarks mit CrystalDiskMark zeigen schön die Unterschiede zwischen dem reinen HDD-Betrieb und den beiden Caching-Varianten.

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links: Festplatte allein, mitte: Caching aktiviert (erweitert), rechts: Caching aktiviert (maximiert)

Anhand der Benchmarks erkennt man, dass das Caching insbesondere Einfluss auf kleine Blockgrößen hat. Auch die Leseleistung wird durch die SSD durchweg beschleunigt. Nur die sequenzielle Schreibleistung bleibt im Prinzip unverändert, da in diesem (einzigen) Benchmarkabschnitt die Festplatte mit der SSD mithalten kann. Der maximierte Modus beschleunigt das Lesen und Schreiben von kleinen Dateien, wohingegen der als Write-Through-Cache arbeitende erweiterte Modus nur die Leseleistung beeinflusst.

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Betrachtet man den Einfluss von Intels Caching Technik auf die Bootzeit, so erkennt man eine deutliche Beschleunigung des Startvorgangs. Dem Diagramm liegen die windowseigenen Informationen zur benötigten Zeit zum Start des Betriebssystems zugrunde, welche sich über die Ereignisanzeige abrufen lassen. Nach dem Aktivieren der Beschleunigungsfunktion benötigt Smart Response genau einen Startvorgang, um den nötigen Cache für einen beschleunigten Start aufzubauen. Bei den weiteren Starts benötigt Windows auf dem System mit aktiven Cache nur noch die halbe Zeit für den Ladevorgang. In der Praxis ist der Einfluss nicht ganz so groß, da vor dem Zeitraum, welche der Windows-Start benötigt, sich das P8Z68-V Pro noch ca. 20-25 Sekunden für den eigenen Bootvorgang genehmigt. Ob Smart Response im erweiterten oder maximierten Modus läuft, hat hier aber keinen nennenswerten Einfluss auf die Performance, was auch verständlich ist, da in erster Linie Leseoperationen nötig sind.

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Auch im PCMark Vantage macht sich Intels Smart Response Technology deutlich bemerkbar. Mit aktiviertem Caching liegen die Werte in den betrachteten Teilbenchmarks "HDD Suite" und "Productivity Suite" auf mindestens dem doppelten Niveau gegenüber dem Betrieb einer Festplatte ohne Caching.

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Eine genaue Betrachtung der einzelnen Teilabschnitte der "HDD Suite" des PCMark Vantage zeigt - bis auf den Ausreisser in Test 6 - einen klaren Vorteil des Caching-Betriebs. Sicher kommt hier auch zum Tragen, dass die verwendete Intel 311 Series SSD mit dem Codenamen "Larson Creek" für ihre geringe Größe von 20 GB ausgesprochen schnell arbeitet. Dank Postville-Technik und SLC-Speicher werden recht hohe Performance-Werte erreicht. Hier ein Benchmark der Larson Creek 20 GB im Solo-Betrieb.

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Von außen hebt sich die "Larson Creek" nicht von den anderen SSDs von Intel ab.

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Auf der 20 GB Larson Creek ist als Controller ein PC29AS21BA von Intel zu finden, der beispielsweise auch auf den Intel X25-V 40GB zum Einsatz kommt, und fünf SLC-Flash-Chips (29F32G08CAND2) ansteuert.

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Der Preis der "Larson Creek" ist leider noch nicht bekannt, aber Intels Smart Response Technology scheint gut mit der SSD zu harmonieren, aber trotzdem wäre ein günstiger Preis für einen Markterfolg nötig.